Das deutsch-chinesische Verhältnis ist zu einer Art Gretchenfrage in Wirtschaft und Politik geworden: Wie halten wir es mit dem autokratisch regierten Riesenreich, das zwar nicht mehr das Wachstumswunder der Nullerjahre bietet, aber immer noch einen riesigen Markt? Darum ging es jüngst bei einer Veranstaltung der Kanzlei Advant Beiten in Freiburg.
Text: Kathrin Ermert
Der Chinabesuch des Bundeskanzlers ist schon beendet, das neue milliardenschwere BASF-Werk im südchinesischen Zhanjiang noch nicht eingeweiht, der nächste chinesische Fünfjahresplan steht kurz vor der Bekanntgabe, als die Wirtschaftskanzlei Advant Beiten Mitte März an ihren Freiburger Standort einlädt, um über China zu sprechen. Die Veranstaltung trägt den neutralen Titel „China-Strategie 2026: Partner, Markt, Wettbewerber“, ist inhaltlich aber ein klares Plädoyer für eine Wiederannäherung und ein entspannteres Verhältnis zum Reich der Mitte. Diese Haltung verkörpert insbesondere Keynote-Speakerin und China-Fan Susanne Rademacher. Die Juristin …