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  • Bildung 02/2021
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Professorin Barbara Di Ventura an der Uni Freiburg: Gegen Krebs, für Gleichstellung

  • 17. Februar 2021
Forscherin an der Uni Freiburg
Forschungsgruppenleiterin Barbara Di Ventura lässt sich von einem Masterstudenten im Labor Ergebnisse zeigen (Foto: ZVG/ Uni Freiburg, Jürgen Gocke)
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Nur jede vierte Professur an einer Hochschule ist von einer Frau besetzt. Die Gleichstellung von Mann und Frau ist auch in der Wissenschaft Thema. Die Biologin Barbara Di Ventura von der Uni Freiburg, die für ihre Krebsforschung gerade eine der renommiertesten Förderungen in Europa bekommen hat, hofft auf Veränderung.

VON DANIEL RUDA

Barbara Di Ventura erinnert sich noch gut an die Anfangszeiten ihres Studiums Ende der Neunziger in Rom. Ingenieurin wollte sie werden, Mathematik lag ihr schon als Schülerin sehr. Da saß sie also als junge Frau im Hörsaal, bis auf wenige Studentinnen nur männliche Kommilitonen um sie herum. Vorne stand der Professor und sagte ziemlich offen, dass sie als Frau in diesem Setting schon dreimal so viel Leistung zeigen müsste.

Lange her. Die 44-Jährige ist nicht nur Ingenieurin, sondern auch noch Biologin geworden. Professor Doktor. „Ich wollte mich immer beweisen“, sagt Di Ventura beim Zoom-Gespräch im Homeoffice, das spontan an einem frühen Morgen vor Uni-Terminen und Homeschooling zu Stande kommt. Anfang Dezember wurde ihr Antrag für eines der renommiertesten europäischen Forschungsförderungsprogramme bewilligt – den sogenannten ERC Consolidator Grant. Di Ventura erzählt amüsiert, wie sie im Sommer das Vorhaben einem Gremium vorstellte, im abgeschlossenen Büro vor dem Laptop statt auf einer Tagung in Brüssel. Corona eben. Vier Monate später kam dann die Zusage: „Das ist eine große Sache für mich.“

Zwei Millionen Euro für ihre Krebsforschung

Für die nächsten fünf Jahre bekommt sie nun vom Europäischen Forschungsrat zwei Millionen Euro für ihr Vorhaben, auf der Basis von Methoden aus der synthetischen Biologie eine neuartige Krebstherapie zu entwickeln. „Diese soll nur in den Krebszellen selbst wirken und nicht im ganzen Körper“, bricht es die Forscherin herunter. Während des detaillierten Erklärens, wie etwa Netzwerke aus synthetischen Proteinen zusammengesetzt und Lichtsignale in Zellen gesteuert werden, wechselt sie mit ihrem italienischen Akzent immer wieder kurz ins Englische.

Eine neue effiziente Therapie mit weniger Nebenwirkungen wie etwa Haarausfall, das sei das Fernziel des Ganzen. Klinische Studien, die dem Konzept ähneln, das Di Ventura zu entwickeln plant, werden derzeit in den USA und Australien durchgeführt. In Europa ist sie nun als erste damit befasst. Wenn es gut geht, könne sie sich auch vorstellen, dass es in ein Start-up mündet. Aber das ist noch sehr weit weg.

Di Ventura, die seit rund vier Jahren an der Uni Freiburg als Professorin für biologische Signalforschung tätig ist und aktuell eine Forschungsgruppe von zwölf Leuten leitet – mit dem im Sommer beginnenden geförderten Projekt kommen noch fünf weitere hinzu – ist eine von 94 Professorinnen an der Uni. Bei insgesamt 331 Professuren liegt die Frauenquote damit bei 28,4 Prozent. Das ist ein wenig höher als der Schnitt im Land (rund 23 Prozent), und im Bund (rund 25 Prozent). Nur jede vierte Professur wird von einer Frau belegt.

„Ich würde mir wünschen, dass es mehr Wissenschaftlerinnen gibt“

Barbara dii ventura

Dabei macht das weibliche Geschlecht rund die Hälfte der Studierenden aus. Und die sogenannten Grants, von denen es aktuell 27 an der Uni gibt, gehen auch zu knapp 50 Prozent auf das Konto von exzellenten Forscherinnen. Barbara Di Ventura ist eine davon.

„Ich würde mir wünschen, dass es mehr Wissenschaftlerinnen gibt“, sagt sie und nimmt ihre eigene Forschungsgruppe als Beispiel. In der zwölfköpfigen Gruppe findet sich nur eine Doktorandin, „leider leider“. Nur wenige Absolventinnen machen sich nach einer Doktorarbeit weiter in Richtung Post-Doc auf und trauen sich, Gruppenleiterin zu werden, ist ihr Eindruck. „Vielen denken, sie müssen sich zwischen wissenschaftlicher Karriere und dem Wunsch nach Kindern entscheiden. Es geht aber beides, auch wenn es nicht einfach ist“, sagt die Mutter eines Zwölfjährigen. Hinzu komme, dass sich gerade in den Bereichen Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, den sogenannten Mint-Fächern, per se wenige Studentinnen finden. Deshalb: „Wir müssen schon den Mädchen vermitteln, dass sie auch in diese Richtung gehen und das schaffen können.“

Gerade wenn Sie mit jungen Wissenschaftlerinnen zusammenarbeite, werde in ihr die Mentorin wach, erzählt die Italienerin. Als Mitglied von Gremien der Uni sehe sie auch, dass das Thema Gleichstellung in der Uni ernstgenommen werde. „Es wird aktiv nach Wissenschaftlerinnen gesucht, die Uni bemüht sich da wirklich, das muss ich sagen“.

Auch der neuen Rektorin Kerstin Krieglstein ist das Thema ein Anliegen. Der Anteil der Professuren, die mit Frauen besetzt sind, soll unter ihr weiter steigen. „Um Frauen für eine Karriere in der Wissenschaft zu gewinnen, gelten vor allem drei Instrumente als zeitgemäße Standards: Mentoring- und Coaching-Programme sowie gezielte Unterstützung zum Beispiel zur wissenschaftsnahen Vereinbarkeit von Beruf und Familie etwa durch flexible und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote“, sagt die neue Rektorin zur Thematik, auf die sie regelmäßig angesprochen wird.

Rektorin Krieglstein und das Thema Frau-Mann

„Das größte Problem ist aus meiner Sicht immer noch das in unserer Gesellschaft verankerte Vorurteil, dass Frauen im Spannungsverhältnis von beruflicher Qualifikation und Familienbetreuung der Bestenauslese nicht genügen würden“, sagt Krieglstein weiter. Es sei daher wichtig, Umgebungen zu schaf- fen, in denen das Kriterium Geschlecht die Auswahl immer weniger beeinflusse.

Ein anderes großes Problem im Kontext Frau-Mann ist auch die sogenannte Gender Pay Gap. Wie Daten des Statistischen Bundesamtes aus den vergangenen Jahren zeigen, verdienen weibliche Professorinnen im Schnitt wohl deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. In der höchsten Besoldungsstufe (W3) sollen es im Schnitt bis zu 690 Euro pro Monat sein. Ob dem wirklich so ist, und woran das liegt, das soll nun untersucht werden.

In der neuen Hochschulfinanzierungsvereinbarung des Landes, die in diesem Jahr einsetzt und für fünf Jahre gilt, haben sich die Unis verpflichtet, dafür Daten zur Verfügung zu stellen. Sollten die Ergebnisse strukturelle Benachteiligungen für Frauen ergeben, werde die Uni Freiburg Maßnahmen ergreifen, um ein mögliches Gefälle bei den Bezügen zwischen den Geschlechtern abzubauen. Gleichheit und Chancengerechtigkeit in der Vielfalt sei für die Uni ein Grundwert ihrer Organisationskultur, „ein Gender Pay Gap wäre für uns nicht akzeptabel“, heißt es aus dem Rektorat.

„Wenn es diese Ungerechtigkeit gibt, macht mich das verrückt“, sagt Barbara Di Ventura. Was für sie als junge Studentin in den Neunzigern galt, habe nicht nur deshalb auch noch heute Bestand: „Frauen müssen tough sein.“

Dieser Artikel erschien zuerst in unserem Printmagazin in der Ausgabe Februar 2021. Hier geht’s zum Abo!

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