• Schwerpunkte
  • Unternehmen
  • Kommunales
  • Bauen
  • Kultur
  • Menschen
    • Am Arbeitsplatz
    • Gut beraten
    • Espresso mit
    • Let’s Talk
  • Podcast
  • E-Magazin
  • PR-Dossiers
  • Über uns
  • Kontakt
  • Jobs
  • Corporate Publishing
  • Mediadaten
  • Magazin
  • Supplement
  • Immobilien
  • Abo
Facebook
Instagram
LinkedIn
Netzwerk Südbaden Logo
Netzwerk Südbaden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Jobs
  • Mediadaten
  • Magazin
  • Supplement
  • Immobilien
  • Abo
Netzwerk Südbaden
  • Schwerpunkte
  • Unternehmen
  • Kommunales
  • Bauen
  • Kultur
  • Menschen
    • Am Arbeitsplatz
    • Gut beraten
    • Espresso mit
    • Let’s Talk
  • Podcast
  • E-Magazin
  • PR-Dossiers
0
  • Menschen
  • SC Freiburg 08/2019
  • Schwerpunkte
  • Unternehmen

Jochen Saier: „Diese Saison ist es wichtig. Aber der Druck war immer da.“

  • 20. August 2019
Leicht abfallend und zu kurz, aber gerade noch tauglich für eine Saison: Das Spielfeld des Sport-Club Freiburg. (Foto: Alexander Dietrich)
Total
0
Shares
0
0
0
0

Im Interview: Jochen Saier über die Außen-Wahrnehmung des Vereins, die Kaderplanung vor dem Umzug – und warum Demut und Zurückhaltung angebracht sind, wenn es um die Zugehörigkeit zur Ersten Liga geht.

Jochen Saier, kann es sein, dass es dieses Jahr nicht so kommen wird, dass sich wieder ein finanzstarker Club wie Schalke oder früher Wolfsburg blamiert und hinter dem SC landet?
Ja. Ich würde schon sagen, dass es großen Vereinen wie Wolfsburg nicht mehr passieren wird, dass sie mit einem Gesamtpersonalaufwand von 130 Millionen Euro in der Relegation spielen, wie in den vergangenen drei Jahren zweimal. Auch bei Schalke wird ein 14. Tabellenplatz eher nicht mehr der Fall sein. Sie werden sich eher dort einordnen, wo sie vom Personalaufwand her hingehören.

Und was heißt das für den SC?
Wir sind ohnehin immer am besten beraten, auf uns zu schauen und die Punkte zu holen, die wir brauchen. Dieses Jahr gehen wir davon aus, dass es mehr sein müssen als in der Vorsaison – mit 36 Punkten am Ende acht Punkte Vorsprung auf Platz 16 zu haben, wird so nicht mehr vorkommen.

Schon zum Auftakt präsentieren sich die Bundesliga-Clubs dieses Jahr mit neun neuen Trainern (davon acht ganz neu in der Liga) recht mutig. Sportlich könnte es hoch her gehen… Es wirkt so. Wie es Dortmund mit seinen Transfers macht, ist richtig spannend – was die Liga auch gebrauchen kann, wenn sich jemand offensiv positioniert. Aber auch Gladbach mit einem Trainerwechsel und mit einer richtig guten Mannschaft, wenn sie ihre Qualität gebündelt auf den Platz bringt. Leipzig bleibt stringent auf seinem Weg. Und auch der Blick aufs Ende der Etat-Tabelle ist spannend: Bei Union Berlin wird es ähnlich wie bei uns sehr emotional und dicht im Stadion. Und sie haben transferseitig viel unternommen. Paderborn hat den Weg eingeschlagen, ganz offensiv zu denken und alle Positionen mit Tempo zu besetzen. Das kann durchaus zum Erfolg führen – weil ihnen auch keiner zugetraut hat, so eine Zweitliga-Saison zu spielen und mit einem Personalaufwand von 8 Mio. aufzusteigen. Andere haben das mit mehr als dem Vierfachen nicht geschafft.

Das heißt, die Bundesliga bleibt attraktiv, steht sich aber auf der europäischen Ebene und in ihrer Weiterentwicklung an der Spitze am meisten selbst im Weg?
Das finde ich überhaupt nicht. Die Bundesliga bleibt auf jeden Fall attraktiv, was alle Kennzahlen von den Medienerlösen bis zu den Zuschauerzahlen zeigen. Es geht nicht nur um die Meisterschaft, sondern gleich um mehrere Wettbewerbe innerhalb der Liga, von den internationalen Plätzen über die Relegation bis zum Abstieg.

Der SC Freiburg sollte dieses Jahr vor dem Umzug besser nicht absteigen – oder ist es irgendwie doch der selbe Druck wie jedes Jahr, weil sich Abstiegsangst nunmal nicht steigern lässt…
Ja. Außenrum verändert sich etwas, was wir sicher auch innen spüren. Ich kann aber mit großer Überzeugung sagen, dass auch die Jahre zuvor die Ambition und der eigene Druck im Team und bei den handelnden Personen kaum kleiner waren. Trotzdem ist das Bauchgefühl ganz tief drinnen diesmal minimal anders: Für die Vereinsausrichtung ist es eine entscheidende Weichenstellung. Wenn wir es in den kommenden drei bis fünf Jahren gut hinkriegen, können wir einen richtigen Schritt machen in puncto Stabilität und Vereinsentwicklung. Dass wir mit aller Kraft in eine gute Saison gehen wollen, spiegelt sich ein Stück weit in der Kaderplanung wieder. Weil wir mit Nachdruck versucht haben, die Gruppe zusammenzuhalten und nicht den einen großen Transfer forciert haben. Von daher ist es diese Saison wichtig, aber der Druck war immer da. Du steigst als SC Freiburg nicht mal eben einfach ab, so war es noch nie.

Jochen Saier, Vorstand Sport, seit 17 Jahren für den SC Freiburg tätig. (Foto: SCF)

 Die sportliche Abteilung des SC wird dieses Jahr erstmals nicht die alljährlichen 20 Mio. an Transfer- Einnahmen beisteuern?
Stand heute würde ich es so sehen. Aber ich arbeite im Fußball, wo man nie genau weiß und sagen kann, was morgen ist. Planungsseitig haben wir versucht, es so zu steuern, dass alle, die da sind, am genau richtigen Ort bleiben für ihre nächste Entwicklungsstufe. Wir bieten dafür das sehr gute Umfeld und die perfekte Plattform. In diesem Setting ohne die ganz großen Erlöse haben wir Neuzugänge geholt, die uns weiterhelfen können. Jonathan Schmid, Wooyeong Jeong, Changhun Kwon, Luca Itter – auch das haben wir uns im letzten Jahr erarbeitet, dass so etwas möglich ist.

Luca Waldschmidt dürfte ein schweres Jahr bevor stehen, wenn er seine Europameisterschafts-Leistungen im Club dauerhaft bestätigen will. Oder erlebt er eher eines mit Rückenwind?
Er hat nach der EM frei bekommen und auch im Trainingslager hat er dosiert trainiert. Wir hoffen, dass er die Leichtigkeit  und die Torgefahr aus dem Turnier in die Bundesliga transportieren kann. Wir wissen aber auch, dass der Bundesliga-Alltag komplett anders ist als der EM-Ausnahmezustand, wo er im Flow war. Er ist super-talentiert, bringt ganz viel mit und wir wollen ihn eng und konstruktiv begleiten, damit er sich weiter stabilisiert und die nächsten Schritte macht.

Versucht der Verein sich sportlich etwas höhere Ziele zu setzen?
Das würde ich nicht sagen. Es geht einfach um eine maximal gute Kaderplanung und Struktur. Für uns sind das 80 Prozent der Saison, und trotzdem kann dann noch so viel passieren, was wir nicht beeinflussen können, Verletzungen zum Beispiel. Oder sonstige Entwicklungen, Spielverläufe, die Fußball zu einem brutal volatilen Sport machen. Aber deswegen lieben wir ihn auch so. Hier am Schreibtisch lässt sich das nicht bis ins letzte Detail planen. Aber wir können Voraussetzungen schaffen, mit denen wir glauben, eine gefestigte Truppe zu haben, die auch durch schwierige Phasen gehen kann. Auch wenn es dieses verrückte Spiel namens Fußball bleibt.

Und deswegen tun wir gut daran, uns weiterhin ein wenig demütig und zurückhaltend zu zeigen. Beim Blick auf die vom Etat her etwas kleineren Vereine wissen gerade wir, dass wir es jahrelang geschafft haben, dem System ein Schnippchen zu schlagen und gute Saisons zu spielen. Deswegen werden wir nie auf einen anderen Standort mit ein paar Millionen weniger blicken und sagen: Den lassen wir in der Tabelle hinter uns. Weil jeder über gute Arbeit und eine gute Ausrichtung etwas reißen kann.

Wie findet sich dieses Bewusstsein um die Kaderplanung auch in der Mannschaftstaktik für die kommende Saison wieder?
Wir sind dabei, verschiedene Ausrichtungen und Systematiken einzuüben. Es ist gar nicht gesagt, dass wir im Vergleich zum letzten Jahr viel umstellen. Das Mannschaftsgefüge ist sehr stimmig, wir fühlen uns gut aufgestellt.

Mit dem neuen Stadion suchen 2020 nicht nur die Fans ihren neuen Platz, sondern auch der SC ein wenig sein neues Standing im Profifußball…
In der Außenwahrnehmung wahrscheinlich mehr als in der Innenwahrnehmung. Rein mit Blick auf die 90 Minuten Fußball am Wochenende ist der aktuelle Standort mit Sicherheit kein Nachteil für uns, das wissen wir wohl. Mit allem, was der Standort bringt, der Nähe zum Spielfeld, der Emotion, über die Maße des Spielfelds wurde ja schon genug gesprochen. Und trotzdem ist es 100-prozentig richtig, den Schritt zu gehen, weil hier auf Strecke keine Perspektive für ein gesundes Wachstum wäre. Deshalb müssen wir das Gute von hier mitnehmen und eine neue Heimat schaffen.

Trotzdem wird sich der Blick von außen verändern. Bei Mainz und Augsburg zum Beispiel hat es sehr wohl mit der Infrastruktur zu tun, wie die Vereine inzwischen gesehen werden. Wir werden immer noch betrachtet als sympathischer Bundesliga- Club, der wahrscheinlich absteigt und kein stabiler Standort ist. Rückblickend haben wir jedoch in den letzten zehn Jahren über neun Jahre Bundesliga gespielt. Wir schaffen Voraussetzungen, um den Anschluss zu halten, aber wir haben auch die klare Zielsetzung, Mehrerlöse zu erwirtschaften, die anteilig auch in die Mannschaft fließen. Alles mit Augenmaß, denn auch mit neuer Infrastruktur können wir absteigen, das haben wir erst dieses Jahr bei anderen wuchtigen Standorten gesehen.

Interview: Rudi Raschke

Dieser Text ist einer von zahlreichen aus unserer Titelstrecke zum SC Freiburg im aktuellen August-Heft. Holen Sie sich die neueste Ausgabe, die mit 126 Seiten die dickste ist, die je von netzwerk südbaden erschienen ist. Das Heft gibt es im gut sortierten Zeitschriftenhandel in ganz Südabden oder direkt im Abo.

Total
0
Shares
Teilen 0
Teilen 0
Teilen 0
Tweet 0
Teilen 0
Teilen 0
Unser Podcast

Julica Goldschmidt interviewt Menschen aus der regionalen Wirtschaftswelt.
Unser Newsletter
Facebook
Instagram
LinkedIn
Anzeige
Weitere Beiträge
  • Familie Gupta Firma Joyfill
    Joyfill: Aus einer Nische in die ganze Welt 
    • 19. Dezember 2025
  • NWS Cover 12/2025 Familie
    Dezember-Ausgabe: Familie
    • 12. Dezember 2025
  • Donata Apelt-Ihling
    Am Arbeitsplatz: Donata Apelt-Ihling
    • 4. Dezember 2025
  • Stiens Sporleder
    Das Beste aus beiden Welten
    • 30. Dezember 2025
  • Cover NWS Ausgabe 01/2026 Schwerpunkt Good News
    Januar-Ausgabe: Good News
    • 16. Januar 2026
Anzeige
Abo: Jetzt bestellen
  • Cover NWS Ausgabe 01/2026 Schwerpunkt Good News Netzwerk Südbaden Jahresabo print & digital 90,00 €

    inkl. 7% MwSt.

    Kostenloser Versand

    12 Ausgaben

Verlag

Netzwerk Südbaden GmbH

Bayernstraße 10

79100 Freiburg

Redaktion

Universitätsstraße 10

79098 Freiburg

T 0761 45002800

Services

Abo

Mediadaten

Jobs

Medienpartner
Bundesverband mittelständische Wirtschaft
Freiburger Mittelstandskongress
Marketing Club Ortenau-Offenburg
Netzwerk Südbaden
  • AGB
  • Widerrufsbelehrung
  • Datenschutz
  • Impressum
© Netzwerk Südbaden 2025

Geben Sie ein Suchwort ein und bestätigen Sie mit Enter