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  • Bauen 01/2021
  • Schwerpunkte

„Grundrisse müssen flexibilisiert werden“

  • 31. Januar 2021
Architekt Udo W. Hoffmann im Interview
Gesamtkunstwerk von der Projektentwicklung bis zu Entwurf und Bauleitung: Udo Hoffmanns Bebauung der Ramie-Lofts in Emmendingen. (Foto: ZVG)
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Udo W. Hoffmann ist seit fast 30 Jahren als Freier Architekt und Freier Künstler in Freiburg tätig – für Wohn- und Gewerbebauten, Pflege- und Bildungseinrichtungen. Ein Gespräch über Architekten-Arbeit in Gegenwart und Zukunft.

INTERVIEW: RUDI RASCHKE

Wenn es ein „Bauen nach Corona“ gibt: was sind Ihrer Ansicht nach die zentralen Veränderungen für die Zeit nach der Pandemie?

Vermutlich werden sich andere Wirtschaftsbereiche viel deutlicher verändern. Im Zuge der Pandemie werden sich aber neue Strukturen und neue Werte herausbilden. Der kulturelle und ökologische Wandel fordert, gerade beim Bauen, mehr als ein „weiter so“. Wirtschafts- und Konjunkturpakete dürfen nicht nur dazu führen, in die „normale“ Situation vor Corona zurückzukehren, sondern es müssen viele neue Potenziale aufgegriffen und umgesetzt werden. Zukunftsforscher sprechen von Neo-Ökologie, SlowCity, Urban Farming, Hyper Localism und weiteren interessanten Ansätzen, die teilweise nicht ganz neu sind. Auch der Berufs- und Forschungszweig der „Human Geography“ ist Architekten und Bauschaffenden hier oftmals weit voraus.

Ich denke, dass sich Wohn- und Geschäftsbauten verstärkt dem „Conceptual Living“ anpassen müssen, welches mit einer starken Individualisierung einhergeht. Zuerst wurden viele Menschen bei ihrer Arbeit durch die digitale Transformation zum Schreibtisch-Sharing umerzogen und jetzt ins Homeoffice verwiesen. Anfangs war vieles noch von Begeisterung begleitet, in der täglichen Umsetzung seit Monaten aber auch klar durch Ernüchterung gezeichnet. Nicht jeder hat die räumlichen, finanziellen und die nervlichen Gegebenheiten dies in einem Dauerzustand umzusetzen und in der Isolierung durchzustehen.

erforscht gemeinsam mit seiner partnerin auch die zukunft des Bauens: Udo W. Hoffmann (Foto: ZVG)

Dies bedeutet Veränderungen in unterschiedlichen Maßstäben, vom städtebaulichen Maßstab über die Grundrisse bis zum Material. Grundrisse müssen so flexibilisiert werden, dass Sie ein Optimum an Multifunktionalität und gleichzeitig Rückzugsorte anbieten. Ausschließlich offene Konzepte werden vielen Individuen nicht gerecht.

Gebäude, welche jeweils nur ein Drittel des Tages einer Nutzung unterliegen, sind eine zu überdenkende Ressourcenverschwendung, die alternative Modelle erfordert.

Das individuelle persönliche Wohnen entwickelt sich immer mehr zu einem der wichtigsten Lebensfaktoren. Das Auto verliert als Statussymbol an Bedeutung, vor allem in der jungen Generation. Und die Größe an Wohnraum ist proportional zu den Nutzern seit Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen.

Welche Herausforderungen gibt es generell für das zeitgenössische Bauen in Ihrer konkreten täglichen Arbeit?

Generell ist es eine der größten Herausforderung überhaupt, Flächen für anstehende Bauaufgaben zu finden oder zu erschaffen. Die Ausweisung von neuen Flächen ist unter der Berücksichtigung keiner weiteren Flächenzersiedlungen und -Versiegelungen ein schwieriges Unterfangen. Die ökonomischen und die ökologischen Anforderungen können hier nur mit neuen kreativen Ansätzen zusammengeführt werden. Ich sehe zwei wichtige Felder: Ein viel sorgfältigerer Umgang mit Bestandsbauten und die Erweiterung oder Aufstockung vorhandener Gebäude, sowohl in Wohn- als auch in Gewerbegebieten. Das Thema Abriss sollte nach eingehender Prüfung und Bestandsaufnahmen zum Ausnahmefall werden. Auch Gewerbegebäude, Supermärkte, Lagergebäude oder vergleichbare Bauten eignen sich zur Erweiterung mit weiteren Geschossen.

Welche Rolle spielt angesichts immer weiter steigender Kosten von Grundstück bis Energiekonzepten der finanzielle Aspekt? Wie sehr wirkt sich das auf die Gestaltungsqualität aus?

Hier ist leider weiterhin eine große Kluft zwischen arm und reich zu erwarten. Alle Erwartungen und Ideen dürfen nicht nur einer gehobenen Schicht der Bevölkerung zu Gute kommen. Neben dem omnipräsenten Thema Homeoffice gibt es große Berufszweige in der Industrie und im produzierenden Gewerbe (zu welchen natürlich auch der Bau- und Handwerksbetrieb selbst zählt), in denen dieses Thema überhaupt keine Rolle spielt.

Es müssen hier die weiterhin riesigen Geldvermögen aktiv akquiriert werden, damit Investoren (überzeugt durch intelligente und wirtschaftliche Lösungen) dafür gewonnen werden zu investieren. Ähnlich wie zum Beispiel in den Branchen der Mobilität oder erneuerbaren Energien. Hierzu bedarf es aber weitaus mehr Innovationsgeist in der Baubranche. Außerdem muss die enorme Menge an jetzt zur Verfügung stehenden Finanzmitteln durch Förderprogramme transparent und nachhaltig in diese Innovationen fließen.

Der finanzielle Aspekt sollte sich im besten Falle nicht auf die Gestaltungsqualität auswirken und vom Bauherrn oder Investor auch als wichtiges Qualitätsmerkmal erkannt werden. Letztendlich liegt es am Geschick der Planer, Kosten und Gestaltung in Einklang zu bringen. Hier hat die Europäische Kommission mit der Gründung eines Umwelt-, Wirtschaft- und Kulturprojektes, des „neuen Europäischen Bauhaus“ ja ordentlich vorgelegt, unter den Stichpunkten „Design, Nachhaltigkeit, Investitionen“.

Wie sieht Ihre Prognose bzgl. der Materialien aus – aktuell dreht sich viel um den Baustoff Holz, welche Entwicklungen sind auf anderen Feldern zu erwarten?

Im Bereich der Materialien dreht sich dank Medien und Marketing momentan viel um den Baustoff Holz. Zu Recht, denn er bietet in Punkto Nachhaltigkeit, Wärmeschutz, Elementierung und Bauzeitverkürzung deutliche Potenziale. Bauphysik, Statik, Brand- und Schallschutz sind technisch und wirtschaftlich unterdessen gut lösbar. Doch auch im unverzichtbaren Betonbau gibt es viele Innovationen. Das Produkt Leichtbeton wurde zur Marktreife gebracht. Auch der traditionelle monolithische Ziegelbau kann sich nachhaltig am Markt behaupten und bietet ein ausgeglichenes und angenehmes Raumklima. Und modulares Bauen erfährt aktuell einen Boom, vorrangig bei zu erweiternden Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Hier ist aber sicherzustellen, dass auch Gestaltungsansprüche angemessen erfüllt werden können.

Dieses Interview erschien zuerst in der Printausgabe von netzwerk südbaden im Januar 2021.

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