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  • Daheim reisen 07/2020
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Ernst Caravan: Vier Wände auf Rädern

  • 16. Juli 2020
Blick in die Ausstellungshalle: Insgesamt stehen 200 Wohnmobile und Reisemobile, neu wie gebraucht, auf dem Areal von Caravan Ernst direkt an der A5 bei Ettenheim. (Foto: A. Dietrich)
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Das Familienunternehmen Caravan Ernst in Ettenheim vertreibt seit Jahrzehnten Wohnwägen und Reisemobile und spürt durch die Coronakrise eine verstärkte Nachfrage. Dieser mobile Urlaub vermittelt gerade Sicherheit. Ein Besuch in der Ortenau.

VON DANIEL RUDA

Mit dem Wohnwagen im Schlepptau oder gleich in einem Wohnmobil in den Süden fahren. Diese Form des Urlaubs ist je nach Blickwinkel der Ausdruck purer Individualität oder ziemlich spießig.

Für Christian Ernst ist es erst einmal Tradition, „das wird von einer Generation an die nächste weitergegeben“, auch bei ihm war das so. Die Ernsts fuhren schon in den Fünfzigern mit dem Wohnwagen in Urlaub. Vor allem aber sind die vier Wände auf Rädern Geschäft. Der 57-Jährige ist Chef von Caravan Ernst, das traditionelle Familienunternehme aus der Ortenau verkauft seit Jahrzehnten Wohnwägen und Wohnmobile.

Wer auf der A5 unterwegs ist, kennt den Anblick der weißen Flotte direkt neben der Autobahn auf Höhe der Ausfahrt Ettenheim. Rund 200 Fahrzeuge, neu wie gebraucht, stehen hier auf 30.000 Quadratmetern Freifläche und in der 4.000 Quadratmeter großen Ausstellungshalle, in der Christian Ernst coronabedingt auf der anderen Seite einer kleinen Plexiglasscheibe zum Gespräch empfängt. Die Scheibe steht auf einem Campingtisch, die Stühle komplettieren die Garnitur und vermitteln eine etwas obskure Gemütlichkeit in der hell erleuchteten Halle. Im Hintergrund reihen sich Reisemobile aneinander, von denen manche sechsstellige Summen kosten.

„Die flexible Urlaubsform in den eigenen vier Wänden eines Reisemobils, das reizt die Leute spürbar“

Christian Ernst denkt, dass Corona das noch verstärkt

Waren die ersten beiden Wochen nach der Wiedereröffnung noch etwas zurückhaltend, kommen sie hier gerade mit der Arbeit gar nicht mehr hinterher, erzählt Ernst in Monat vier seit Beginn der Coronakrise.

So schlimm die Wochen des Lockdowns auch waren, in seinem Zweig der Reisebranche verspüre er gerade eine Aufbruchsstimmung, und das durchaus im wörtlichen Sinn. „Es kommen deutlich mehr Menschen, die zuvor noch keine Berührung mit dem Thema Campingurlaub hatten.“ Die Verkaufszahlen haben wieder ordentlich angezogen.

„Die flexible Urlaubsform in den eigenen vier Wänden eines Reisemobils, das reizt die Leute spürbar“, sagt Christian Ernst. Ein bisschen verwunderlich sind Verkäufe an unerwartete Neukunden aber schon, beginnen die Preise für ein neues Reisemobil, so werden Wohnmobile eigentlich genannt, doch bei rund 50.000 Euro. Einen neuen Wohnwagen gibt es ab etwa 20.000 Euro. Gebraucht geht es auch günstiger. „Ich habe das Gefühl, die Coronakrise ist für diese Art des komplett unabhängigen Urlaubens wirklich ein Antreiber“, so Ernst. In einem Reisemobil habe man schließlich alles, was man braucht: Warmwasserversorgung, Abwassertank, Toilette, Dusche, Küche, Bett. „Man ist komplett autark unterwegs, das ist für die Menschen gerade jetzt sehr wichtig.“

Geschäftsführer Christian Ernst

Rund 600 Fahrzeuge übergibt Caravan Ernst pro Jahr an Kunden. Der klassische Wohnwagen macht dabei immer noch den Großteil aus, aber der Trend zum Reisemobil nimmt zu – jeder dritte Verkauf etwa ist solch eine kleine Wohnung auf vier Rädern. Die teuersten und exklusivsten davon gibt es in Ettenheim für 150.000 Euro: Dann hat die eigene Betriebswerkstatt der gehobenen Grundausstattung eines Modells der Marken Hobby, Laika, Fendt oder Etrusco, die bei Caravan Ernst vertrieben werden, noch einiges hinzugefügt. Viele Fahrzeuge gehen mit ein- oder umgebauten Sonderwünschen vom Hof. Am beliebtesten sind Satelliten- oder Solaranlage, auch eine spezielle Markise ordern viele.

Die Kunden, die vor allem aus Süddeutschland kommen, seien größtenteils in der Altersklasse 50 plus, auch wenn immer mehr junge Kleinfamilien hinzukommen. Neben dem typischen Camper-Ehepaar gebe es aber auch immer mehr wohl- habende Geschäftsleute, erzählt Ernst. „Die schlafen sowieso ständig in Hotels, die haben da im Urlaub keine Lust mehr drauf“, umschreibt er deren Antrieb. Die kaufen sich ein exklusives Reisemobil und fahren einfach los. „Es gibt ja auch viele gehobene Campingplätze, auch Weingüter bieten inzwischen einen Stellplatz für solche Gäste an, die dann zur Weinprobe kommen und im eigenen Bett schlafen können“. Christian Ernst hat viele solcher Beispiele von Kunden parat, gerade mit einem Reisemobil, mit dem man für 24 Stunden auf öffentlichen Flächen parken und darin nächtigen kann, ist die Flexibilität groß. Mit dem Wohnwagen an der Anhängerkupplung ist sowas nicht möglich.

Die Wurzeln des Unternehmens gehen zurück auf den Großvater, der ursprünglich Schwarzwalduhren aus Holz herstellte und in den 50er Jahren nebenbei an einem eigenen Wohnmobil werkelte. In den 70er Jahren schlossen die Ernsts dann den ersten Händlervertrag mit Hobby, der noch heute bekanntesten Wohnwagen-Marke Deutschlands. So nahm es seinen Anfang, die Firma wuchs langsam, vermietete jahrelang auch, spezialisierte sich in den letzten Jahren aber auf den reinen Verkauf.

Natürlich könne auch er nun sein unternehmerisches Leid klagen, das die Coronakrise verursacht hat, sagt Christian Ernst. Schließlich fiel das Verkaufen in den dafür wichtigsten Monaten März, April, Mai komplett aus. Er musste einen Großteil der 35 Mitarbeiter aus Verkauf, Service, Werkstatt und Verwaltung in Kurzarbeit schicken. Minimum zwei Millionen Euro Umsatz fehlen, schätzt Ernst.

„Ich glaube, wir können es schaffen, die Verluste größtenteils wieder aufzuholen“, schiebt er hinterher. Als Unternehmer müsse man immer optimistisch sein, „sonst funktioniert das alles nicht.“ Im vergangenen Jahr betrug der Brutto-Umsatz 13 Millionen Euro, sollte nicht doch noch ein zweiter Lockdown kommen, könnte sich der Schaden in Grenzen halten. Der offene Unternehmer kommt beim Erzählen von einem Detail ins andere und landet schließlich auch bei der Erkenntnis, dass das eigene Familienunternehmen (er leitet es gemeinsam mit seinem Cousin Alexander Ernst, sein Bruder Andreas ist Leiter der Werkstatt, weitere Familienmitglieder gehören zum Team) in den ganzen Jahren so besonnen gewirtschaftet und Gewinne vor allem in das Geschäft und nicht in die Taschen gesteckt habe, dass es eine solche Krise mit dem vorhandenen Eigenkapital gut überstehen könne. So ärgerlich sie auch ist. Ernst ist froh, dass das Unternehmen von keiner Bank abhängig ist.

Mit Krisenmanagement kennt man sich aus

Mit Krisenmanagement kennt man sich hier in Ettenheim ohnehin aus. Vor zwölf Jahren ging der Firmensitz, damals noch wenige Kilometer entfernt an der Bundesstraße 3 gelegen, bei einem Großbrand wegen eines nächtlichen Kurzschlusses in einem Kühlschrank komplett in Flammen auf. Tags darauf mietete sich die Firma in einem neuen Bürogebäude ein.

Die Stadt Ettenheim bot dem geschätzten Traditionsunter- nehmen die Neuansiedlung direkt an der Autobahn an. Das Unternehmen investierte direkt nach dem Brand im großen Stil, damals mitten in der Bankenkrise, und feierte ein halbes Jahr später Neueröffnung. „Der Standort ist für uns ein Segen, hier fahren ja jährlich Millionen von Autos vorbei, und da sitzen auch sehr viele potenzielle Kunden drin.“ Inzwischen ist drumherum ein ganzes Industriegebiet gewachsen.

Nun gehe es erst einmal darum, die Folgen dieser gerade herrschenden Pandemie und des Lockdowns weiter aufzufangen. „Investieren in einer Krise“, sagt Christian Ernst, das Familienunternehmen verfährt weiter so. Gerade wurden die Fahr- zeuge für die kommende Saison bei den Herstellern bestellt, zu denen die Firma in all den Jahren ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut hat. Trotz Corona und den noch ungewissen kommenden Monaten, kleiner ausgefallen als sonst ist die Bestellung nicht. Bei Caravan Ernst setzt man darauf, dass der positive Trend der vergangenen Wochen beibehalten wird. „Die Menschen wollen ihren Urlaub flexibel gestalten können, wegen dieser Krise und ihren Einschränkungen mehr denn je“, sagt Christian Ernst. „Das kommt uns zu Gute.“

Wann er selbst wieder in Urlaub fährt, weiß er nicht. Gerade ist zu viel zu tun. Und dann haben auch erstmal die Mitarbeiter Vorrang. Es gibt welche, die sind seit 40 Jahren im Unternehmen dabei. Das Kurzarbeitergeld stockte das Familienunternehmen auf 100 Prozent auf. Auch das ist Investieren in der Krise

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