Nils Cordell (50) ist Inhaber der gleichnamigen Agentur. Er ist zudem Projektleiter und Mitgründer des Euro Dance Festivals und des Line Dance Festivals sowie Initiator des Ladies Only Festivals im Europa-Park. Mit der Cordell GmbH berät er mittelständische Unternehmen in Sachen nachhaltige Eventplanung.
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Wir sind hier in einem von zwei Büros. Das ist der ruhigere Arbeitsplatz: ein helles Zimmer im ersten Stock eines schönen Altbaus im Freiburger Hohlbeinviertel. Wenn meine Mitarbeiterin und ich in Ruhe arbeiten wollen, nutzen wir dieses Büro als Rückzugsort mit Wintergarten und Terrasse. Der andere Arbeitsplatz befindet sich auf dem Gelände der Brauerei Ganter, in den Räumen der Tanzschule Gutmann. Es ist das das Büro für die großen Meetings und für Teambesprechungen. Auf jeden Fall der trubeligere Ort, da ist viel los. Aber das kann ja auch beflügeln.
Erklären Sie bitte kurz, was Sie machen.
Seit 1999 veranstalten wir Events und beraten Firmen und Agenturen vor allem im Freizeitbereich, Tanz und Sport. Ein Fokus unserer Arbeit ist Nachhaltigkeit im Eventmanagement. Zudem organisieren wir mit der Gutmann-Gruppe seit über 20 Jahren Tanzfestivals im Europa-Park. Aktuell entwickeln wir ein B2B-Kongressformat exklusiv für Frauen, das 2027 starten soll.
Clean Desk oder kreatives Chaos?
Sehr clean. Gerade, weil wir den Arbeitsplatz mehrmals die Woche wechseln. Während des Tages kann schon ein bisschen Chaos ausbrechen, aber abends ist auf jeden Fall alles aufgeräumt.
In welchen sozialen Netzwerken sind Sie aktiv und wie nutzen Sie diese?
Einige meiner Kontakte sind noch auf Facebook, das nutze ich ab und an privat. Ansonsten vor allem Linkedin, hauptsächlich für Promotionzwecke und zu Netzwerkarbeit. Allerdings hatte ich zuletzt das Gefühl, dass die Seite immer mehr zur Selbstdarstellungsplattform wird, das finde ich frustrierend. Was dort allerdings noch sehr gut funktioniert, ist die Eins-zu-eins-Kommunikation.
Was macht Ihnen bei der Arbeit am meisten Spaß?
Ganz klar: die Menschen. Ich arbeite gerne in großen Teams, gerade wenn wir im Europa-Park gemeinsam mit der Gutmann-Gruppe mehr als hundert Leute über zehn Tage koordinieren.
Und was mögen Sie am wenigsten?
Wenn schlechtes Wetter eine gute Planung ruiniert.
Wie bleiben Sie an langen Arbeitstagen motiviert?
Ich stehe um kurz vor halb sechs auf und bin oft am frühen Nachmittag fertig – wenn noch viel vom Tag übrig ist, ist das eine sehr schöne Motivation. Das ist vermutlich mein Dorfkind-Gen, ich musste immer schon sehr früh zum Bus. Und je näher eine Veranstaltung rückt, desto mehr ist zu tun, da brauche ich dann gar keine Motivation, das läuft einfach.
Was wollten Sie als Kind werden?
Lego-Designer. Ich hatte sogar während meiner Zivildienstzeit eine Bewerbung bei Lego in Dänemark abgegeben. Das wurde aber leider nichts.
Protokoll: Julia Donáth-Kneer