ANZEIGE I „Wer es nicht einfach erklären kann, hat es nicht verstanden.“ – Dieser Satz von Albert Einstein hat nach mehr als hundert Jahren nichts von seiner Gültigkeit verloren. Komplexe Sachverhalte einfach und präzise zu erklären, ist und bleibt eine hohe Kunst. Wir haben die beiden Gründer von MIVISiO zum Interview eingeladen und wollen wissen, was MIVISiO eigentlich macht.
Lieber Johannes, lieber Maximilian: Wenn Ihr meinem siebenjährigen Neffen erklären solltet, was genau Ihr macht: Wo würdet Ihr da ansetzen?
Johannes: Ich würde ihm sagen: „Stell dir vor, in einer Fabrik gibt es ein Problem. Eine Maschine macht nicht mehr das, was sie soll – oder es fehlt ein Teil, das man nirgends mehr kaufen kann. Dann kommen wir ins Spiel. Wir schauen uns das Problem an und überlegen, wie man es lösen kann.“
Maximilian: Genau. Wir überlegen zuerst: Was muss das Teil eigentlich können? Wie groß muss es sein? Wie stark? Wie wird es eingebaut? Ausgehend von diesen Fragen entwickeln wir dann ein Konzept bzw. eine Lösung für das Problem
Johannes: Vielleicht kann man es auch mit Folgendem vergleichen: Wenn Kinder etwas aus Lego bauen und merken, dass es noch wackelt, bauen sie es so lange um, bis es stabil ist. Wir machen im Grunde das Gleiche – nur mit echten Maschinen und Bauteilen. Wir probieren aus, verbessern und entwickeln so lange weiter, bis es zuverlässig funktioniert.
Verstehe. Ich musste jetzt sofort an eine alte Druckmaschinen denken, die bei uns in der Druckerei steht: Baujahr 1936, kam bis zuletzt für Blindprägungen zum Einsatz. Inzwischen sind bei ihr aber spezielle Zylinderhalterungen gebrochen. Ersatzteile gibt es keine mehr…
Maximilian: Solche Fälle sind für uns tatsächlich kein Ausnahmefall, sondern eher typisch für den industriellen Alltag. In dem Zusammenhang spricht man von Reverse Engineering. Das bedeutet: Man hat ein Bauteil vorliegen, aber kaum oder gar keine technischen Informationen, Zeichnungen oder Materialdaten dazu. Also muss man sich Schritt für Schritt erarbeiten, wie dieses Teil ursprünglich funktioniert hat – und wie es heute sinnvoll neu ausgelegt werden kann.

Wir erfassen das Bauteil mit hochpräzisem 3D-Scan und digitaler Messtechnik und rekonstruieren das Objekt am Computer, um ein exaktes digitales Modell zu erhalten. Auf dieser Basis können wir die Geometrie sauber nachkonstruieren und die notwendigen Daten für die Fertigung ableiten. Oft drucken wir dann direkt einen Prototypen auf unserem 3D-Drucker. Das geht viel schneller, als wenn man sofort ein Metallteil fräst. So können wir ganz genau testen und prüfen, ob alles passt – und es gegebenenfalls weiter verbessern. Wenn am Ende alles funktioniert und das Teil „serienreif“ ist, kümmern wir uns auch darum, dass es richtig gefertigt wird – egal ob als Einzelstück oder in größerer Stückzahl.
Am Ende geht es nicht nur darum, ein identisches Ersatzteil zu produzieren. Oft ergibt sich die Möglichkeit, Schwachstellen zu verbessern oder Materialien anzupassen. In vielen Fällen bekommt der Kunde also nicht einfach eine Kopie, sondern eine technisch weiterentwickelte Lösung mit erhöhter Lebensdauer.

Einer Eurer Kunden meinte dazu: „MIVISiO hatte sogar Antworten auf Fragen, von denen wir nicht einmal wussten, dass wir sie lösen müssen…“
Maximilian: Ich glaube, er meinte damit auch, dass wir uns selten nur das anschauen, was direkt kaputt oder gefragt ist. Wenn jemand mit einem Bauteil zu uns kommt, dann geht es auf den ersten Blick vielleicht nur um „Das muss ersetzt werden“. Aber wenn man genauer hinschaut, hängen da oft weitere Fragen dran: Warum ist es überhaupt gebrochen? Liegt es nur am Material? An der Konstruktion? An der Belastung im Betrieb? Oder vielleicht daran, dass sich die Anforderungen im Laufe der Jahre verändert haben? Solche Fragen tauchen nicht immer sofort auf – aber sie sind wichtig, wenn man vermeiden will, dass das gleiche Problem erneut auftritt.
Johannes: Und manchmal geht es auch um Dinge, die gar nicht technisch wirken: Wie wird das Teil montiert? Wie lange dauert ein Austausch? Gibt es vielleicht eine Lösung, die sich einfacher fertigen oder schneller beschaffen lässt? Wenn man Projekte isoliert betrachtet, löst man das akute Problem. Wenn man aber ein Stück weiter denkt, merkt man, dass man mit ein paar Anpassungen noch wesentlich mehr bewirken kann. Ich vermute, genau das hat er gemeint – dass wir bei MIVISiO nicht nur reagieren, sondern auch wirklich mitdenken.
Weitere Informationen: https://www.mivis.io/
PR-Dossier: MIVISIO