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  • Sytemwechsel 09/2020

Die Pädagogin der Freiburger Fußballschule

  • 29. September 2020
SC Freiburg Fußballschule
Die Pädagogin Carina Hueske kommuniziert oft intuitiv und handelt nach „Bauchgefühl“. Ihre männlichen Kollegen würden eher rational und lösungsorientiert vorgehen, so würde man sich im Job prima ergänzen. Foto: A. Maier
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24 Internatsschüler zwischen 15 und 19 Jahren, alle haben das gleiche Ziel: Fußballprofi werden. Carina Hueske ist für die jungen Männer Bezugsperson, Familienersatz und Mentalcoach – alles abseits vom Platz. Wie es der Pädagogin als einziger Frau im Team der Fußballschule ergeht und warum Alternativen zum Kicken für die Jungs so wichtig sind.

VON ANNA-LENA GRÖNER

„Fußballbegeistert war ich schon immer. Als ich in Freiburg angefangen habe zu studieren und mitbekommen habe, wie der SC Freiburg arbeitet und was er leistet, hat mich das mitgerissen“, sagt Carina Hueske. Sie sitzt auf der Tribüne im Freiburger Möslestadion, es ist ein heißer Augustmorgen, der Rasenplatz wird gerade gemäht und gewässert, unterhalb der Tribüne schwitzen einige Fußballschüler beim Workout.

Insgesamt 165 Jungs von der U12 bis zur U23 trainieren im Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg. Alle träumen von der Profikarriere. Doch nur ein Bruchteil, zwischen drei bis fünf Prozent, schafft den Sprung in den Profi-Kader. Wichtig also, dass die „Jungs“ einen Plan B haben – und einen Schulabschluss. Im Januar dieses Jahres hat die 33 Jahre alte Hueske bei der Fußballschule angefangen. Sie folgte auf Stefanie Nerling, die 20 Jahre als Pädagogin dort arbeitete und zu den Profis gewechselt ist.

Einfach mal Jungs sein

Hueskes Einstieg in den Arbeitsalltag wurde durch Corona erschwert. Für die Fußballschüler bedeutete der Lockdown die Höchststrafe: 12 Wochen ohne Spielbetrieb. Die Sommerferien werden genutzt, um nachzuholen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Markus Kiefer, seit 17 Jahren Pädagogischer Leiter der Fußballschule, ist Carina Hueske dafür verantwortlich, dass die Schüler sich im Internat wohlfühlen. Sie sollen gelegentlich den Druck vergessen, der auf ihnen lastet, einfach mal Jungs sein können und merken, dass sie auch „mit ihrer Persönlichkeit, die sie mitbringen, wertgeschätzt werden“, sagt die Pädagogin.

Die jüngsten Fußballer, die im Internat leben, sind 15 Jahre. Eine Besonderheit der SC-Fußballschule, denn die meisten Bundesligavereine setzen hier früher an. „Uns liegt es am Herzen, die Jungs eher etwas später zu uns zu holen und dafür mit Kooperationsvereinen zusammenzuarbeiten“, sagt Carina Hueske. Für viele der jungen Männer ist die Trennung von der Familie eine Bürde. Umso wichtiger sei daher die Aufgabe der Pädagogen.

Sie sind Ersatzfamilie, Seelentröster, Beziehungsratgeber, werden bei Heimweh, Zukunftsängsten oder Liebeskummer aufgesucht. Aber auch ein kurzer Plausch oder die Lust auf ein Brettspiel führt sie in das Büro der Pädagogen im zweiten Stock des Internats. Dieses wirkt ein wenig wie ein Landschulheim, bei dem die Priorität auf ‚praktisch‘ statt auf ‚schön‘ gesetzt wurde.

Die Räume sind im Inneren der Tribüne des einstigen Mösle-Stadions. Während im unteren Trakt alles Fußball atmet – hier sind die Umkleidekabinen, die Physiotherapeuten und die Trainer untergebracht, außerdem geht es von dort direkt auf die Trainingsplätze – sind im oberen Bereich die Zimmer der Schüler, der Aufenthaltsraum, die Küche und die Pädagogen zu finden.

Familiäre Atmosphäre

Die verhältnismäßig kleine Internatsgröße mit nur 19 Schülern (weitere drei sind in einer WG auf dem Gelände untergebracht, zwei weitere leben in Gastfamilien), die kurzen Wege und die Profis (noch) in direkter Nachbarschaft sind weitere Besonderheiten der Freiburger Fußballschule. „Wir haben in diesem Setting ganz andere Möglichkeiten. Dadurch, dass wir relativ klein sind, ist es viel leichter, eine familiäre Atmosphäre zu bieten“, sagt Hueske.

Im Pädagogen-Büro stapeln sich Spiele und DVDs, ein Sofa steht fläzbereit für ausgepowerte Schüler. Sie können hier jederzeit einfach vorbeischneien. Das passiert meist in den Abendstunden, wenn Training und Schule geschafft sind. „Abends schalten sie eher ab. Dann spielen wir Basketball, schauen einen Film, gehen Eis essen. Solche Situationen müssen wir Pädagogen nutzen, damit sie auch etwas den Kopf frei bekommen.“

Vor ihrem Start in der Fußballschule war Hueske in der stationären Jugendhilfe, wie sie sagt: „eine andere Liga“. Die Internatsschüler seien dagegen brav und hätten viel zu wenig Zeit, um Unfug zu treiben. Nach einem vollgepackten Tag und der Doppelbelastung Schule – Fußball fallen sie abends oft früh ins Bett.

Früh ins Bett statt Rebellion

Fehlt den jungen Menschen dadurch nicht die Rebellion, die in diesem Alter wichtig ist? „Die Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt. Ich glaube, dass es eine Charaktersache ist: nicht für jede Entwicklung ist ein Ausbrechen ausschlaggebend, viele müssen sich daher nicht einschränken. Sicherlich gibt es aber auch diejenigen, die sich zurückhalten und denen das ein wenig verwehrt bleibt.“

Tatsächlich sei sie auch mal froh, wenn die Jungs ihr nicht immer mit vollem Respekt und Höflichkeit begegnen würden, sondern bei den Pädagogen auch das Rebellische rauslassen können. „Das finde ich unglaublich wichtig“, sagt Hueske. Die Jungs bringen viele Opfer, trainieren hart, machen nebenbei an einer der insgesamt vier Freiburger Kooperationsschulen ihren Schulabschluss – die meisten Abitur, da eine Berufsausbildung kaum machbar sei, sagt Hueske.

Ihr falle nur Profi-Spieler Christian Günter ein, der das zuletzt gepackt hat: neben der Fußballschule machte „Günni“ die Ausbildung zum Industriemechaniker. Der heute 27-Jährige hat das geschafft, was hier alle anstreben: er spielt seit acht Jahren bei den SC-Profis. Insgesamt sechs ehemalige Schüler standen am Ende der vergangenen Saison im Profi- Kader des Sport-Clubs. Eine Quote, auf die man in der Fußballschule stolz ist und die zeigt, wie wichtig diese Durchlässigkeit vom Nachwuchs- zum Profibereich für den SC Freiburg ist.

Von der Fußballschule in den Profi-Kader

Seit einigen Jahren ist der ehemalige SC-Profi Julian Schuster als wichtige Verbindungsperson für den Austausch zwischen Fußballschule und Profibereich zuständig. „Austausch“: im Gespräch mit Pädagogin Carina Hueske fällt dieses Wort oft. Gerade in ihrem Bereich sei er unverzichtbar.

Sie besucht die Spiele der Jungs, spricht mit den Trainern, den Physiotherapeuten, den Lehrern, den Familien und natürlich den Jungs selbst, um herauszufinden, „wo wir sie abholen können“ und auf wen gerade ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss. Carina Hueske scheint sich in ihrem neuen Arbeitsumfeld sichtlich wohl zu fühlen. Immer wieder kommen die Spieler zu ihr, haben Fragen oder wollen einfach kurz wissen, wie es geht.

Stellt ihr junges Alter ein Problem dar? „Vielleicht im ersten Moment“, sagt die 33-Jährige. Anfangs sei das möglicherweise ein Abtasten, wenn man sich besser kenne, spielt das keine Rolle mehr. Auch die Tatsache, dass sie die einzige Frau unter 40 Mitarbeitern der Fußballschule ist, stört die Pädagogin nicht: „Vielleicht finde ich es sogar besser nur mit Männern zu arbeiten. Ein Mix ist wahrscheinlich das Beste – der Mix bin jetzt eben ich.“  

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