Konjunkturkrise, Transformationen, demografischer Wandel und Fachkräftemangel beeinflussen den regionalen Arbeitsmarkt. Über Gründe und Lösungen für diese Herausforderungen sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Bezirke haben wir mit den Spitzen der vier regionalen Agenturen für Arbeit gesprochen: Alexander Merk (Freiburg), Jenniefer Schmucker (Lörrach), Theresia Denzer-Urschel (Offenburg) und Sylvia Scholz (Rottweil – Villingen-Schwenningen).
Interview: Kathrin Ermert, Susanne Maerz • Fotos: Santiago Fanego
Die Arbeitslosenquoten der Region sind im Bundesvergleich noch niedrig, steigen aber. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein – auch mit Blick auf die unterschiedlichen Branchen? Gibt es noch welche, in denen die Zahl der Beschäftigten steigt?
Alexander Merk: Freiburg ist eine von zwei Regionen in Baden-Württemberg, für die unser Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung auch nächstes Jahr ein leichtes Beschäftigungswachstum prognostiziert. Das hängt natürlich an der Wirtschaftsstruktur mit dem dominanten Dienstleistungsbereich. Dennoch bekommen wir laut der Prognose 2027 …