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  • Daheim reisen 07/2020
  • Schwerpunkte

Abenteuertourismus im Schwarzwald: In den Seilen hängen

  • 21. Juli 2020
Roter Punkt in der Landschaft: In diesem Hängezelt kann man die Nacht verbringen. Der Fotograf hing bei der Aufnahme an der Zipline. Foto: ZVG
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Auch Abenteuertourismus bietet die Region. Ein Beispiel findet sich im Schwarzwald bei Schiltach. Dort kann man an einer Zipline über die Baumwipfel schweben und auch in luftiger Höhe übernachten.

VON DANIEL RUDA

Mit der Höhe habe ich es eigentlich nicht so“, den Satz höre er ständig, sagt Georg Stefanovic. „Aber Du wirst sehen, die Angst ist gleich verflogen“, ist dann seine Antwort. Die Doppeldeutigkeit der Replik des 50-jährigen Unternehmers, mit dem man schnell beim Du ist, ist da wahrscheinlich kein Zufall.

Stefanovic betreibt im Kinzigtal bei Schramberg die „Hirschgrund Zipline Area Schwarzwald“. Sieben Stahl- seile, fünf davon sind mehrere hundert Meter lang, spannen sich hier über die Landschaft eines Waldstückes von Berg zu Berg. Mit einem Gurtsystem um den Körper geschlungen, hängt man sich mit einer Rolle und zwei Karabinern an das Seil und rauscht startend von einem Steilhang über Täler, Hügel, und vor allem über die Wipfel der Bäume in teilweise über 80 Metern Höhe.

Nervenflattern an einem rund 600 Meter langen Stahlseil in über 80 Metern Höhe

„Wer richtige Höhenangst hat, der macht das nicht mit. Alle anderen haben Bammel, sind aber am Ende glücklich über das Erlebnis“, sagt Georg Stefanovic. In den vergangenen acht Jahren hat er um dieses spezielle Naturerlebnis eine kleine Firma aufgebaut. Fünf Fest- angestellte und dazu ein Pool von etwa 40 Guides, die Gästegruppen auf der rund dreistündigen Tour begleiten, gehören dazu. Stefanovic, der sich in Österreich zum Höhenführer ausbilden ließ, führt die Touren auch selbst. Wenn er am Seil hängt und fährt, Beine angezogen und Arme zum Balancieren zu den Seiten ausgestreckt, sieht das maximal elegant aus.

Man sollte ja vorsichtig sein mit dem Verwenden des Begriffes „Abenteuer“, dem geht es inzwischen fast so wie dem „Kult“. Zu inflationär verwendet, verwässert der Inhalt. Zu dieser Tourismusattraktion passt der Begriff aber wirklich. Es ist eine einzigartige Perspektive auf die Natur, die sich beim Gleiten über die Baumwipfel unter einem auftut, während ordentlich Wind um den ganzen Körper pfeift bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Mit 570 Metern Strecke ist die längste Natur-Zipline Deutschlands dabei. Klammert man sich in den ersten Bahnen mit den Händen noch fast verkrampft an seiner Halterung fest, traut man sich bald dann doch, die Arme als persönliche Mutprobe von sich zu strecken. Das Gefühl, mit flatternden Nerven so am Seil entlangzugleiten: Irre. Anders ausgedrückt: Muss man selbst erlebt haben.

Rund 8.000 Gäste kommen pro Jahr für dieses Erlebnis in den Schwarzwald. Eine Tour, die von einem Guide geführt wird, dauert rund drei Stunden, acht Leute bilden eine Gruppe. Pro Person kostet das je nach Tag um die 44 Euro. „Wenn sich nur eine Person anmeldet, dann gibt es auch eine Einzeltour“, sagt Stefanovic. Der Unternehmer ist wie alle Akteure im Tourismussektor heilfroh, dass der harte coronabedingte Lockdown vorbei ist. Auch seine Zipline war geschlossen, nun sind die täglich sieben Touren von morgens bis abends wie- der bestens gebucht. „Die Leute zieht es raus“, bei der

Der Unternehmer und die Zipline: Georg Stefanovic (Foto: ZVG)

Tour Ende Juni, zu der Stefanovic zum Reden eingeladen hat, ist eine vierköpfige Familie aus Esslingen und ein Pärchen aus Mannheim dabei.

Vor rund 20 Jahren hat er als Selbständiger angefangen, das Erlebnis zum Geschäftsmodell zu machen. Anfangs reiste er mit Gruppen für Canyoning- und Höhlentouren ins Ausland, ehe er zu Beginn der Zweitausender einen Hochseilklettergarten in Schramberg-Sulgen eröffnete. Dorthin kommen vor allem Schulklassen und Gruppen, der Hintergrund ist oftmals ein sozialpädagogischer.

Als ihm der befreundete Waldbesitzer anbot, dass Stefanovic doch auch im Hirschgrund eine touristische Attraktion starten könnte und die Idee der Zipline gleich selbst zur Sprache brachte, „kam eins zum anderen“. Los ging es mit zwei Seilen, die noch vergleichsweise einfach hochzuziehen waren. Bis eine richtige Anlage daraus wurde, dauerte es aber noch ein paar Jahre.

Zum einen brauchte es detaillierte Tüftelarbeit, wo und wie man hunderte Meter lange Stahlseile so durch die Natur spannen könnte, ohne dafür Bäume fällen oder kürzen zu müssen. Es brauchte selbst angelegte Pfade in den steilen Hängen, um vom Endpunkt einer Zipline zum Startpunkt einer anderen zu kommen und vor allem brauchte es behördliche Bau- und Betriebsgenehmigungen, die noch schwieriger zu bekommen waren, weil sich das Gelände über die Grenzen zweier Land- kreise erstreckt. Man gleitet hier zwischen Ortenaukreis und Rottweil hin und her.

Die Mühe war es wert. „Unser Produkt kommt bei den Menschen super an, das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagt Georg Stefanovic. Er hofft, wirtschaftlich mit einem blauen Auge aus der Coronakrise herauszukommen. Bevor es an diesem Tag auf die abschließende Bahn geht, erzählt er noch von einer anderen Attraktion. Ein früherer Tour-Guide von ihm habe in der Nähe noch ein weiteres Stahlseil über ein Seitental gespannt …

Naturträume in einem Hängezelt über den Baumwipfeln in einem Schwarzwaldtal

Stefan Wurft heißt er, auch er hat an diesem Tag eingeladen. Treffpunkt ist ein unscheinbarer Parkplatz. Von dort aus geht es einen ziemlich steilen zentimeterbreiten Pfad entlang nach oben. Unten fließt der Heubach entspannt vor sich hin. Einmal hilft eine breite Holzleiter mit vier Stufen, um vom Wandern nicht kurzzeitig ins Klettern übergehen zu müssen. Der 37-Jährige bleibt stehen und zeigt mit dem Finger nach vorne: „ein Reh“. Dort, wo das scheue Tier gerade entlangspringt, ist das Ziel versteckt. Ein touristischer Geheimtipp, den Wurft hier als Hobby betreibt.

„Ich möchte damit gerne meine Begeisterung für die Natur weitergeben und den Menschen ein Erlebnis ermöglichen“, sagt er. Und wenn man es nicht ohnehin schon wüsste, was er damit meint, wird es einem bei der Ankunft schnell klar. Mitten in der ruhigen Natur an einem Waldhang ist ein kleiner Holzsteg gebaut, der ins Leere ragt. Darüber ist ein Stahlseil über die 150 Meter lange Talschneise gespannt, die an dieser Stelle entspringt. Ein rotes Hängezelt ist daran befestigt, dreifach gesichert mit Karabinern und einer Rolle. „Naturträume“ nennt Wurft das, was er da anbietet: Einen Schlafplatz in 50 Metern Höhe über den Baumwipfeln.

Anders als in der Zipline geht es hier dementsprechend gemütlicher zu. Ebenfalls mit einem Gurtsystem um den Körper steigt man in das Zelt, das man mit einem Seilsystem selbst etwa 40 Meter weit in die Mitte des Tals ziehen muss. Dort hängt man dann und kann von oben auf die Bäume blicken – eine Zipline ist nicht weit entfernt, abends fährt hier aber niemand entlang.

Vor drei Jahren ist der Maschinenbauer mit Hang zur Höhe, der praktischerweise eine sehr beruhigende Art zu sprechen hat, mit der Idee an den Start gegangen. In einem Laden hatte er das Zelt gesehen, die Verbindung zu seiner Zeit als Zipline-Guide hergestellt und einfach mal angefangen, die Idee zu entwickeln.

Abenteuerlicher Gastgeber: Stefan Wurft (Foto: Daru)

Im ersten Jahr hatte er drei Übernachtungen, danach sechs, im vergangenen Jahr waren es dann zehn. Dazu sind noch rund 20 Gutscheine im Umlauf. Von einem Businessplan oder ähnlichem kann hier nicht die Rede sein, es mache ihm einfach Spaß, Gastgeber zu sein. Zwar stecke viel Arbeit drin – an den Hang ist auch noch eine Schutzhütte, ein Toilettenhäuschen und eine Terrasse angebaut, alles mit Holz aus diesem Wald – aber der Erlös sei erst einmal zweitrangig. „Ich möchte, dass die Leute hier eine besondere Zeit verbringen können.“ Mit zwei weiteren guten Jahren hätte er die Ausgaben auch wieder drin. Er werkelt gerade an einem selbst entworfenen Zelt.

Mit dem Waldbesitzer hat er sich darauf geeinigt, dass das Zelt pro Jahr maximal 30 Nächte hängen darf. So werde die

Natur hier nicht sehr gestört. 165 Euro kostet eine Nacht pro Person. Nach einer ausführlichen Einweisung bekommt man einen Satellitennotfallsender, falls etwas sein sollte. Handy- Empfang gibt es keinen. So kann ein abenteuerlicher Tag im Schwarzwald in völliger Entschleunigung enden.

Legt man sich auf den Rücken und mit dem Kopf an den Rand des wirklich gemütlichen runden Zeltes, das mit Schafsfell ausgelegt ist, kann man nachts in die Sterne schauen. Man ist ihnen in diesem Himmelbett gefühlt wirklich ein Stück näher. Bloß nicht nach unten gucken. Oder doch?

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