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  • Gesundheitswirtschaft 05/2020
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Idana: Eine Software zur digitalen Anamnese aus Freiburg

  • 2. Juni 2020
Zusammengeschweißtes Gründerteam: Lilian Rettegi, Jerome Meinke und Initiator Lucas Spohn. (Foto: A. Dietrich)
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Mit der Software Idana will das junge Freiburger Start-up Tomes Ärzten dabei helfen, mehr Zeit für Patienten zu haben. Dafür befragt das Tool die Menschen, bevor sie in die Praxis kommen. Wie digital wird die Behandlung der Zukunft? 

VON DANIEL RUDA

Kommt ein Mann zum Arzt. Weiß der schon, was er hat. Nein, hier liegt kein altbackener Witz begraben. Wenn es nach dem Freiburger Start-up Tomes geht, soll eine solche Szenerie zukünftig eine mögliche Realität abbilden. Mit seiner Software-Lösung Idana hat das junge Unternehmen ein scheinbar simples Tool entwickelt, das die Anamnese, also die Standard-Befragung von Patienten durch Arzt oder Ärztin, auf digitalem Weg vorwegnimmt. „Dadurch können Ärzte die Zeit mit den Patienten effektiv nutzen“, sagt Gründer Lucas Spohn über den Effekt. Weil sie schon viel über das Anliegen des Patienten wissen, bevor sie ihn zu Gesicht bekommen.

Man kann sagen, dass Idana das digitale Upgrade zum Zettel auf dem Klemmbrett ist, das beim ersten Arztbesuch über die Rezeption gereicht wird. „Mit dem Unterschied, dass der Zettel immer derselbe ist und Idana einen riesigen Fragenkatalog bietet, der auf unterschiedliche Beschwerdebilder zugeschnitten ist“, sagt Lucas Spohn. Es wird sowohl nach den akuten Schmerzen und Begleiterscheinungen sowie nach der sonstigen körperlichen und seelischen Konstitution eines Patienten gefragt.

Patient bekommt den Fragebogen per Link

Wer als Patient einen Termin in einer Praxis ausmacht, bekommt per Mail den Link zum browserbasierten Fragebogen zugeschickt, den er in Ruhe zu Hause ausfüllen kann. Mit einer eingebauten Verschlüsselung wird er direkt in die eigene Patientenakte der Arztpraxis zurückgeschickt. Weniger digitalaffine Patienten können im Wartezimmer an einem Tablet den intuitiv aufgebauten Fragebogen ankreuzen. Ärzte sind dadurch direkt auf dem aktuellen Stand, wenn sie dem Patienten begegnen. Sie erhalten vom System eine kategorisierte Zusammenfassung der wichtigsten Fakten.

Weil Frauen und Männer in weißen Kitteln unter immer mehr Zeitdruck und auch Dokumentationslast stehen, gelinge es im Alltag oftmals schlichtweg nicht, die Patienten als eigene Informationsquelle richtig auszuschöpfen, sagt der 30-jährige Lucas Spohn. Als er vor fünf Jahren am Ende seines Medizinstudiums im praktischen Jahr Ärzte durch den Klinikalltag begleitete, erlebte er das hautnah. Mit ein paar Basisinformationen zum Krankheitsbild und einem Gespräch, das gefühlt mit der Stoppuhr in der Hand geführt werden müsste, lässt sich keine gründliche Kommunikation führen, um einen Patienten kennenzulernen und zu erfassen – das war für ihn die Erkenntnis. Dadurch sei auch das ganze System anfälliger für Fehler, was ihn irritierte.

Fünf Jahre nach dem Ende seines Studiums sitzt der studierte Mediziner alleine in einem großen Büro am neuen Freiburger Güterbahnhof und erzählt über Videotelefonie, dass nicht nur wegen Corona und der Home-Office-Regelung gerade so wenig auf den Fluren los sei. Die gemietete Büroetage sei auch ziemlich groß für die 13 Mitarbeiter des jungen Unternehmens. Zukünftig werden hier mehr Leute arbeiten.

Intuitiv und zum Ankreuzen: Ein Idana-Fragebogen ist einfach auszufüllen. (Foto: Alex Dietrich)

Tomes – kurz für Tomorrow’s Medical Solutions – soll wachsen. Spohn absolvierte parallel zum Medizinstudium noch ein Bachelorstudium, das er anstelle des langen Titels besser als Mischung aus Informatik und Mikrosystemtechnik beschreibt, er ist Digital-Unternehmer im Gesundheitswesen. „Nach dem Studium und den Erfahrungen in der Klinik war mir klar, dass ich etwas gründen will, das den Bereich der Anamnese digital verbessert.“ Seine Mitgründer sind der Informatiker Jerome Meinke, der bei einem Businessplanwettbewerb im Publikum saß, als Spohn seine Idee vom  digitalen Anmnese-Tool vorstellt. Und Lilian Rettegi, die studierte Medizinerin stieß über eine Facebookgruppe für Mediziner dazu. Vor vier Jahren ging es los, seither geht es langsam, aber stetig bergauf. Idana, was für Intelligente digitale Anamnese steht, ist das einzige Produkt der Firma.

Ein Prototyp, der im Test in einer Landarztpraxis gut ankam, ein Gründerstipendium des Wirtschaftsministeriums über 131.000 Euro, 40.000 Euro Fördermittel des Landes, ein ebenso großes Investment eines privaten Investors, Auszeichnungen bei Startup-Wettbewerben wie auf dem Kongress eHealth in Freiburg im vergangenen Jahr, und vor allem die beiden größten Schritte: 500.000 Euro über eine Online-Crowdinvestkampagne 2018 und vor wenigen Wochen eine Finanzierungsrunde, bei der weitere 600.000 Euro in das junge Unternehmen flossen.

Seit einem Jahr ist die cloudbasierte Software nun auf dem Markt. Im niedrigen dreistelligen Bereich liegt die Anzahl an Kunden, die das Abomodell (Start: 89 Euro pro Monat) aktuell nutzt. Ärzte seien eine schwierig zu erobernde Klientel, sagt Spohn. „Ihre Zeit ist wertvoll, sie haben wenig Interesse, an eingeschliffenen Prozessen etwas zu ändern, und gegenüber digitalen Lösungen sind die meisten von ihnen skeptisch“. Es brauche viel Überzeugungsarbeit. In Marketing und Vertrieb wird deshalb besonders viel investiert. Dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung Idana derzeit im Rahmen des Projekts Zukunftspraxis einem Test unterzieht und rund 40 Praxen damit ausrüstet, hilft auch.

Drei Ärzte gehören zum Team, deren Expertise in die Ausarbeitung der Fragebögen für die aktuell acht verschiedenen Fachbereiche einfließt. Das Feedback der Kunden ist gut. Dennoch sind digitale Lösungen im Gesundheitswesen in vielen Bereichen noch nicht vollends angekommen.

Das deutsche Gesundheitswesen hinkt in Sachen Digitalisierung hinterher

Im Vergleich zur internationalen Entwicklung hinke man in Deutschland hinterher, so mahnte es zuletzt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in einem Gastbeitrag für den Spiegel an. Als „total verzettelt“ bezeichnen die Experten darin das deutsche Gesundheitssystem, sie meinen das nicht nur sprichwörtlich. Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung sieht auch Professor Frederik Wenz, der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Das zeige gerade die Corona-Krise, „sie ist auch im Bereich der Digitalisierung ein echter Stresstest für das Gesundheitssystem und hat Schwachstellen schonungslos offengelegt, etwa mangelnde Serverkapazitäten oder instabile Systeme“. In Freiburg sei das zum Glück nicht der Fall gewesen. Dennoch: Es gehe insgesamt langsam voran.

Diese Krise biete gerade auch eine Chance, betont der Chef- Mediziner: Digitale Lösungen finden derzeit deutlich verstärkt Akzeptanz in der Bevölkerung, in der Uniklinik etwa die Videosprechstunde oder die Möglichkeit, die Visite sowie Tumorboards per Video abzuhalten. „Ich bin überzeugt, dass sich Entwicklungen wie diese nach der Krise nicht wieder umkehren werden“, sagt Frederik Wenz.

Auch bei Tomes hofft man auf solch einen positiven Effekt, den die Corona-Zeit nach sich ziehen könnte. „Die Ärzte, die sich richtig für Digitalisierungsangebote interessieren, sind noch in der Minderheit“, so das Gefühl von Lucas Spohn. Das könnte sich aber durch Corona ändern. „Die Akzeptanz wird nach der Krise sicherlich höher sein“, erwartet er.

Neben den herkömmlichen Fragebögen zur Anamnese hat das Startup zuletzt auch einen speziellen in Bezug auf mögliche Infektionen mit Covid-19 ins Portfolio aufgenommen. Das kann eine Hilfe sein – ist es den Praxen doch wichtig, dass derzeit keine Patienten mit Symptomen zur Tür hereinkommen. Auch in Verbindung mit der gerade immer mehr eingesetzten Telemedizin lässt sich Idana gut einsetzen. Drei Monate lang können Ärzte das Angebot aktuell gratis testen.

„Ständig verändert sich gerade etwas“, sagt Lucas Spohn. Er spricht dabei gar nicht über die Entwicklung der Pandemie, sondern über das Agieren als Jungunternehmer. Aufgaben und Herausforderungen werden immer größer. „Da muss man locker der eigenen Unerfahrenheit gegenüberstehen. Offen rangehen, wenn man was falsch macht, lernt man draus.“ Bisher ist vieles richtig gelaufen.

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