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  • Zeit 03/2021

Konjunkturbarometer Zeitarbeit?

  • 21. März 2021
Zeitarbeit
Produktionen werden hochgefahren. Das benötigte Prsonal liefern oft Zeitarbeitsagenturen. Foto: unsplash
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Was hat das Virus in den vergangenen zwölf Monaten in der Leiharbeitsbranche für Spuren hinterlassen? Und wie blickt man in die Zukunft? Eine Antwort von zwei Betrieben – einem nationalen Player mit Standorten in der Region und einem kleinen privatgeführten südbadischen Unternehmen.

VON ANNA-LENA GRÖNER

Bereits vor der Pandemie sah es für die Zeitarbeitsbranche nicht gerade rosig aus. Seinen Ursprung hat diese Entwicklung vor allem in den im April 2017 erlassenen Leiharbeit-Reformen: das „Arbeitnehmerüberlassungsgesetz“ und die „Höchstüberlassungsdauer“. Was schrecklich klingt, sollte vor allem dem Schutz der Arbeitnehmer dienen und schwarze Schafe im Markt entlarven. Seither gilt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit und eine Zeitarbeitsanstellung von maximal 18 Monaten.

Dass diese Reformen einen Negativtrend auf dem Zeitarbeitsmarkt ausgelöst haben, lässt sich durch Zahlen belegen: seither ist der Höchststand der Beschäftigten dieser Branche laut statistischem Landesamt Baden-Württemberg kontinuierlich zurückgegangen, von 115.700 im November 2017 auf 75.400 im Mai 2020. So niedrig wie zuletzt vor zehn Jahren. Im Raum Freiburg meldete die Branche im Februar dieses Jahres 34,3 Prozent weniger Stellen als noch vor einem Jahr.

Personaldienstleister kämpfen seither vor allem an den Fronten Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Image. Das Virus hat den Kampf härter gemacht. Dass dem so ist, hat sich bei der Recherche zu diesem Artikel herausgestellt: kaum ein Personaldienstleister wollte etwas zu seiner persönlichen Situation sagen. Wer Gutes zu vermelden hat, spricht erfahrungsgemäß gerne darüber.

Gut, wenn auch hart war das vergangene Jahr für die Freiburger Zeitarbeitsagentur „Personal 4U“. „Als eigentümergeführtes, kleines und ausschließlich regional aktives Unternehmen sind wir heute froh, dass wir finanziell keine Probleme bekommen haben, was letztes Jahr zu Beginn der Pandemie so nicht sicher war“, sagt Geschäftsführer Frank Hochländer.

Diese durchaus positive Entwicklung läge vor allem an der schlanken Verwaltung und der Kundenstruktur, die zu 90 Prozent in der Industrie tätig ist. Zudem hätte das Kurzarbeitergeld zwischen Juni und Oktober 2020 die internen Personalkosten entlastet.

Feste Einstellungen sind das Ziel

Trotzdem haben sie alle einen Einbruch erlebt: besonders in den ersten Pandemie-Monaten kam es zu Sofortstornierungen, da Aufträge verschoben wurden und Produktionen stillstanden. „Klar, die Unternehmen haben erst einmal alle ‚externen‘ Mitarbeiter, also Zeitarbeitnehmer, abgemeldet“, sagt Marco Baier, Gebietsleiter der Standorte Freiburg und Offenburg bei der Argo Group (mit deutschlandweit 27 Standorten).

Zeitarbeit in Südbaden

„Wir sind unter anderem dafür da, hohe Auftragsspitzen schnell abzudecken“ Marco Baier, Gebietsleiter bei der Argo Group

„Wir haben hier in der Region das Glück, dass wir und unsere Kunden ziemlich viel im kaufmännischen und im medizintechnischen Bereich unterwegs sind und nicht so sehr in der Automobilbranche, die es sehr getroffen hat.“ Auch die teilweise über zehn Jahre bestehenden Kundenbeziehungen seien ein Vorteil seines Unternehmens.

Trotzdem räumt Baier ein, dass man im vergangenen Jahr zur selben Zeit rund ein Drittel mehr Mitarbeiter in Anstellungen hatte. Derzeit seien es etwa 160, aus der Kurzarbeit seien alle raus. Über den drastischen Personalabbau in der Automobil- und Zulieferindustrie berichtet auch Frank Hochländer.

Eine weitere Herausforderung für sein Unternehmen waren die Mitarbeiter aus dem benachbarten Elsass, immerhin knapp 30 Prozent. „Die erste Welle der Pandemie, bei welcher das Elsass Hochrisikogebiet war, zwang viele unserer Kunden, die Grenzgänger aus den Produktionsbereichen herauszunehmen und pausieren zu lassen“, so der Personal 4U-Geschäftsführer. Für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei es daher enorm wichtig, dass man weiterhin ohne Grenzschließungen auskomme.

Die überwiegende Zahl der elsässischen Mitarbeiter sei seit letztem Herbst wieder bei den Kunden beschäftigt, zum Teil wurden sie sogar übernommen, so Hochländer. Bei der Anstellung seiner Mitarbeiter ist der Agentur-Chef optimistisch und rechnet damit, dass man Mitte des Jahres mit 140 Mitarbeitern wieder auf Vorjahresniveau kommt. Aktuell seien knapp 100 Mitarbeiter an Kunden überlassen, davon 25 Prozent Frauen und 75 Prozent Männer.

Auch positiv, trotz Corona: die Zusammenarbeit mit Kunden aus der Elektronik, der Medizintechnik und mit Pharmazulieferern hätte sich gut entwickelt und insgesamt wurden 2020 immerhin 50 Mitarbeiter in feste Arbeitsverhältnisse übernommen, so Hochländer. „Das ist das langfristige Ziel der Leiharbeit, für Mitarbeiter das Sprungbrett für einen Einstieg in die Unternehmen zu sein“ sagt auch Argo-Gebietsleiter Marco Baier.

Kurze Erscheinung oder langfristige Erholung?

Oft wird die herrschende Situation bei Personaldienstleistern als wirtschaftlicher Frühindikator für alle Branchen gesehen. Wenn’s dort läuft, geht es der Wirtschaft gut und andersrum. Auch wenn Leiharbeit, gemessen an den genannten Zahlen, an Zuspruch verliert, geht der Bedarf an Mitarbeitern auf Zeit aktuell wieder etwas hoch.

„Viele Unternehmen, die letztes Jahr ihre Mitarbeiter freistellen mussten, benötigen nun wieder die Kapazitäten um termingerecht produzieren oder liefern zu können“, sagt Baier. „Hier wird zuerst und vermehrt auf die Personaldienstleistung zurückgegriffen. Wir sind unter anderem dafür da, hohe Auftragsspitzen schnell abzudecken.“ Diese Spitzen würden aktuell vor allem in den Produktionen der Industrie, bei Logistik-Unternehmen, aber auch in den Bereichen Pharma, Medizin sowie Call-Center-Agents und Datenerfasser für den Online-Handel auftauchen.

Marco Baier ist sicher: „Die Gewinner der Krise werden unter anderem wieder die Leiharbeiter sein. Die Erfahrung aus der Finanzkrise 2008/2009 hat gezeigt, dass die Arbeitnehmerüberlassung im Anschluss als einer der Ersten wieder Fahrt aufnimmt. Nicht umsonst wird die Zeitarbeit auch gerne als Konjunkturbarometer bezeichnet.“ Man darf jedoch nicht vergessen: Corona hat viele Stellen gekostet.

Einige dieser „verlorenen“ Stellen werden während aktueller Auftragsspitzen gerne und logischerweise durch Leiharbeit ausgeglichen. Ob solche Besetzungen daher nur von kurzer Dauer sind oder gar in einer festen Anstellung münden und als Barometer für die gesamte Wirtschaftslage gesehen werden dürfen, bleibt abzuwarten.

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