Seit einem Jahr ist Heinrich Lauck (68) Vorstandsvorsitzender des ADAC Südbaden. Es ist nicht das erste Ehrenamt des Freiburger Unternehmers, der seit 1992 den gleichnamigen, von seinen Eltern gegründeten Eloxierbetrieb führt. Der Motorradfahrer engagiert sich seit Jahrzehnten – für den Motorsport, in der IHK und eben beim hiesigen ADAC-Regionalclub, der fast 670.000 Mitglieder zählt.
Erklären Sie bitte kurz, was Sie machen.
Strenggenommen bin ich der Kopf des südbadischen Vereins. Wie in meiner Firma kann ich mich aber nicht um alles kümmern. Das rund neunzigköpfige hauptamtliche Team bereitet sehr viel sehr gut vor. Ich habe einen intensiven, regelmäßigen Kontakt mit Geschäftsführer Kilian Mandel, wir telefonieren fast täglich.
Clean Desk oder kreatives Chaos – welcher Typ sind Sie?
Hier beim ADAC gelingt Clean Desk, weil mir vieles abgenommen wird. In der Firma ist es eher das kreative Chaos. Wenn da jemand meinen Schreibtisch aufräumen würde, hätte ich ein Problem. Ich starte aber gerade einen neuen Ordnungsversuch.
Welche Werkzeuge dürfen an Ihrem Arbeitsplatz nicht fehlen?
Allgemein EDV als System. Ich bin ein Early Adopter, habe schon 1984, in tiefen MS-DOS-Zeiten, eine ERP-Lösung für die Firma programmieren lassen und hatte früh einen HP Palmtop-PC. Ich bin eigentlich faul, deshalb nutze ich Technik. Ich brauche vergleichsweise wenig Papier, verzichte gern auf Ausdrucke. PDF und Tablet reichen mir.
Womit lenken Sie sich am liebsten ab?
Ich nehme eine Zeitschrift in die Hand: Netzwerk Südbaden oder das IHK-Magazin. Zuhause habe ich mehrere Abos rund um Auto, Motor und Sport. Ich lese gern, auch Bücher.
In welchen sozialen Netzwerken sind Sie aktiv?
Sehr reduziert, weil viele schnell zum Zeitfresser werden. Alle paar Wochen bin ich auf LinkedIn, poste aber nichts, kommentiere gelegentlich.
Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Im ADAC kombiniere ich sie gern mit dem Jour Fixe und tausche mich mit dem Geschäftsführer aus. In der Firma hole ich mir ein Weckle mit Kaffee und checke ADAC-Mails. Denn wochenends versuche ich abzuschalten.
Wie bleiben Sie an langen Arbeitstagen motiviert?
Ich brauche keine Motivation. Ich weiß, es muss gemacht werden. Und es macht mir auch Spaß – hier und in der Firma.
Was macht Ihnen beim ADAC am meisten Spaß und was am wenigsten?
Die Präsenz in der Öffentlichkeit bräuchte ich nicht unbedingt. Ich stehe lieber in der zweiten Reihe. Spaß macht mir die Zusammenarbeit mit dem Team, das Netzwerken, auch bundesweit. Man kommt herum, beispielsweise zu interessanten Motorsportveranstaltungen.
Was wollten Sie als Kind werden?
Ich wusste schon als kleiner Bub, dass ich die Firma meiner Eltern übernehme. Das war immer klar, daher hatte ich nie den Wunsch, Feuerwehrmann, Lokführer oder Polizist zu werden.
Protokoll: Kathrin Ermert