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  • SC Freiburg 08/2019
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SC Freiburg: Erschwerte Bedingungen? Wegweisende Veränderungen? Oder wie immer?

  • 19. August 2019
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Was kommt in dieser Spielzeit wirtschaftlich alles auf den Verein zu – als Bundesligist und Bauherr? Oliver Leki, Vorstand Finanzen, Organisation und Marketing beim Sport-Club Freiburg, findet Antworten auf ein paar Thesen.

Es zeichnet sich ab, was es wird, wenn’s fertig ist: Die SC-Baustelle am Freiburger Wolfswinkel. (Foto: Alexander Dietrich)

Stellen wir uns das Ganze in einer Unternehmenswelt fernab des Fußballs vor: Der Betreiber einer nicht näher konkretisierten großen Arena, einer Mehrzweckhalle oder einer sonstigen Veranstaltungsstätte feiert kommendes Jahr Einweihung und hat den Bau perfekt geplant – er kann aber nicht sagen, ob zur Einweihung Bob Dylan kommt oder doch wieder Max Giesinger. Das ist in etwa die Situation von Oliver Leki ein Jahr vor dem Umzug ins neue Stadion des SC Freiburg.

Vom Osten in den Westen, von 24.000 auf fast 35.000 Zuschauer, von der Dreisam Richtung Mooswald: das steht alles fest. Aber halt nicht, ob der Verein im kommenden August beim ersten Ligatermin gegen Borussia Dortmund oder Erzgebirge Aue kickt. Angesichts solcher Unwägbarkeiten schaut es auf der Verwaltungsetage des SC gerade definitiv entspannt aus. Was zu planen war, ist geplant. Der Club hat sich für die Zukunft aufgestellt, auch wenn die Einweihung noch ansteht. Dabei ist das wahrlich keine Saison wie jede andere, in die der Sport-Club geht.

Hinter ihm liegt eine Spielzeit, die für SC-Verhältnisse ruhig war wie ein Abendspaziergang zum Kurkonzert. Noch dazu mit einem Rekordumsatz, der erstmals über 100 Millionen Euro lag. Vor dem Club liegt ein Jahr, in dem er möglichst nicht absteigen sollte, eines, in dem die Fans noch einmal die 65 Jahre alte, inzwischen fast schrullige Spielstätte feiern werden, ehe auch sie nach Westen und in Richtung Zukunft aufbrechen. Möglichst auch in ein weiteres Jahr Bundesliga? Wir hätten da ein paar fragende Thesen, Oliver Leki…

Weil der SC Freiburg diese Saison absolutes Abstiegsverbot hat, verzichtet der Finanzvorstand sogar auf den alljährlichen Transfersegen in Höhe von 20 Millionen Euro.

Leki lacht, sagt etwas von der „Glaskugel“ (die im Fußball immer dann erwähnt wird, wenn jemand sie eben nicht besitzt und sich hellseherisch inkompetent zeigt). Ob der Kader bis zum Start so zusammenbleibt, will er also nicht voraussagen. Aber: „Ich denke, wir wissen, dass es nicht gut wäre, abzusteigen, das gilt für jedes Jahr.“ Dass es dieses Jahr „erst recht nicht gut sei“, verstehe sich da von selbst. Weshalb er aber auch kein Interesse daran habe, den Druck weiter zu erhöhen. Mit ausbleibenden Millionenerlösen oder dem Verbleib von Spielern wie beispielsweise Luca Waldschmidt scheint das für ihn allerdings nicht in Zusammenhang zu stehen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird deutlich, dass ein Abstieg samt Zweitliga-Einweihung unschön wäre, dass der Verein aber klar über diesen Eröffnungstag im August 2020 hinausdenkt.

In Sachen Anwohnerklagen, Planungsproblemen oder Schlechtwettersorgen scheint nicht mehr viel diesen Termin zu gefährden. Aktuell schaut es so aus, als ließe sich die Fertigstellung in ziemlich genau 18 Monaten zwischen Rohbaustart und übernächstem Saisonbeginn realisieren. Die wenig steile These:

Das neue Stadion wird zur Spielzeit 2020/21 in Betrieb genommen und ist dann komplett fertig gestellt.

Leki sagt, dass der Zeitplan nach wie vor „extrem eng getaktet“ sei und nichts mehr dazwischen kommen sollte. „Spielfertig“ solle das Stadion sein, „auch wenn nicht jeder Baum gepflanzt und jeder Weg drumherum fertig sein wird.“

„Spielfertig“ ist der SC abseits der Bauplanung in den Finanzen seit seinen ersten Bundesligajahren anno 1993. Stets etwas angespart, wenn sportliche Rückschl.ge drohten, nie beim Vereins-Personal stutzen müssen, wenn ein Zweitliga-Jahr anstand – und damit auch immer konkurrenzfähig geblieben. Ohne Gefahr, noch weiter durchgereicht zu werden, wie es beispielsweise 1860 München oder Kaiserslautern erging.

Als die 36 Profi-Vereine im Mai 2019 erstmals ihre erweiterten Finanzkennzahlen offen legen durften, enthüllte der SC Freiburg mit 76 Millionen Euro das sechsthöchste Eigenkapital von allen. Nur Gladbach, Leverkusen, Hoffenheim, Dortmund und natürlich die Bayern besitzen mehr.

Selbst wenn Oliver Leki Wert darauf legt, dass in diesem Vermögen mit 30 Millionen Euro auch Spielerwerte inbegriffen seien, schaut das beachtlich aus. Auch, weil der SC Freiburg zur Sphäre des FC Augsburg und 1. FSV Mainz, die er als sein Mitbewerber- Umfeld betrachtet, aufgeschlossen hat, noch bevor er mit dem neuen Stadion wirklich was für die Konkurrenzfähigkeit tut. (Und natürlich auch für eine regelwerks-konforme Spielstätte.)

Seit sechs Jahren an der Spitze des Vereins: Oliver Leki, Vorstand Finanzen. (Foto: SCF)

Angesichts der Kapitaldecke: Das neue Stadion wird nicht in zwei oder drei Jahrzehnten, sondern viel früher abbezahlt sein als es geplant war.

Der Finanzvorstand sagt dazu, dass alle Varianten möglich seien, auch mit Sondertilgungen. „Es ist immer schön, Optionen zu haben. Wir haben eine kerngesunde Finanzstruktur und Reserven für Zeiten, in denen es auch mal wieder schwieriger wird.“ Auch wenn mittlerweile die meisten Erstligisten mit Jahresüberschuss abschließen, beim SC waren es zuletzt 11 Millionen Euro vor Steuern, sind dies Reserven, um die mancher den Club beneidet.

Die Berliner Hertha zum Beispiel, in die der einstige Jungunternehmer Lars Windhorst gerade 125 Millionen Euro für 37,5 Prozent der Anteile gepumpt hat. Um später in einem weiteren Millionengeschäft knapp die Hälfte der Anteile des Bundesliga- Clubs mit der schlechtesten Bilanz übernehmen zu können.

Unter Investoren-Wettbewerbsbedingungen wird es für den Sport-Club auch mit neuem Stadion immer schwerer.

„Natürlich wird es dadurch schwerer“, sagt Oliver Leki, dies lasse sich aber nicht verhindern oder beeinflussen. Die Berliner nutzten ja bestehende Möglichkeiten aus, der Deal sei mit der „50+1“Regel, die eine Mehrheit an Vereinsanteilen bei einem Investor (noch) verhindert, „im Rahmen des Zulässigen“. Leki sagt, er wolle sich nicht anmaßen, hier andere Clubs zu bewerten, er sagt aber auch, dass der SC sich dafür einsetzen wird, dass 50+1 unverändert bleibt. Hintergrund ist das Hufescharren einiger Spitzenclubs, die englischen Verhältnissen nicht abgeneigt wären: Zusätzlich zu den rund 50 Prozent höheren TV-Erlösen sind auf der Insel auch kaum Grenzen gesetzt, was einen Club-Besitz durch Aktionäre, Unternehmer, Oligarchen oder Scheichs angeht.

Stichwort Wettbewerbsfähigkeit: Der Sport-Club hat bisher keine Angaben gemacht, welche Mehrerlöse er durch den Neubau generieren wird. 2000 statt 1200 sogenannte VIP- und Business- Sitze, 20 statt null Logen, eine deutlich gesteigerte Zuschauerzahl bei höherem Sitzplatzanteil, das sollte sich rechnen.

Lag der SC Freiburg beim Ticketing bisher bei etwas über 10 Millionen (ohne Sponsoring) Euro in einem Bundesligajahr, wird sich dieses Ergebnis vermutlich um 50 Prozent verbessern. Eher mehr.

Erstaunlicherweise hat der Verein nie darüber gesprochen und tut es auch ein Jahr vor der Einweihung noch nicht. „Das wird maßgeblich von der Auslastung abhängen“ sagt Leki, aber er geht ja selbst davon aus, dass diese weitgehend mit einem „ausverkauft“- Schild einhergeht. „Wir können 10.000 Plätze mehr verkaufen“, sagt er über die gegenwärtige Begeisterung in der Region für den SC und sein neues Stadion. Statt wie üblich 3000 bis 4000 mehr Anfragen für die aktuell 15.000 Dauerkarten hätte der Club diese Saison 9000 mehr Saisontickets zuteilen können. Auch das Gefühl, dass – Konjunkturprobleme hin oder her – nahezu jedes Unternehmen am neuen Standort werben mag, täusche nicht.

„Es ist aktuell so, dass nahezu jeder bestehende Partner mit ins neue Stadion gehen wird und wir ganz viel Nachfragen von Unternehmen haben, die bisher noch nicht engagiert waren“. Der SC brauche eine breite Sponsorenbasis, es solle aber auch in Zukunft so sein, dass sich die Leute einfach „wohlfühlen“ beim Verein. Das ist jetzt ein Begriff, der zwar sehr ins Südbadische passt, aber nicht unbedingt ins Weltbild eines Bundesliga- Bosses. Der SC wird genau diese Gefühligkeit aber brauchen, wenn er die Menschen dauerhaft und nicht nur die ersten vier, fünf Jahre für das neue Stadion begeistern mag.

Zumal ja auch die Fußballbegeisterung im gesamten Land bald ein wenig bröckeln könnte. Nicht nur, weil sie kaum mehr steigerbar ist. Sondern auch, weil es der gemeine Kick-Funktionär außerhalb Freiburg den Fans zunehmend schwer macht: Schräge Wettbewerbskreationen und Anpfiffzeiten, das Gefühl, als Anhänger finanziell ausgespresst zu werden und schließlich noch der (kartellrechtlich bedingte) TV-Frust, dass man seit vergangenem Jahr zwei Bezahl-Abos abschließen muss, um alle Spiele seines Clubs zu sehen. Was übrigens nur noch 80 Prozent aller Anhänger auf einem klassischen TV-Gerät tun.

Wenn 2020 die Rechte ab der Saison 21/22 verhandelt werden, wird es erstmals weniger Erlös geben als zuvor.

„Dieser These würde ich widersprechen“, sagt Leki. Er verweist auf das hohe Niveau, was die Ligen in der ganzen Welt angeht. Auch wenn das „Drumherum an Wettbewerben auf europäischer Ebene“ sich nicht so entwickeln sollte, „dass die Bundesliga in den Hintergrund gerät“. Aktuell erlösen die erste und zweite Liga 1,16 Milliarden Euro, pro Jahr. Über vier Jahre werden die Verträge jeweils ausgeschrieben, die aktuelle Rechteperiode legte um 85 Prozent gegenüber der vorigen zu. Beim SC Freiburg geht man angesichts der Begeisterung für die Bundesliga davon aus, „dass wir das Niveau zumindest halten können.“ Allerdings schließt auch Leki eine sprunghafte Steigerung wie letztes Mal aus.

Die Rechtevergabe organisiert in einer klugen Matrix, die alle Verwertungsszenarien berücksichtigt, Liga-Chef Christian Seifert, als gebürtiger Rastatter ebenfalls ein Badener. Seifert kann ohne Zweifel als einer der klarsten und zupackendsten Manager des Landes bezeichnet werden. Einer, dem man die Rettung von VW, Bahn und Berliner Flughafen zutrauen mag. Erst kürzlich hat er bei einer Breisgau-Visite den Sport-Club dafür gewürdigt, dass er an der Spitze stehe wenn es um die Relation von Geldeinsatz und Ergebnissen gehe. Jetzt kann es gut sein, dass einer seiner ehrenamtlichen Stellvertreter aus der Riege der Vereine demnächst aus Freiburg kommt.

Oliver Leki kandidiert im August für einen Platz im DFL-Präsidium, als zweiter Stellvertreter. Das ist weniger dem nächsten Karriereschritt geschuldet, sondern der Möglichkeit, auch die kleineren Vereine zu vertreten.

Leki spricht von der sehr klaren Haltung des Vereins zu jenen Grundsatzthemen, die „wegweisend“ auf der Agenda stehen: „50+1 und die Beteiligung von Investoren, Wettbewerbsfähigkeit und Verteilungsgerechtigkeit, aber auch das Bekenntnis zum Verbund der 36 Proficlubs werden uns beschäftigen“. Deshalb habe er entschieden, sich aufstellen zu lassen, als er vorgeschlagen wurde.

Alles in allem bleibt festzuhalten: Für den SC wird es ein richtungsweisendes Jahr, auch, was seine Rolle im deutschen Fußballsport angeht. Emotional wird das ohnehin ein Ausnahmetrip, aber auch wirtschaftlich dürfte es erneut ein markantes Jahr werden. Wenn alles gelaufen ist, wird der Sport-Club im Herbst wieder einen dreistelligen Millionenumsatz bekannt geben. Danach wird er ein Stadion in Betrieb nehmen, für das schon vor über 20 Jahren Standort-Ideen in der Region diskutiert wurden. So wird er sportlich ein wenig Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Er wird aber auch finanziell aus der Abstiegszone kommen. Und sich aller Voraussicht nach als Bundesliga-Standort etablieren können. Vor dieser Saison scheinen die eigentlichen Hausaufgaben bereits gemacht, die Sporttasche kann gepackt werden.

Text: Rudi Raschke

Ein kurzer Hinweis zum Schluss: Dieser Text stammt aus unserem aktuellen August-Magazin, das eine große Titelstrecke über den SC Freiburg auffährt. Einen Tag, nachdem das Heft aus der Druckerei gekommen war, kam die Nachricht, dass SC-Präsident Fritz Keller der nächste Präsident des DFB werden soll. Das hat auch uns überrascht.

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