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Interview: Unternehmer Michael Faller

  • 21. Dezember 2020
Michael Faller von Faller Packaging
Vorzeigeunternehmer: Michael Faller hat sein Unternehmen bereits 2019 neu ausgerichtet. Foto: ZVG
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Michael Faller leitet gemeinsam mit Daniel Keesman das Familienunternehmen Faller Packaging mit Zentrale in Waldkirch und sieben Standorten in Deutschland, Dänemark, Polen und Ungarn. Ein Gespräch darüber, was dieses Jahr in einem südbadischen Industriebetrieb mit 1300 Mitarbeitern verändert hat. 

VON RUDI RASCHKE

Wie ergeht es einem regionalen Industrie-Unternehmen, das europaweit Verpackungen für Medikamente herstellt?

Unsere Planbarkeit für nächstes Jahr gestaltet sich schwierig. Wir waren Anfang bis Mitte dieses Jahres sehr stark gefordert von Kunden, die ihre Sicherheitsbestände hochgefahren haben, das gab es auch bei Medikamenten. Für uns lief das auf einem sehr herausfordernden Niveau und mit vielen Wochenendschichten.

Wir mussten schauen, dass wir unsere Lieferfähigkeit aufrechterhalten, was von den Kunden wertgeschätzt wurde. Seit Sommer verzeichnen wir eher eine Delle – weil die Kunden jetzt aus den aufgebauten Beständen leben. Und weil die Nachfrage nachgelassen hat. Masken helfen eben nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen Erkältungen und ähnliches.

Zunächst schien es, als sei Ihr Unternehmen beim Impfstoffthema stark involviert.

Wir hatten auch große Erwartungen, was die Impfstoff-Frage betrifft. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass das bei den Faltschachteln kein so großer Wurf wird. Weil Spritzen eher in 100er bis 200er-Verpackungen verpackt werden, die an Impfzentren und nicht einzeln an Ärzte gehen. Hinzu kommen die Kühlketten bis zu -80 Grad. Anders sieht es bei Packungsbeilagen und Etiketten aus, wo wir mit einem Zusatzgeschäft rechnen. Wenn auch mit geringen Margen.

Sie haben mit guten Zuwächsen, einer Internationalisierung und dem Re-Branding Ihrer Marke die Grundlagen für dieses Jahr bereits 2019 gelegt. Wie wichtig war dies im Nachhinein?

Es war enorm wichtig. Schwer zu sagen, ob wir auch jetzt diese Wege und Lösungen gefunden hätten. Dass wir mit vielen Mitarbeitern, Abteilungen und einer Agentur in Workshops an der Marke arbeiteten, war zentral. Ob die Kommunikation und der Austausch mit Videokonferenzen so einfach gewesen wäre, ist dahingestellt. Deshalb bin ich froh, dass wir diese Arbeit noch davor erledigen konnten. Nichtsdestotrotz läuft so ein Programm weiter.

Die neuen Werte, die neue Vision müssen auch an die Mitarbeiter weitergegeben werden. Auch unser Thema Internationalisierung mit einem Familienunternehmen wie in Ungarn: das sind alles Dinge, die man schlecht über Video machen kann, da braucht es Präsenz. Ich denke, dass die Verhandlungen und die Übernahme sonst nicht so gut geklappt hätten. Der Integrationsprozess danach war nicht einfach. Und doch sind wir auf einem guten Weg.

Wie sehr haben dieses Jahr Logistik und Kommunikation mit Ihren ausländischen Adressen funktioniert – wie sah der geschäftliche Alltag aus? Hatten Sie oft Schweiß auf der Stirn?

Gerade am Anfang mussten auch wir schauen, wie wir mit Einschränkungen in der Produktion zurechtkommen. Ab Februar hatten wir einen Pandemie-Krisenstab, der alle zwei, drei Tage getagt hat, Themen waren: Trennung der Schichten, keine Besuche von Geschäftspartnern, wie geht man bei Maschinenproblemen um etc. Hier hatten wir auch Hektik. Dann kamen die Grenzschließungen. Wir produzieren viel in Polen für westdeutsche Kunden, da wird es schwierig mit 80 Kilometern Stau an der Grenze.

Wie sehr haben Sie dabei Erfahrungen als lernende Organisation gemacht?

Es war agiles Verhalten im besten Sinne. Immer im Schema „Maßnahmen treffen – was sind die Auswirkungen – wieder nachbessern“. Man kann das nicht lernen, weil es so neu und komplex ist, dass sich kein Plan entwerfen lässt.

Hat sich viel im Unternehmen verändert, im Sinne unseres Titels „Umdenken“?

Sicher. Wir hatten uns im Zuge unseres Re-Brandings mit Agilität beschäftigt und hatten Teile der Mitarbeiter auch schon mit den Werkzeugen in Kontakt gebracht. Aber das iterative Vorgehen hatten wir sehr gut lernen können durch diese Herausforderung von außen. Es war eine steile Lernkurve mit Erfahrungen, die mit Sicherheit auch für die Zukunft wertvoll sein können.

In Krisen stecken immer Chancen und Risiken. Für uns war es die Chance nicht wie sonst vorzugehen, mit längeren Zeiträumen und stabilem Umfeld, sondern nicht mehr stabil im Sinne der VUCA-Welt (das engl. Kürzel für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit, d. Red.).

Sind Sie in wesentlichen Dingen auch komplett widerlegt worden – dass Dinge 2020 nicht mehr galten, die 2019 noch standen?
In grundlegenden Dingen sicher nicht. Wir sind als Zulieferer in Pharma und Healthcare in einer stabilen Branche, wo Patienten oder Verbraucher zuletzt sparen, wenn es um ihre Gesundheit geht. Unser Weltbild ist nicht umgeworfen worden, es wird weitergehen. Insofern gehe ich trotz aller Schwankungen davon aus, dass wir im Schnitt auf einem stabilen Niveau weiterfahren werden.

Vor Ihnen liegt der große Ausbau am Standort Waldkirch, wie sehr kamen dabei trotz dieses Jahr „kalte Füße“ bei Ihnen auf?

Tatsächlich nicht. Wir haben an den Plänen festgehalten und bleiben in den Verhandlungen mit der Stadt, was Baurecht etc. angeht. Wir sind in einer Vorentwurfsplanung und sehen einen leichten Vorteil, weil andere Branchen ihre Erweiterung eher zurückstellen. Dadurch ist der Markt im Baugewerbe möglicherweise etwas entspannter. Und wir können vielleicht nicht zehn Jahre warten, aber wenn es ein halbes Jahr länger dauert, ist das kein Drama.

Wie haben Sie als Unternehmer persönlich das Jahr erlebt, wie werden Sie sich in ein paar Jahren jenseits der Pandemie daran erinnern?

Was ich erstaunlich fand, ist, wie ein Virus, das man weder sehen noch riechen noch hören kann, die ganze Welt verändert. Festzustellen, dass eine vermeintliche Sicherheit, die man hatte, gar nicht gegeben ist. Und dass die Welt eine sehr fragile ist. In der plötzlich Dinge auftreten mit einem erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft und das eigene Unternehmen. Wir müssen damit rechnen, dass das so weitergeht. Unsere Planbarkeit wird weiter abnehmen, wir werden in kürzeren Zyklen denken müssen.

Ein bisschen sehe ich die Corona-Krise auch als Lernfeld, was im Klimaschutz noch alles auf uns zukommt. Es wird unbequemer werden, auch wenn man die Auswirkungen nicht so schnell spüren wird. Ich denke, dass wir uns hier erheblich verändern müssen. Corona war mit Blick auf die Klimakrise ein kleiner Vorgeschmack. In zehn Jahren werde ich vielleicht sagen, dass wir erkannt haben, dass wir nicht gegen die Natur leben dürfen.

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