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Hi-Fi: In der Welt des Klangs

  • 10. Februar 2026
Revox Bandmaschine
Revox feiert ein Comeback. Die Marke schrieb bereits Musikgeschichte: Die Beatles nahmen in den Abbey Road Studios auf Revox-Tonbandmaschinen auf.
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Während der Home-Audio-Markt seit Jahren schrumpft, behauptet sich der Freiburger Hi-Fi-Händler Oliver Gogler stabil. Revox-Bandmaschine, Hornlautsprecher, handgefertigter Plattenspieler und die Wiederkehr des Walkmans erzählen von der Lust an der analogen Technik.

Text: Christine Weis • Fotos: Alex Dietrich

Das Hi-Fi-Studio „media@home Gogler“ liegt etwas versteckt in der belebten Niemensstraße zwischen Café und Imbissbude am Rande der Freiburger Altstadt. Ein Schild am Eingang weist hinauf in den ersten Stock, und auf jeder Treppenstufe steht, was die Kundschaft dort erwartet: Erlebnis Audio, Multiroom, Heimkino, Schallplatten- und Reparaturservice, Beratung.

Oben angekommen öffnet sich der Raum – eine Mischung aus Wohnzimmer, Plattenladen und Showroom für Klang- und Bildsysteme. Blickfang ist eine Stereoanlage, deren einzelne Komponenten wie Schmuckstücke sorgfältig auf einem speziellen Hi-Fi-Rack arrangiert sind. Daneben zwei Hornlautsprecher mit grün glänzenden Trichtern. Das Grün wiederholt sich in der Plattenmatte des Schallplattenspielers und dem NAB-Adapter der Revox-Tonbandmaschine. Die gelben Sessel davor wirken wie farblich dazu komponiert.

„Für audiophile Menschen ist die Stereoanlage kein Platzräuber und viel mehr als bloße Technik. Sie ist Lifestyle, Klangvergnügen und Designobjekt zugleich“ – Oliver Gogler

So eine Anlage beansprucht viel Platz. „Für audiophile Menschen ist die Stereoanlage kein Platzräuber und viel mehr als bloße Technik. Sie ist Lifestyle, Klangvergnügen und Designobjekt zugleich“, sagt Hi-Fi-Experte Oliver Gogler. Allerdings beobachtet er selbst einen Trend zu sogenannten All-in-One-Lösungen. Er führt ein solches Modell des Neusser Herstellers Sonoro vor. In dem kompakten Design mit handgeschliffenem Holzgehäuse und Aluminiumfront stecken Subwoofer, Lautsprecher, Verstärker, CD-Spieler, Radio und Musik-Streamer. Er dreht am Lautstärkeregler und der Klang ist überraschend kräftig und klar.

Hornlautsprecher, Revox-Bandmaschine und vieles mehr lassen die Herzen der Hi-Fi-Fans höher schlagen.

Auf 100 Quadratmetern in drei Räumen präsentiert Oliver Gogler eine breite Auswahl an ausgesuchten Markenprodukten – darunter auch regionale Hersteller wie ein handgefertigter Plattenspieler von „Dr. Christian Feickert“ aus March-Buchheim, Phonovorverstärker von der Blue Amp Manufaktur in Reute, Lautsprecher von Gauder Akustik aus dem schwäbischen Renningen oder die legendären Revox-Bandmaschinen, produziert in Villingen.

Oliver Gogler deutet auf einen Netzconditioner und erklärt dazu: „Sonntags klingt Musik oft anders als unter der Woche.“ Ursache hierfür seien Schwankungen im Stromnetz – hervorgerufen etwa durch Photovoltaikanlagen oder den gleichzeitigen Betrieb von Haushaltsgeräten. All das hinterlasse Spuren im Klangbild. „Es macht einen akustischen Unterschied, ob das Netz ruhiger, oder ob Herd, Waschmaschine und Solaranlage zugleich arbeiten.“ Der Netzconditioner „säubert“ diese Turbulenzen effektiv. Doch die Stromqualität ist nur ein Faktor. Ebenso prägen Raummoden das Hörerlebnis, das sind stehende Wellenfrequenzen, die vor allem den Bass aufschaukeln oder verschlucken können. Hinzu kommt die Raumakustik, beeinflusst durch Möbel, Teppiche, Vorhänge und Pflanzen, die Schall entweder absorbieren oder reflektieren und damit den Sound maßgeblich verändern. Und manchmal, sagt Gogler, liege die Wirkung im Detail: „Schon das passende Lautsprecherkabel kann erstaunlich viel ausrichten.“

Auf 100 Quadratmeter gibt es eine feine Auswahl.

Der 53-Jährige hat jahrzehntelange Erfahrung und meint, dass er für jeden Kunden eine individuelle Lösung finden könne. Bereits mit zwölf Jahren stand er nach der Schule im elterlichen Geschäft, das seit 1977 besteht. „Es war kein Zwang, ich hatte einfach Spaß an der Musik“, erinnert er sich. Nachdem sein Vater überraschend mit 57 Jahren starb, übernahm er im Jahr 2003 den Familienbetrieb, der heute sechs Mitarbeiter hat. Das Sortiment konzentriert sich auf hochwertige Hi-Fi-Systeme. Die Kundschaft sei breit gefächert. Oliver Gogler erläutert es an einigen Beispielen: „Der Bäcker, der sein gesamtes Geld in eine Musikanlage investiert und dafür kein Auto fährt. Der Professor, der eine Musikanlage für mehrere tausend Euro kauft. Oder der Student, der sein Erspartes in einen Plattenspieler investiert.“ Nur eines bleibe konstant: Die meisten Käufer sind Männer. Zwar nehme der Anteil der Kundinnen zu, bleibe aber vergleichsweise gering. Gogler bedauert das, schließlich sei Musik „ein universelles Erlebnis“.

„Sonntags klingt Musik oft anders als unter der Woche.“ – Oliver Gogler

Oliver Gogler ist stolz: Das Branchenmagazin CE-Markt hat ihn als Händler des Jahres 2025 in der Sonderkategorie „Hi-Fi-Exzellenz“ ausgezeichnet.

Genusskultur als Geschäftsmodell

In Freiburg ist „media@home Gogler“ nicht der einzige seiner Art. Mit Hifimarket Esser und HiFi Müller gibt es weitere Fachgeschäfte. Hifi-Studio Polanski, „media@home Velde“ und Radio Bastian haben inzwischen aufgehört. „Früher hatten wir in Freiburg gemessen an der Einwohnerzahl, die höchste Hi-Fi-Händlerdichte in Deutschland“, sagt Gogler. Warum ausgerechnet hier? Er führt es auf die Mentalität der Region zurück. Freiburg ziehe Menschen an, die Genuss schätzen – nicht nur kulinarisch, sondern auch musikalisch und kulturell. Passend dazu heißt seine Messe „Genuss + Lebensart“, die er und sein Team im vergangenen September nach der Premiere 2023 zum zweiten Mal ausrichteten. Dort trafen Klang- und Bildhersteller auf regionale Produzenten von Wein, Likör, Kaffee, Olivenöl und Kunsthandwerk. Rund 1200 Besucherinnen und Besucher kamen ins Konzerthaus Freiburg. Ein Höhepunkt war für Gogler das Konzert der norwegischen Singer und Songwriterin Anette Askvik. Für die Organisation des Events und dessen Resonanz in der Hi-Fi-Szene zeichnete das Branchenmagazin CE-Markt „media@home Gogler“ als Händler des Jahres 2025 in der Sonderkategorie „Hi-Fi-Exzellenz“ aus.

Auch wirtschaftlich sieht sich Oliver Gogler gut aufgestellt – entgegen dem Branchentrend. Denn bundesweit schwächelt der Markt für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik deutlich. Laut Home Electronics Market Index sank der Umsatz 2024 auf 46 Milliarden Euro, das entspricht drei Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders die Sparte Homeaudio schrumpfte seit 2018 um rund 30 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Dabei wird mit Lautsprechern das meiste Geld verdient. Die Umsätze mit Einzelkomponenten wie Tuner, Receiver oder CD-Recorder pendeln seit 2021 zwischen 149 und 153 Millionen Euro. In den vergangenen zwei Jahren verzeichnet das Segment einen leichten Anstieg. Grund dafür ist die Renaissance der Schallplatte. Vinyl ist der einzige physische Tonträger mit zuletzt wachsendem Absatz, auch wenn es ein Nischenprodukt bleibt. Dennoch steigt dementsprechend die Nachfrage nach Plattenspielern.

Auch wenn die Schallplatte derzeit ein kleines Revival erlebt, war sie nie ganz verschwunden – und mit ihr auch nicht die Abspielgeräte.

„Die Schallplatte war nie weg“, sagt Oliver Gogler. Inzwischen erlebe sogar die Musikkassette ein kleines Comeback und mit ihr die Abspielgeräte wie Rekorder, Tapedeck und Walkman, berichtet er. Selbst junge Popstars wie Taylor Swift oder Billie Eilish veröffentlichen ihre aktuellen Alben auf Platte und Tape.

Der tragbare Kassenrekorder ruft bei ihm Kindheitserinnerungen wach. Zunächst hörte er darauf Hörspiele wie die „Fünf Freunde“ oder „Die drei ???“, später vom Radio aufgenommene Musik. Mit den Jahren kamen CDs und Vinyl hinzu. „Ich bin musikalisch ein Kind der Siebziger- und Achtzigerjahre und mag Dire Straits, Phil Collins, Rod Stewart, Elton John, Suzanne Vega und viele mehr“, sagt Gogler und ergänzt: „Musikhören entschleunigt, so wie Pfifferlinge suchen im Wald, dann bin ich ganz im Moment, losgelöst vom Alltag.“

Dass Vinyl trotz Smartphone und Streaming bei der jungen Generation ankommt, erlebt Familie Gogler derzeit zu Hause. Der 14-jährige Sohn hat die Schallplatte ganz ohne väterliche Starthilfe für sich entdeckt. In der rund 500 Alben starken Sammlung stöbere er inzwischen mit verblüffender Treffsicherheit. Seine erste Wahl fiel auf das rote Beatles-Album „1962–1966“. Ob er irgendwann auch mal im Laden aushelfen wird? Oliver Gogler zuckt lächelnd die Schultern: „Nur wenn er Lust draufhat, er soll sich da völlig frei fühlen.“

Im Geschäft gibt es ebenfalls eine Vinyl-Ecke mit etwa 400 LPs aus Klassik, Jazz und Pop, darunter auch einige von Anette Askvik. In audiophilen Kreisen hat Askvik Kultstatus erreicht. Ihr atmosphärischer Song „Liberty“ gilt als Referenzaufnahme für Hi-Fi-Vorführungen, weil er technisch anspruchsvoll aufgenommen und daher perfekt geeignet ist, um Lautsprecher oder Kopfhörer zu testen. Kaum ein Track wird beim Probehören in der Szene so oft aufgelegt, entsprechend häufig läuft er auch der Niemensstraße 9 im ersten Stock.

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