Die Fronten waren lange verhärtet. Doch nun könnte wieder Bewegung in die Entwicklung des sogenannten Europaviertels an der Freiburger Bahnhofsachse kommen. Die Stadt hat einen Mediator eingeschaltet, der zwischen den Eigentümern vermitteln soll. Doch dies reicht vermutlich nicht aus.
Text: Susanne Maerz
Die Mauern beschmiert, der Asphalt aufgerissen, zwischen den Gebäuden wächst Gras, innen stehen einige Stockwerke leer, in der Tiefgarageneinfahrt riecht es streng: Das Carree zwischen Bismarckallee, Friedrich- und Colombistraße erinnert an ein vernachlässigtes Areal ohne klare Besitzverhältnisse und Zukunftschancen im Osten Deutschlands. Hier, im Herzen Freiburgs, sind Geld und Perspektiven vorhanden. Auch einen Vorschlag für ein städtebauliches Konzept gibt es, doch die Interessen sind unterschiedlich, die Gespräche waren lange festgefahren.
Nun hat die Stadtverwaltung einen Mediator eingeschaltet, der zwischen den beiden Haupteigentümern vermitteln soll. Das sind der Freiburger Projektentwickler Hans-Peter Unmüßig und seine Firma Unmüssig auf der einen sowie Walter Erchinger aus Brigachtal bei Donaueschingen mit seiner GBF GmbH auf der anderen Seite. Die derzeitige Situation könne so nicht bleiben, sagt Roland Jerusalem, Leiter des Stadtplanungsamtes. „Das ganze Quartier braucht eine Perspektive für die Zukunft.“ Die Vorgeschichte reicht viele Jahre zurück, füllt Aktenordner und Zeitungsartikel, hat viele Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Mitglieder des Gemeinderates beschäftigt und nicht zuletzt die Eigentümer selbst. WEITERLESEN…