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Freiburgs OB Martin Horn und die Krisenkommunikation

  • 19. Mai 2020
Martin Horn besucht die Schneiderei des Theaters Freiburg. Dort werden Masken in der Coronaviruskrise angefertigt. (Foto: ZVG)
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Die Krisenkommunikation der Stadt Freiburg während der Pandemie funktioniert. Oberbürgermeister Martin Horn ist dabei in den sozialen Medien noch aktiver als sonst. 

VON DANIEL RUDA 

Wahrscheinlich werde es der 19. März sein, an den er sich in ein paar Jahren vor allem erinnern wird, wenn er auf diese Corona-Krise zurückblickt, vermutet der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn. Es war die bizarre Phase, in der das Coronavirus den normalen Alltag im ganzen Land mehr und mehr zum Stillstand brachte. An jenem Donnerstag erließ Freiburg als erste Großstadt in Deutschland ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. 

Eine Besprechung nach der anderen im Rathaus, Abstimmungen mit dem Gemeinderat, dazu der Kontakt ins nahe Elsass, wo in Kliniken Menschen an Covid-19 starben, weil zu wenig Beatmungsgeräte da waren. Und am Abend noch eine Schalte in die ARD-Tagesthemen. „Der Tag wird hängen bleiben“, sagt Martin Horn.

Es ist Anfang Mai, der 35-Jährige sitzt in seinem Büro. Rund sieben außergewöhnliche Wochen sind seit den turbulenten Tagen vergangen. Wie überall wird auch im Rathaus versucht, den Alltag an die Corona-Gegebenheiten anzupassen. Es ist die erste Arbeitswoche, in der wieder Gremien und Sitzungen anstehen, die nicht als Videokonferenzen, sondern im Abstand von 1,50 Metern zu Nebenmann und -frau abgehalten werden. Auch einen Pressetermin gibt es, in dem es mal nicht um Corona geht, sondern um ein Freiburger Zukunftsthema, das Programm zum Stadtbahnausbau in den nächsten zehn Jahren. Ende Mai in der ersten richtigen Gemeinderatssitzung nach längerer Pause wird dazu ein Grundsatzbeschluss fallen. Auch eine Schulerweiterung und die Zukunft der Freiburger Stadtbau werden dann auf der Tagesordnung stehen. „Flagge bekennen“, nennt es Horn. „Wir dürfen wichtige Themen nicht vertagen, auch wenn Corona uns noch viel Geld kosten wird.“

Nachdem das Coronavirus in den vergangenen Wochen das öffentliche Leben nahezu lahmgelegt hat, geht der Gefrierzustand wegen begrenzter Ausgangssperren, dem Schließen von Geschäften, Schulen und Kitas teilweise in ein langsames Abtauen über. Geschäfte etwa haben schon wieder geöffnet. Nachdem sich Horn ein paar Tage zuvor mit gezogener Schnute im Gesicht an einem Spielplatz hat fotografieren lassen, um auf Instagram für die Öffnung von Sandkasten und Co. zu plädieren, kann er diese und andere Öffnungen auf seinen Kanälen verkünden.

Die Kommunikation, gerade durch die sozialen Medien, gehört zum zentralen Werkzeug in Horns Modus Operandi. In den vergangenen Wochen waren gerade Facebook und Co. besonders wichtig in der Krisenkommunikation. Vor allem Improvisieren war angesagt, in allen Bereichen, „für solch eine Situation gibt es kein Drehbuch“, so Horn. Zumindest aber einen sogenannten „Leitfaden Krisenkommunikation“ vom Bundesinnenministerium. Knapp 50 Seiten ist der lang und stellt in Theorie auf, was der Freiburger Rathausspitze in den vergangenen Wochen in Praxis durchaus gelungen ist. In einer Krise ist es wichtig, Präsenz zu zeigen und nach außen möglichst umfassend, aktuell, widerspruchsfrei und wahrheitsgemäß zu informieren, heißt es darin. 

„Wir dürfen wichtige Themen nicht vertagen, auch wenn Corona uns noch viel Geld kosten wird.“

Martin Horn

Das hat Horn getan. Abgesehen von seinem Aufenthalt in Nicaragua, wo er mit einer Delegation die Städtepartnerschaft mit Wiwili unterzeichnete und wegen der sich zuspitzenden Lage um Corona früher als geplant zurückreiste, war der OB dauerpräsent und vermittelte den Eindruck eines besonnenen Krisenmanagers für die Stadt. Zwischendurch gab er immer wieder in der ihm eigenen Art zwischen Selfie und Sockenfoto und Familienszene den OB von nebenan, der hinter der Schutzmaske in die Kamera lächelt.

Eine „klare und transparente Kommunikation“ war ihm insgesamt wichtig, gerade in den ersten Wochen, als die Lage sich ständig veränderte. Oldschool im Amtsblatt sowie auf der Website als auch vor allem in den Sozialen Medien ging der OB mit seinem Team im Rücken auf die Fragenflut der Freiburger ein. Es gab im März fast täglich neue Videos, in denen Horn den jeweils neuesten Stand erläuterte, ein zeitweise 16-köpfiges Team gab an einer Telefonhotline Auskunft, ein sich ständig erweiternder Frage- Antwort-Katalog wurde auf die Webseite der Stadt gestellt und hunderttausendfach geklickt. Bei Live-Fragestunden auf Facebook wurden direkt eingereichte Fragen beantwortet, zehntausende Bürger schauten zu. Die Kommentarzahlen seien insgesamt geradezu explodiert.

Neben der öffentlichen, bislang geglückten Krisenkommunikation steht die interne, sei es im Rathaus, nach Stuttgart in Richtung Landesregierung mit einem wöchentlichen Jour fixe zur Lage oder vor Ort mit Vertretern etwa aus der Wirtschaft.

Vielen Unternehmen, etwa in der Hotellerie und Gastronomie, versuche die Stadt entgegenzukommen, betont der OB. Stundungen wie bei der Gewerbesteuer seien aber letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch die Kliniken bezieht Horn in das Spektrum der leidenden Wirtschaftsunternehmen ein. Wegen der vielen aufgrund der Corona-Krise verschobenen Operationen sei auch für diese die wirtschaftliche Situation desaströs. „Klar ist, dass wir die große Not der Freiburger Wirtschaft als Kommune nicht alleine auffangen können.“

Gespräche mit Geschäftsführern oder Besuche vor Ort, etwa bei der Tanzschule Gutmann, wo der OB in einem Livestream nach einem Interview noch ein paar Minuten ein paar Schritte mitmachte, gehören zum Programm. Gerade solche Situationen, wenn etwa im Stadttheater auf einmal aus Eigenantrieb heraus Schutzkleidung genäht wird oder eben ein Unternehmen sich digital präsentiert, seien die schönen dieser Tage. „Wenn wir alle den Kopf in den Sand stecken, dann wird der Kollateralschaden noch viel größer.“

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