Liebe Leserinnen, liebe Leser,
haben Sie die Hitzetage Ende Juni unbeschadet überstanden? Unsere Redakteurinnen sind zumindest tagsüber einigermaßen durch die heiße Zeit gekommen. Denn sie durften bei der Recherche für den Schwerpunkt Labor einige klimatisierte Räume besuchen. Reinräume, Pharmaproduktionen und naturwissenschaftliche Forschungen brauchen konstante Temperaturen, meist 21 Grad, und bieten die Bilder, die wir klassischerweise mit Labor verbinden: weiße Kittel und Masken, Pipetten und Reagenzgläser. Doch einige der Labore und Labs, über die wir in dieser Ausgabe schreiben, arbeiten weder in Räumen noch an Gegenständen.
Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg erforscht beispielsweise auf Versuchsfeldern, wie Nutzpflanzen mit Hitze, Trockenheit und Schaderregern zurechtkommen. Und im Female Leadership Lab engagieren sich gut ein Dutzend Frauen, um weibliche Sichtweisen in Führungsgremien zu etablieren. In anderen Arbeitsstätten – das ist die schlichte Übersetzung des lateinischen Laboratoriums – wird die elektromagnetische Verträglichkeit von unterschiedlichsten mit Strom betriebenen Geräten geprüft und im Dentallabor entstehen Ersatzzähne mit digitaler Technik. Außerdem geht es auf den folgenden Seiten um Pharmaqualität und Molekularküche, Vaterschaftstests und sparsames Duschen.
Ich wünsche Ihnen eine erfrischende Lektüre auch all der anderen Texte in diesem Heft, etwa über den Trossinger Instrumentenbauer Hohner, über strapazierte Stromnetze an sonnigen Tagen, Freiburgs grünes Gewerbegebiet und das wiederbelebte MPS-Studio in Villingen. Kommen Sie gut durch den Sommer.
Ihr Daniel Schnitzler – Herausgeber Netzwerk Südbaden