Liebe Leserinnen, liebe Leser,
jeden Januar wünschen wir uns ein gutes neues Jahr. Ein besseres als das vergangene, ergänzen manche seit einer Weile. Doch dieser Wunsch scheint vergeblich. Auf die Coronapandemie folgten der russische Angriffskrieg in der Ukraine und damit zerstörte Lieferketten und steigende Preise, der Terror der Hamas und die israelische Verwüstung des Gazastreifens, die Wiederwahl Donald Trumps und seine Zerstörung regelbasierter Ordnungen. Die Wirtschaft stagniert und der Populismus wächst.
Die vielen negativen Nachrichten schlagen uns auf die Stimmung, die längst viel schlechter ist als die Lage selbst. Dagegen wollen wir bewusst angehen, deshalb haben wir das Schwerpunktthema Good News für diese Ausgabe gewählt. Die zurückliegenden Wochen haben es der Redaktion zwar nicht gerade leichter gemacht: Crans Montana, Venezuela, Grönland. Doch es gibt immer noch Lichtblicke im düsteren Nachrichtenwald, gerade in unserer Region. Einige davon finden Sie auf den folgenden Seiten.
Wir berichten zum Beispiel über Genossenschaften, die Gasthäuser retten, und über eine Firma, die in der Krise ein neues Geschäftsmodell entwickelt. Wir erzählen gute Integrationsgeschichten, und alte Unternehmen verraten in unserer Umfrage ihre Erfolgsgeheimnisse. Außerdem geht es um die mediale Logik und die Wirkung schlechter Nachrichten, um Positive Psychologie und um Unternehmen, die sich für Demokratie engagieren.
Jenseits des Schwerpunkts setzen die Artikel über den schwedischen Höganäs-Konzern, der in Laufenburg Metallpulver produziert, und über die Firma Resuscitec, die Spitzentechnologie für die Notfall- und Intensivmedizin entwickelt hat, die positive Berichterstattung fort. Ebenso der Beitrag über die Brüder Jochen und Steffen Isensee, die mit ihrem ersten Kinofilm „Hope“ zeigen, dass sogar im Elend des südsudanesischen Bürgerkriegs Hoffnung gedeihen kann.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen all dieser Good News – und wünsche Ihnen natürlich auch ein gutes neues Jahr. Mit etwas Zuversicht wird es das bestimmt.
Ihr Daniel Schnitzler
Herausgeber Netzwerk Südbaden