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Das Start-up Cedalo und seine Streamsheets-Software

  • 3. März 2020
„Wir wollen Leuten, die nicht programmieren können, ermöglichen, selbst digitale Prozesse aufzusetzen“, das ist die Idee hinter der Software des Freiburger Start-ups Cedalo.
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Das Freiburger Start-up Cedalo will mit seiner Software namens „Streamsheets“ Industriekunden den Weg ins Internet der Dinge erleichtern. Genutzt wird sie vor allem von privaten Usern, der Download ist gratis.  

Von Daniel Ruda 

Philipp Struß zieht am Monitor einen Datensatz von einer auf die andere Ebene in seiner Software „Streamsheets“. Mit dieser ist das Start-up Cedalo AG vor drei Jahren an den Start gegangen, der 29-Jährige ist Vorstand und einer von fünf Gründern. Im kleinen Büro im fünften Stock eines Bürogebäudes an der Freiburger Bahnhofachse zeigt er am Bildschirm wie es funktioniert.

„Streamsheets“ kommt wie eine Tabellenkalkulation daher. Der Zahlenwert in dem kleinen Feld, wo ihn Struß gerade abgelegt hat, gibt simulierte Live-Werte von einem imaginären Windrad wieder. Der Wert springt hin und her, rasend schnell und ohne Unterlass, als hätte er Aufputschmittel genommen.

Ein paar Spalten darunter legt Struß eine Formel für ein anderes Feld an, das daraufhin heftige Stimmungsschwankungen zeigt und zwischen den Alarmfarben Grün, Gelb und Rot zuckt. Bei Rot – ein vorgegebener Grenzwert wird im Beispielszenario zu stark gerissen – soll eine automatische Alarm-Mail abgeschickt werden, befiehlt er per Formel. Mit ein paar Klicks  zieht er noch andere Werte auf die Benutzeroberfläche, dann noch ein dynamisches Diagramm hier, ein Schaubild da, die Visualisierung des Windrads dort. Am Ende hat er ein übersichtliches Board vor sich, das im Livemodus Daten verarbeitet, analysiert und in Aktionen überführt.

Wie Microsoft Excel mit Aufputschmitteln

„Wir wollen Leuten, die nicht programmieren können, ermöglichen, selbst digitale Prozesse aufzusetzen“, erklärt Struß den Gedanken hinter der Software, die für das Internet of Things konzipiert ist. Darin geht es um die Vernetzung von physischen Einheiten wie etwa Maschinen in der Industrie, sowohl untereinander als auch nach außen mit dem Internet. Fürs Sammeln der Daten sind Sensoren zuständig, für die Verarbeitung wiederum solche Applikationen wie Cedalos Software „Streamsheets“. Die wird seit der Firmengründung 2017 stetig weiterentwickelt.

„In den vergangenen Jahren hat das Thema Internet of Things durch die fortschreitende Digitalisierung an Fahrt aufgenommen“, sagt Struß. So kam auch der Impuls zur Firmengründung, die der erfahrene Software-Unternehmer Kristian Raue und sein Bruder Michael initiierten. Zum Gründerteam zählen noch Kristian Raues Frau Gabriele und Arnd Houben.

Kristian Raue gründete Anfang der Zweitausender das Freiburger Software-Unternehmen Jedox im Bereich Business Intelligence, 2014 verkaufte er seine Anteile und ist nun mit Cedalo im dritten Jahr des neuen Start-ups.

„Nach dem Verkauf der Jedox AG war absehbar, dass als nächstes das Thema ‚Internet der Dinge‘ und ‚Industrie 4.0‘ die ideale Grundlage für eine Neugründung waren“, sagt Raue. In der IT-Welt fänden gerade Umwälzungen statt, ausgehend vom Silicon Valley, die aber in Deutschland noch nicht angekommen seien. „Firmen wie LinkedIn, Uber, Paypal oder AirBnB sind deshalb so schnell bei der Bereitstellung ihres digitalen Angebots, weil sie nicht auf die klassische Client-Server Technologie a la SAP setzen, sondern auf sogenannte Event Streaming Plattformen“, erklärt Raue, und das gelte auch für das Internet of Things. 

Umwälzungen in der IT-Welt, ausgehend vom Silicon Valley, sind in Deutschland noch nicht angekommen.

„Nur auf diese Weise lassen sich die Integrations- und Real- Time Anforderungen im Kontext von Industrie 4.0 im angemessenen Zeit- und Kostenrahmen realisieren“, Technologien wie MQTT oder Apache Kafka geben da den Ton an, „von denen haben aber die wenigsten Unternehmen in Deutschland etwas gehört“. Cedalo will helfen, das zu ändern, und am Ende profitieren.

Im Gründerjahr sei alles zusammengekommen, so Raue: „Auch die finanziellen Möglichkeiten durch den Verkauf der Jedox AG, denn die Finanzierung von Technologie-Start-ups hier in Baden-Württemberg ist normalerweise ein fast unüberwindliches Hindernis“. Es habe sich gelohnt, zieht der 58-Jährige ein Zwischenfazit. Cedalo habe mittlerweile den Break-Even erreicht und kann seine Kosten aus dem Betrieb stemmen. Wirtschaftsingenieur Struß, der während seines Studiums als Praktikant bei Raues damaligem Unternehmen war und ihn so kennenlernte, ist einer von zwei Vorständen (Philip Ackermann ist der andere) und für die konzeptionelle Entwicklung des jungen Unternehmens zuständig, das aktuell zehn Mitarbeiter hat. Vier davon sitzen im Freiburger Büro, der Rest größtenteils in Köln.

Seine Kunden hat Cedalo – der Name könnte für Cellular Data Logic stehen, „aber vor allem klang er gut und war noch zu haben“ – hauptsächlich in der Industrie. In Süddeutschland, auch in Freiburg, gehören Maschinenbauer oder Komponentenhersteller dazu. „Die Komplexität in einem Unternehmen in Sachen Automatisierung kann riesige Formen annehmen. Wir bieten dafür eine Oberfläche, die sehr viele individuelle Prozesse zulässt und einfach zu managen ist.“

Philipp Struß ist Vorstand der cedalo ag.

Die Zahl der Nutzer indes übersteigt die der zahlenden Kunden deutlich. Cedalos „Streamsheets“ ist seit Oktober auch als Open Source-Software zu haben, Anfang Februar ging ein Update der kostenfreien Basis-Software online, mehrere tausend Downloads sind insgesamt bislang zusammengekommen. „Von einer abgespeckten Version kann man da aber nicht sprechen“, sagt Struß und beschreibt, dass zum einen die privaten Nutzer, die die Software zum Beispiel im Bereich Smart Home nutzen können, wertvolles Feedback geben und durch die Open-Source-Bereitstellung zudem die Sichtbarkeit des jungen Unternehmens größer wird. Und potenzielle Kunden können das Produkt bereits in der Praxis testen. Daten sammelt Cedalo so nicht. „Wir bekommen nur mit, dass es einen Download gab, das war’s.“

Die Bedienung ist simpel, sofern man mit Microsoft Excel klarkommt. Einzelne Vorgehensweisen und Formeln sind bei „Streamsheet“s bewusst identisch angelegt wie bei der Mutter der Tabellenkalkulation. Im Vergleich zu Excel laufen bei „Streamsheets“ die Daten aber automatisch ein, auch wenn die Software nicht einmal geöffnet ist. Nach Download funktioniert sie einfach im Browser auf einer Cloud-Basis.

Geld verdient Cedalo mit einer Premiumversion im Abomodell, die bei rund 10.000 Euro pro Jahr beginnt und neben Upgrades für die Kunden aus der Industrie auch den Support und zum Beispiel Schulungen beinhaltet.

Open Space für jedermann, Abo-Premiummodell für die Industriekunden

Zusätzlich ist Cedalo an der technischen Weiterentwicklung des sogenannten Mosquitto Brokers, einer anderen Open Source-Anwendung fürs Internet der Dinge, federführend beteiligt. Den Mosquitto Broker gibt es schon seit zehn Jahren, auch er wird in Sachen Automation an vielen Stellen eingesetzt, zum Beispiel von der Deutschen Bahn in ihren ICEs. Er sammelt Daten und verteilt sie an die richtigen Stellen innerhalb eines abgeschlossenen komplexen Systems. Zu ihm gibt es ebenfalls ein Upgrade in Abo-Form, hier liegt der Einstiegspreis bei 1000 Euro pro Jahr.

„Wir sind momentan noch sehr technisch aufgestellt“, beschreibt Struß den Status quo. Wie für Start-ups üblich, sind die Dienstwege dabei kurz, und die Motivation groß. „Wir haben eine offene und effiziente Unternehmenskultur, dadurch sind wir sehr schnell und gute Ideen setzen sich durch.“ Das Ziel für die Zukunft laute Wachstum, gerade die Bereiche Vertrieb und Marketing sollen so schnell wie möglich breiter aufgestellt werden.

Im kleinen Büro stapeln sich deshalb schon die Kartons. Auf dem Flur, den sich Cedalo mit anderen Unternehmen teilt, wird ein Büro frei.

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