Thomas Scheuerle (44) arbeitete in der Forschung und im Consulting, bevor er 2017 als Berater zum Baden Campus kam. Die Badenova-Tochter ist eine Innovationsplattform für Unternehmen, Start-ups und Hochschulen mit Standorten in Breisach, Freiburg und Offenburg. Seit 2019 ist Scheuerle Geschäftsführer, seit drei Jahren leitet er zudem den Bereich Innovation und Digitalisierung bei der Badenova. Wir haben den promovierten Betriebswirt im Freiburger Innovationszentrum FRIZ besucht.
Erklären Sie bitte kurz, was Sie machen.
Viel Management. Ich kümmere mich um Steuerung und Finanzen und bin regelmäßig im Austausch mit den verschiedenen Leitern unserer Business Units. Außerdem bewerte ich Innovationen und stoße Entwicklungen an, oft mit den Stakeholdern in unserem Netzwerk.
Wie kommen Sie zur Arbeit?
Mit dem Zug, Auto oder Fahrrad, je nachdem, wo ich arbeite oder Termine habe. Vor kurzem habe ich mir eigens Kopfhörer gekauft, mit denen ich beim Radfahren telefonieren kann, ohne den Verkehr zu versäumen.
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Ich habe keinen festen Schreibtisch. An unseren verschiedenen Standorten haben wir geteilte Arbeitsplätze, die ich mit nutze, wenn ich dort bin. Ich telefoniere aber auch viel, bin in Meetings, bei Unternehmen oder Partnern. Am Schreibtisch arbeite ich meist abends zuhause.
Welche Werkzeuge haben Sie immer mit dabei?
Laptop, Handy, Kopfhörer zum Telefonieren, einen Klicker für Präsentationen und ein Notizbuch.
Wie machen Sie sich Notizen?
Zu 80 Prozent digital. Ich versuche, Gedanken gleich in To-dos zu übersetzen und trage sie in unser Projektmanagementtool ein. Das Notizbuch verwende ich in Gesprächsterminen, da finde ich es unhöflich, wenn man in den Laptop tippt.
In welchen sozialen Netzwerken sind Sie aktiv, und wofür nutzen Sie diese?
Hauptsächlich auf Linkedin. Ich informiere mich vor allem, was bundesweit auf den verschiedenen Innovationsplattformen läuft und was Start-ups und Organisationen, mit denen wir zu tun haben, so machen.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß – und was am wenigsten?
Am meisten motiviert es mich, konstruktive, positive und innovationstreibende Menschen zu treffen. Am wenigsten mag ich Dokumentationen, die man machen muss.
Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Ich halte sie oft sehr knapp mit einem kleinen Snack oder gehe mit Geschäftspartnern essen. Dienstag ist bei uns Teamtag, da essen wir in Breisach zusammen. Ich versuche, immer daran teilzunehmen.
Was wollten Sie als Kind werden?
Fußballprofi. Aber es war recht früh klar, dass es dafür nicht ganz reichen würde. Immerhin habe ich für den VfR Heilbronn in der höchsten A-Jugend-Liga unter anderem gegen den SC Freiburg gespielt und war ein paar Mal beim VfB Stuttgart zum Probetraining.
Protokoll: Susanne Maerz