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Nachhaltige Mode

  • 24. Oktober 2019
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Maria Schorn möchte mit ihrer „Kleiderei“ ein Bewusstsein für nachhaltige Mode schaffen. Fotos: A. Dietrich
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Die Bekleidungsindustrie ist die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland. Sogenannte Fast Fashion stillt den Hunger nach neuem Stoff: möglichst billig, möglichst schnell und stets in Massen. Sauber geht es dabei in vielerlei Hinsicht nicht zu. Die Gegenbewegung: Slow Fashion. Sie will beweisen, dass nachhaltige Mode Zukunft hat. Wer sind Vorbilder in der Region?

VON ANNA-LENA GRÖNER

Diesen Schuh muss sich die Textilindustrie anziehen: sie ist eine der schmutzigsten. Mit jährlich 1,2 Billiarden Tonnen produziert sie weltweit mehr CO2 als alle internationalen Flüge und Kreuzfahrten zusammen (Studie „A New Textiles Economy: Redesigning Fashion’s Future“ der Ellen MacArthur Foundation, 2017). Drittgrößter Verursacher von Mikroplastik darf man sich auch auf die Fahnen schreiben.

Hinzu kommen der Einsatz von Chemikalien, der Gewässern und Artenvielfalt schadet, und der ohnehin immense Wasserverbrauch der Industrie. Ganz zu schweigen von der längst nicht vorzeigbaren sozialen Komponente: Arbeitsbedingungen, Hungerlöhne, Kinderarbeit.

„Wir sehen uns als Teil des Problems und haben die Haltung, dass wir jedoch auch Teil der Lösung sein möchten“, sagt Antje von Dewitz. Dabei ist die Geschäftsführerin der Outdoor- und Sportmarke „Vaude“ mit Sitz in Tettnang am Bodensee weit davon entfernt Teil des genannten Problems zu sein.

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Am liebsten natürlich: Geschäftsführerin Antje von Dewitz ist mit ihrem Unternehmen bestes Beispiel dafür, dass nachhaltige Mode funktionieren kann. Foto: Vaude

Das Bekleidungsunternehmen liefert schon lange Lösungen, von denen sich andere aus der Branche ein großes Stück vom nachhaltigen Stoff abschneiden dürften. Vaude macht seine komplette und komplexe Lieferkette transparent, veröffentlicht einen Nachhaltigkeitsbericht, setzt sich gegen genannte Missstände ein, möchte durch politische Veränderungen eine industrielle Revolution vorantreiben und durch Innovationen die eigene Marke sogar noch nachhaltiger und bewusster gestalten.

„Letzte Maßnahmen waren beispielsweise Fleece aus Holzfaser. Die sind genauso kuschlig und weich wie normale Fleece, aber eben organisch abbaubar in den Weltmeeren. Das heißt, der Abrieb ihrer Fasern beim Tragen oder Waschen trägt nicht zur Problematik von Mikroplastik bei“, sagt von Dewitz.

„Wir forschen und entwickeln auch sehr intensiv Lösungen, um den Einsatz von Rohöl in Kunstfasern zu ersetzen. Wir haben zuletzt eine Fahrradflasche aus Zuckerrohr oder eine Jacke aus Rizinusöl auf dem Markt gebracht.“ Aus diesen Rohstoffen wird biobasierter Kunststoff gewonnen.

Trend schlägt Moral Ein Schritt in die richtige Richtung sei auch die Einführung des „Grünen Knopfes“, ein staatliches Textilsiegel, das am 9. September von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vorgestellt wurde. Es prüft 46 nachhaltige Sozial- und Umweltstandards.

Dabei werden ganze Unternehmen und nicht nur ihr Vorzeigeprodukt unter die Lupe genommen. Der „Grüne Knopf“ gibt dem Verbraucher Auskunft über Herstellung und Produktion. Er soll Orientierung in den Textil-Siegel-Dschungel bringen und durch strenge, regelmäßige Kontrollen verlässlich sein.

90 Prozent der Vaude-Bekleidung trägt bereits den Knopf. „Noch wichtiger wäre mir aber, dass durch ein Lieferkettengesetz ökologische und soziale Mindeststandards für alle Unternehmen festgelegt würden. Das ist allerdings, trotz großen Engagements des Entwicklungsministers in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu erwarten.

„Wir brauchen noch viel mehr Mitstreiter, damit sich wirklich etwas bewegt“, Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude.

Da ist der Widerstand zu groß“, sagt von Dewitz Noch immer hat faire Mode einen peinlich geringen Marktanteil von zwei Prozent weltweit. Laut „Statista“ wurden im vergangenen Jahr in Deutschland etwa 146 Millionen Euro mit Fairtrade-Textilien erlöst (Zum Vergleich: der Umsatz der Deutschen Bekleidungsindustrie lag insgesamt bei sieben Milliarden Euro). Noch immer schlagen Trend und Preis die Moral der Käufer.

Fast Fashion, angeführt von Modemarken wie H&M und Zara geben Trends vor, liefern bis zu 24 Kollektionen im Jahr. So wird Mode zur Wegwerfware. Aber immer mehr Labels positionieren sich. Auch die Zahl der Leihplattformen und Second-Hand-Mode wächst.

In Freiburg hat im Juni die „Kleiderei“ im Stadtteil Stühlinger eröffnet. Hier wird Second-Hand-Mode verkauft, aber auch im Abo angeboten. Für 29 Euro im Monat können Kunden bis zu vier Teile gleichzeitig ausleihen und diese so lange behalten, wie sie zahlendes Mitglied sind.

Inhaberin Maria Schorn möchte mit ihrem Laden mehr Bewusstsein für einen nachhaltigeren Umgang mit Bekleidung schaffen. „Bei den aktuellen Diskussionen zum Klimawandel kommt die Bekleidungsindustrie oft zu kurz. Dabei muss sie einen großen Beitrag leisten, um ein Umdenken anzuregen“, sagt Schorn.

Etwa 30 Abonnenten zwischen 18 und 72 Jahren hat die Kleiderei. Da muss noch mehr gehen. An den Stangen im Ladengeschäft in der Klarastraße hängen Modeschätze aus der Vergangenheit, neue Ware von nachhaltigen Labels wie „Armed Angels“, „Shipsheip“ oder „Saint Mignar“, aber auch Getragenes von bekannten Fast Fashion Marken. „Es geht ja darum, den Lebenszyklus dieser Kleidungsstücke zu verlängern“, sagt die 32-Jährige.

Weitertragen statt wegwerfen

Das ist auch das Motto des Second-Hand-Onlineshops „Oma Klara“ mit Sitz in Waldkirch. Seit 2014 sucht Gründerin Mona Schütt in den Kleiderschränken älterer Damen nach hochwertigen Mode-Schätzen. Für gut ausgewählte Stücke ist die Kundschaft bereit, mehr zu zahlen als im gewöhnlichen Second-Hand-Laden. Qualität-hat-ihren-Preis statt Geiz-ist- Geil.

Zudem ist Mode ein ewiger Wiederholungstäter – davon profitiert das „Oma-Klara“-Konzept. „Wir haben früh gemerkt, dass Kundinnen bewusster konsumieren möchten“, sagt die 36-Jährige. „Gerade in den vergangenen Monaten entwickelt sich das immer mehr, wir sehen das unter anderem an unserer wachsenden Social-Media-Community.“

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Mona Schütt wühlt für ihren second-Hand-Onlineshop „Oma Klara“ gerne in
fremden Kleiderschränken. Foto: Guido Schmelich

Die junge Geschäftsführerin besucht im Freiburger Umkreis ihre „Omis“ nach wie vor persönlich, taucht in deren Kleiderschränke und Geschichte ein, notiert sich bei einer Tasse Kaffee die Stories zu den Stücken, die später auch dem Käufer übermittelt werden. Zeit spielt eine große Rolle, es ist Slow Fashion in seiner wohl reinsten Form.

„Die Kunden kaufen bei ‚Oma Klara‘ Mode aus einer Zeit, in der man den Begriff ‚Fast Fashion‘ noch nicht kannte und noch viel Wert auf Qualität und gute Verarbeitung gelegt wurde“, sagt Schütt. Emotional, sozial und nachhaltig, das schafft „Oma-Klara“.

Wie schnell faire Mode und nachhaltige Konzepte den Weg in unseren alltäglichen Kleiderkonsum finden werden, bleibt abzuwarten. Klar ist: es tut sich etwas. Und die langsamen Vorreiter der Revolution setzen selbst große Textilunternehmen immer mehr unter Druck. Am Ende hat der Konsument die größte Macht, die sollte er nutzen

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