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  • Sytemwechsel 09/2020

SC Freiburg: Von Südbaden lernen

  • 19. September 2020
SC Freiburg neue Saison
So wollen sie spielen: Blick aufs neue Stadion des SC Freiburg am Flugplatz. Wann es mit Zuschauern eingeweiht werden kann, bleibt offen. Foto: A. Dietrich
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Eine weitere ungewisse Spielzeit beginnt: Nicht, weil man sportlich nicht weiß, wie es ausgeht. Sondern weil inzwischen große Vereine und eine ganze Branche auf dem Prüfstand stehen. Der SC Freiburg wird mehr denn je zum Vorbild.

VON RUDI RASCHKE

Es gibt viele Zitate und Redensarten zum Fußball: die einen werden als grandiose Versprecher von Kickern über Generationen weiterleben („vom Feeling her ein gutes Gefühl“). In anderen preisen richtige Poeten den beliebtesten Sport der Welt: Sie schwärmen von der vielsagenden Lautstärke eines leeren Stadions (Eduardo Galeano) oder den Erkenntnissen über Moral, die uns der Fußball lehrt (Albert Camus).

Oder sie dichten einfach einen alten Schlager um, wie Fans des SC Freiburg in den 90er Jahren: „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben“. Gerade jetzt kommt wirklich vieles neu daher, aber seit diesem Jahr wissen wir: mit dem eisernen Sprichwortschatz des Fußballs schaffen wir es aktuell nicht mehr weit.

Praktisch nichts passt zu einer Spielzeit wie der vergangenen. In der eine Saison erst unterbrochen wurde, dann ohne Fans fortgesetzt und erst im Hochsommer beendet werden konnte, als eigentlich die EM stattgefunden hätte. In der Ersatzspieler mit Masken als Zuschauer die Tribünen belegten. In der man wie beim Dorfjugendkick jedes Wort hören konnte, das sich Spieler und Trainer zuschrien. Nur halt mit 16 Kameras und in HD-Technik für ein immer-noch-Millionenpublikum übertragen.

Mancher Achterbahnfahrer wurde endgültig aus der Kurve getragen

In dieser Corona-Saison zeigten sich die Gegensätze in der Bundesliga deutlicher als sonst. Moderne gegenüber rustikaler Trainingssteuerung, seriöses gegen halbseidenes Wirtschaften, solides Eigenkapital gegen fehlende Reserven – und über allem die Frage nach insgesamt nachvollziehbaren sportlichen Konzepten gegenüber ständigen Planänderungen. Mancher prominente Club, für den die vergangenen Jahre ohnehin schon eine Achterbahnfahrt waren, ist durch die Pandemie so gut wie aus der Kurve geflogen. Für den SC Freiburg war die Saison eine, in der der Verein sich sogar noch stabilisieren konnte.

Ein entspannter Tabellenplatz acht war es am Ende, dank eines panikfreien Geschäftsmodells mit Rücklagen und Erlösen aus guter Aus- und Weiterbildung. Aber auch eine unbeeindruckt ruhige Arbeit an der Zukunft des Vereins, mit dem neuen Stadion im Freiburger Westen.

Das alles lässt sich aus jenen 12 Monaten festhalten, die wir auf unserem August-2019-Titel von netzwerk südbaden noch mit „Keine Saison wie jede andere“ angekündigt hatten. Gemeint hatten wir damals den geplanten Abschied vom Schwarzwaldstadion, gekommen ist alles ganz anders. Aber keine Saison wie jede andere war es auf jeden Fall.

Unsere damaligen Thesen und Fragen zu Ticketing und TV-Erlösen, zu Kaderplanung oder nach oben korrigierten Zielen – sie lesen sich aus heutiger Sicht wie Luxussorgen. Kaum eine Woche vergeht, in der wie in der gesamten deutschen Wirtschaft auch im Fußball ein ranghoher Funktionär davon spricht, dass es kein „weiter so“ mehr geben könne.

Und tatsächlich gibt es angesichts von Vereinen wie Schalke 04, wo wirklich alles falsch gemacht wurde, was falsch gemacht werden kann, auch wenig Bedarf, ein derartiges Geschäftsgebaren in die Nach-Corona-Zeit rüberzuretten. Davon sollte auch die DFL Abstand nehmen, wo in der Ebene unter dem anerkannten Manager Christian Seifert immer noch der eine oder andere Vereins-Bankrotteur Ämter bekleidet.

Auch der Arbeitsalltag der Profis wird sich verändern

Die Veränderungen in der Arbeitswelt haben die Proficlubs erfasst: Nicht nur weil die Fußballbranche, in der sich manche für die Geilsten überhaupt halten, ihrer unstillbaren Gier in diesem Jahr erstmals mit dem Begriff der „Demut“ begegnete. Einem Wort, das im Fußball lange nur in der Welt des Freiburger Gründervaters Achim Stocker zu existieren schien.

Sondern auch, weil sich die Arbeitswelt des Fußballs auf eine Weise verändert hat, bei der Eigenverantwortung, Teamwork oder Regeneration weit mehr in den Vordergrund gerückt sind als in der Vor-Corona-Zeit. Waren Fußballprofis zuvor neben Köchen und Bestattern eigentlich eine der Berufsgruppen, die kein Homeoffice kennt, wurde ihnen jetzt ermöglicht, ihr Training individuell zuhause vor der Kamera abzuhalten.

Was der FC Bayern als „Cybertraining“ im Sinne einer Live-Schalte etablierte, war nichts anderes als Heimarbeit für Kicker. Und die war (auch aufgrund anderer Erfolgsfaktoren) bekanntlich vom Champions-League-Titel gekrönt.

Zum Erfolg des SC trägt bei, dass nicht alle Vereine nach seinem Konzept arbeiten

Mit Hansi Flick hat ein Trainer diesen Titel geholt, der eben nicht nur das bayrische „weiter, immer weiter“ im Blick hatte, sondern wohl auch ein Gespür für Hierarchien, Unaufgeregtheiten und fürs Menschliche im Profi.

Womit wir wieder beim SC Freiburg sind: Ungeachtet dessen, wie die Bundesligisten in die Spielzeit kommen, ob teils mit Zuschauern oder gar nicht, ob mit gerechter Geldverteilung oder eher nicht, ob mit guten Ersparnissen oder dickem Minus – beim Sport-Club wird ebenfalls vieles vorbildlich erledigt, vom menschlichen Umgang mit den Spielern bis zum soliden Haushalten.

Der Verein hat Vorbildcharakter für alle Proficlubs. Und ist damit durchaus in einer zwiespältigen Lage: Denn zum Erfolg des SCF trägt im Wesentlichen bei, dass eben längst nicht alle Vereine der Bundesliga nach ähnlichem Konzept unterwegs sind. Auch in diesem Jahr wird vermutlich wieder ein Großverein mit Problemen unerwartet Rang 16 entgegen taumeln. Und damit schon einen Blick in die darunter liegende Etage werfen, wo sich in der Zweiten Liga viele begegnen, die sich viel zu groß dafür halten.

Es bleibt also fraglich, ob die Bundesliga wirklich einen Neubeginn mit „neuem Fußball“ und neuem Selbstverständnis hinlegt. Das Modell Freiburg hat dagegen seinen Marsch durch die Institutionen im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt: Der Sport-Club ist nicht mehr nur Heimatverein des Bundestrainers Joachim Löw, des dienstältesten Bundesliga-Trainers (Christian Streich geht im Winter in sein zehntes Jahr bei den Profis), des DFL-Präsidiumsmitglieds Oliver Lekis und des Rekordjokers Nils Petersen. Seit vergangenem Herbst „stellt“ er mit Fritz Keller auch den DFB-Präsidenten.

Gleichzeitig ist auch die Basis-Organisation „Unser Fußball“ maßgeblich von Freiburger Fans wie Helen Breit und Manuel Gaber geprägt. Zentrale Akteure des deutschen Fußballs stammen aus Freiburg. Das macht zumindest ein wenig Hoffnung auf eine Wandlung des Spiels zum Positiven. Und auf einen Wandel zu mehr Leidenschaft in einem bisweilen arg unmenschlich betriebenen Sportbusiness.

Das ist jedenfalls einer der Eindrücke, die man als Journalist bei einem der sogenannten „Geisterspiele“ im Schwarzwald-Stadion zum Ende der Saison noch mitnehmen konnte: Zum Coronabedingten „Fußball pur“-Erlebnis mit kontrollierter Ekstase gehörte beim 4:0-Finale gegen Schalke nicht nur ein sehr gut orchestriertes Ensemble auf dem Platz. Sondern am Rand auch der einfühlsame Dirigent Christian Streich, der bis zum Abpfiff trotz hoher Führung und Temperatur motivierte, steuerte, anfeuerte und erklärte.

Drei Reihen direkt hinter Streich saß die fossile Schalker Vereinsführung in weißen Businesshemden und musste hautnah hören und sehen, wie hier ein Gegner alles bietet, was dem eigenen Club abgeht. Einer der konsequenten Ratschläge von Freiburgs Trainer für sein Team lautete: „Nur Euer Spiel!“ In diesem Sinne: Auf ein Neues.

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