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  • Sytemwechsel 09/2020

Entscheidend ist neben dem Platz: Über die Polizeiverordnung am neuen SC-Stadion

  • 30. September 2020
Hier gilt’s: Das Areal rund ums Stadion ist Gegenstand von Sicherheitsdebatten. (Foto: A. Dietrich)
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Wenn einmal die Spiele im Stadion an der Messe anstehen, greift auch eine neue Polizeiverordnung. Diese ist nun in der Diskussion und bringt ein altes Dilemma hervor: Im sonst beschaulichen Freiburg ist das Verhältnis zwischen organisierten Fans und Polizei zerrüttet.

VON DANIEL RUDA

Ein bissl Folklore ist ja immer dabei, wenn über den Fußballstandort Freiburg gesprochen wird. Da wo die Fans ihren Verein so gerne haben, dass sie sich einfach freuen, wenn die Mannschaft gut kickt. Wenn sie das so gut macht, dass man sich nicht mal vorm Abstieg fürchten muss, umso besser.

Wenn der SC spielt, dann ist die Stimmung meistens gut, und wenn nicht, dann gilt das zumindest für das kollektive Gemüt. Gellende Pfeifkonzerte im Freiburger Stadion gegen das eigene Team: gibt es nicht. Ausschreitungen und Fankrawalle: erst recht nicht. Das können andere Bundesligastandorte nicht von sich behaupten. Die Freiburger Fanszene gilt als friedlich.

Dennoch hat sich unter den organisierten Fangruppen, die ihre Stehplätze auf der Nordtribüne haben, in den vergangenen Jahren eine schlechte Stimmung breitgemacht. Sie fühlen sich von der Polizei gegängelt und kritisieren schon lange die Art und Weise, wie diese bei Heimspielen auftritt. Willkürlich, mit einer harten und einschüchternden Gangart sollen die Beamten vorgehen, kritisiert vor allem die Freiburger Ultra- Gruppe Corrillos seit Jahren. Man fühle sich als Fan unter Generalverdacht gestellt.

Die Beispiele, die die Fans detailliert dokumentiert haben, sind vielfältig. Einkesselungen oder Beamte auf Polizeipferden, die in eine Gruppe hineinreiten, sind nur zwei von vielen. Vor allem geht es um sogenannte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten, die teilweise in Vollmontur Fans kontrollieren und schikanieren, so der Vorwurf.

Nachdem die Polizei vor ein paar Jahren mehreren Mitgliedern aus der Fanszene Meldeauflagen und Betretungsverbote erteilte, obwohl keine Straftaten vorlagen, kam in der Vergangenheit auch schon aus der Politik Kritik am harten Vorgehen, etwa aus dem Freiburger Gemeinderat.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft ein auf der Nordtribüne des Schwarzwaldstadions hochgehaltenes Plakat mit dem Spruch „Mandic du Nazi, verpiss dich“ in Richtung des rechtsextremen Freiburger AfD-Stadtrats nach dessen Anzeige nicht als Straftat, sondern als freie Meinungsäußerung wertete. Die Äußerung sei „erkennbar eine Reaktion auf das politische Auftreten Mandic‘ im Allgemeinen und im Besonderen auf dessen vorangegangene Ankündigung, das Heimspiel des SC Freiburg besuchen zu wollen“, begründete die Staatsanwaltschaft das unter anderem.

In ihrer Reaktion darauf bekräftigten die Corrillos ihre Kritik an den Polizeibeamten. Die hätten einen Minderjährigen, der das Spruchband hochgehalten haben soll, bei einem Heimspiel Wochen später brutal und ohne Vorwarnung aus einer Menschenmenge herausgezogen und in Gewahrsam genommen. Ein Fan, der das Geschehen filmte, soll von Polizisten gezwungen worden sein, die Aufnahmen zu löschen.

Bei der Polizei wiederum sieht man auf Nachfrage den Fakt, dass es in Freiburg seit Jahren zu keinen Ausschreitungen komme, als Beleg für eine funktionierende Einsatztaktik. „Es hat sich über all die Jahre bestätigt, dass die Linie eine richtige ist“, sagt ein Polizeisprecher, bei einem Weinfest gebe es ja mehr Schlägereien als um ein Fußballspiel in Freiburg herum. Die Kritik aus der Fanszene richtet sich auch immer wieder an Gabriel Winterer, als Chef des Polizeireviers Süd war er jahrelang Einsatzleiter bei den Heimspielen im Schwarzwaldstadion und gilt als Hardliner, der eine „Null-Toleranz-Strategie“ fährt.

Der SC stellt erstmals eigene Hausordnung auf

Dass innerhalb des Schwarzwaldstadions keine Hausordnung des Sportclubs existiert, sondern eine Polizeiverordnung greift, erschwert die ganze Situation eher. Als unflexibel hat auch der Sportclub als Veranstalter die Regelung schon kritisiert.

Das wird im neuen Stadion anders sein, was die Lage entspannen soll. Wenn an der Messe künftig Spiele angepfiffen werden, gilt innerhalb des Stadions eine Hausordnung, die der SC zusammen mit der organisierten Fanszene erarbeitet hat. Eine Polizeiverordnung (auch Stadionverordnung genannt) soll dann vor allem für den Bereich um das Stadion herum gelten, und das Innere eher übergeordnet als detailliert kontrollieren.

„Ich denke, dass wir damit auf jeden Fall einen ganz großen Schritt nach vorne machen, wenn es eine Stadionordnung gibt, für die wir im Sinne einer Hausordnung auch verantwortlich sind und parallel dazu eine Polizeiordnung für das Areal um das Stadion herum erlassen wird“, kommentiert SC-Vorsitzender Oliver Leki. „Die Polizei und die zuständigen Behörden müssen hier entscheiden, was richtig ist und die Politik muss es dann verabschieden. Ich finde, dass es mit einer Zweiteilung gut gelöst ist.“

Von Seiten der Polizei gibt es auf Nachfrage keinen Kommentar zur neuen Verordnung, „weil das Thema sich noch im politischen Entscheidungsprozess befindet“.

Die Polizeiordnung, die die Stadt zusammen mit der Polizeibehörde und dem Sportclub erarbeitet hat, sollte eigentlich Ende Juli in der letzten Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause beschlossen worden. Dazu kam es aber nicht, kurz vor der Sitzung nahm die Verwaltung das Thema wieder von der Tagesordnung. Es war abzusehen, dass der Entwurf unter den Räten keine Mehrheit gefunden hätte.

Die geplante Polizeiverordnung war im Vorfeld in die Fanszene gelangt. Diese reagierte mit einem Brief an einige Gemeinderatsfraktionen, was im Anschluss Änderungsanträge aus den Reihen der Fraktionen Eine Stadt für Alle, SPD/Kulturliste, JUPI, und den Grünen nach sich zog.

Die Polizei und ihr Interpretationsspielraum

Dass manche Formulierungen wie zum Beispiel „Störer“ von der Polizei willkürlich interpretiert werden können, stand unter anderem darin. Es geht dabei auch um scheinbare Kleinigkeiten, wie etwa das Verbot von Glasflaschen rund um das Stadion, was sich aber in der Praxis bekanntermaßen schwierig gestaltet, da viele Fußballfans mit einem Wegbier in Richtung Stadion ziehen. Auch dass sich die Hausordnung des SC und die Polizeiverordnung in manchen Punkten konterkarieren, kritisieren die Fans, etwa wenn es um fankulturelle Dinge wie dem Verteilen von Flyern geht.

In der Folge kam es zu einem seltenen Gespräch zwischen Stadt, Polizei, Verein und Fanszene. Der Entwurf wurde im Anschluss an einigen Stellen nachgebessert, Paragrafen zum Verbot von Diskriminierungen etwa wurden auf Wunsch der Fans verschärft. Zudem soll es einen Evaluierungsprozess geben, mit dem die Wirkung der künftigen Polizeiverordnung nach einem Jahr untersucht werden soll. Fanvertreter sollen daran kurioserweise allerdings nicht beteiligt sein, wenn es nach der Stadt und der Polizei geht.

Ein weiterer Streitpunkt und Inhalt von einem der zahlreichen dennoch gestellten Änderungsanträge ist der Geltungsbereich der Verordnung. Der soll weit gefasst sein und unter anderem auch die Flächen des Wolfsbucks und den Campus der Technischen Fakultät der Uni umfassen – wohl auf deren Wunsch. Die Mehrheit der Gemeinderäte, die Fanszene und auch der Sportclub halten einen kleinergezogenen Bereich um das Stadion herum für ausreichend. In der nächsten Sitzung Ende September sollen die Punkte wieder besprochen werden.

Aus den Reihen des Gemeinderats, sowie aus dem Amt für Öffentliche Ordnung ist immer wieder das Wort „Neuanfang“ zu hören, der an der Messe mit dem neuen Konzept aus Hausordnung des SC und einer Polizeiverordnung gelingen soll.

Dazu könnten auch andere Umstände beitragen. Gabriel Winterer ist seit August Leiter der Führungsgruppe der Schutzpolizeidirektion. Einsätze bei Fußballspielen gehören da eigentlich nicht zum Aufgabenbereich. Zudem liegt das neue Stadion nicht mehr in seinem alten Zuständigkeitsrevier Süd, sondern im Revier Nord. Wie die Einsätze am neuen Stadion einmal koordiniert werden, stehe laut einem Polizeisprecher noch nicht fest. Auf die „Fachkompetenz“ von Winterer werde aber sicherlich zurückgegriffen werden.

Die Fanszene betont das seit Jahren zerrüttete Verhältnis zwischen ihr und der Polizei und hofft auf eine künftige Umsetzungspraxis, die so ist wie die Atmosphäre im Freiburger Stadion: friedlich.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe vom September 2020 unseres Printmagazins

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