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Auf einen Espresso mit Peter Gaymann

  • 24. Dezember 2025
Peter Gaymann
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Im Juni ist der Cartoonist 75 Jahre alt geworden, seit fast 50 Jahren lebt er von seiner Kunst. Mehr als 20.000 Zeichnungen sollen im Umlauf sein, über 100 Bücher hat er veröffentlicht. Im Park Hotel Post am Freiburger Colombipark spricht er über seine Anfänge – und über das, was bleiben wird.

Text: Julia Donáth-Kneer • Fotos: Santiago Fanego

Was ist zuerst da, das Bild oder der Witz? In Peter Gaymanns Welt gehört beides untrennbar zusammen. Wir treffen uns in der Lobby des Park Hotel Post am Colombipark, Gaymann übernachtet gerne in dem für seine Kulturliebe bekannten Haus, wenn er in Freiburg ist. Der Künstler ist so eng mit der Stadt geknüpft, dass selbst gute Bekannte vergessen, dass er seit 1986 nicht mehr hier wohnt. Nach Stationen in Rom und Köln lebt er nun mit seiner Frau in Bayern.

Dieses Mal ist das Paar angereist, weil Peter Gaymann am Abend im Dattler Schlossbergrestaurant den neuen Freiburger Marktkalender präsentiert, den er seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Hans-Albert Stechl gestaltet. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Müllheim zur Signierstunde. Dass er bei so etwas persönlich anwesend ist, geschenkt. Im stillen Kämmerlein vor sich hinzuzeichnen, ist nicht sein Ding. Gaymann ist ein Menschenfreund, er liebt die Gesellschaft, gutes Essen, den Wein, die Gespräche. „Man muss nach draußen gehen und Kontakte schließen“, erklärt der 75-Jährige. „Es macht mir Spaß, Leute kennenzulernen. Und das kann ich auch gut.“

Künstlerische Grüße der prominenten Hotelgäste. Auch von Peter Gaymann (oben links)

Diese Gabe war es, die half, aus dem jungen Studenten einen der berühmtesten Cartoonisten des Landes zu machen. Die Kunstakademie hatte ihn nicht aufgenommen, also musste er als Autodidakt auf sich aufmerksam machen. „Ich habe stapelweise Zeitschriften gekauft und Fotokopien meiner Zeichnungen an die Redaktionen geschickt“, erinnert er sich. „Manches kam zurück, anderes wurde veröffentlicht.“ In Freiburg und Umgebung tingelte er durch die Buchhandlungen und bot seine Postkarten an. Hier mal ein paar Mark, dort eine Empfehlung. Er wusste: Es nützt nichts, nur für die Schublade zu arbeiten. „Du brauchst den Mut, den Leuten zu zeigen, was du machst“, sagt er. Das zahlte sich aus: Ein großer Verlag wurde auf ihn aufmerksam, die Postkarten wurden bald millionenfach verkauft, ein Buch folgte aufs nächste. Seine Reihe „Gaymanns tierische Blätter“ in der Badischen Zeitung war ein riesiger Erfolg. Seine Cartoons landeten unter anderem im Zeit-Magazin, in der Bunten und der taz. Berühmt wurde seine Reihe „Die paar Probleme“, die fast 30 Jahre in der Zeitschrift Brigitte erschien.

Heute verdient er sein Geld mit Auftragsarbeiten, mit seinen Büchern sowie mit dem Verkauf seiner Originale, die im Schnitt bei rund 2000 Euro liegen. Außerdem mit dem Merchandising seiner Hühnerkarikaturen und mit Copyright-Rechten, die teilweise lukrativer sind als der Originalpreis des Werks. Immer noch zeichnet er jeden Tag. Er kann gar nicht anders, sein Notizbuch ist stets dabei, schließlich könnte er zu allen Gelegenheiten oder Ungelegenheiten eine Idee haben. „Deshalb liebe ich den Cartoon, weil Ideen so schnell umzusetzen sind“, schwärmt er. Um auf die Anfangsüberlegung zurückzukommen: Manchmal gibt es das Bild, aber die Sprechblase ist noch nicht perfekt. „Dann mache ich zehn Fotokopien und variiere den Text zehn Mal“, sagt er. Sein Anspruch: „Du musst es lesen und sofort lachen. Wenn einer mehr als zehn Sekunden darüber nachdenkt, ist es nicht gelungen.“

Die Ausstellung anlässlich seines 75. Geburtstags im Sommer trug den Titel „Lachen in verrückten Zeiten“, mehr als 11.000 Leute haben sie binnen sechs Wochen gesehen. „Gerade wenn die Welt da draußen so diffus ist, wird Humor wichtig“, sagt Gaymann, dessen Bilder auch bis zum 18. Januar 2026 im Europa-Park zu sehen sind. „Lachen hat eine Funktion. Wer sich amüsiert, kann kein Opfer sein.“ Derzeit ist Peter Gaymann dabei, gemeinsam mit seiner Frau eine Stiftung zu gründen, um seinen künstlerischen Nachlass zu regeln. Dafür werden alle Werke katalogisiert, nummeriert, sortiert – ein immenser Aufwand. „Ich möchte das unter Dach und Fach bringen, damit niemand anders das tun muss, wenn ich nicht mehr da bin“, sagt er. „Ich fühle mich fit und gesund. Aber ich bin 75 Jahre alt und man weiß ja nie.“

Gaymann

Seit 2005 ist Peter Gaymann in zweiter Ehe mit Viktoria Steinbiß verheiratet. Er nennt sie aufgrund ihrer farbenfrohen Kleidung „meine bunte Frau“. Beim Interview sagt sie kurz Hallo und auf das Kompliment der Redakteurin (auf dem Foto links) für ihren knalligen Rock, erklärt sie lachend: „Alle sehen immer nur die Röcke, dabei sind die Strickjacken, die ich trage, selbstgemacht. Dazu kann Ihnen mein Mann noch etwas erzählen.“ Und Gaymann erzählt: Viele Abende verbringe das Ehepaar damit, dass er ihr aus Romanen vorliest, während sie daneben sitzt und strickt.

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