• Schwerpunkte
  • Unternehmen
  • Kommunales
  • Bauen
  • Kultur
  • Menschen
    • Am Arbeitsplatz
    • Gut beraten
    • Espresso mit
    • Let’s Talk
  • Podcast
  • E-Magazin
  • PR-Dossiers
  • Über uns
  • Kontakt
  • Jobs
  • Corporate Publishing
  • Mediadaten
  • Magazin
  • Supplement
  • Immobilien
  • Abo
Facebook
Instagram
LinkedIn
Netzwerk Südbaden Logo
Netzwerk Südbaden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Jobs
  • Mediadaten
  • Magazin
  • Supplement
  • Immobilien
  • Abo
Netzwerk Südbaden
  • Schwerpunkte
  • Unternehmen
  • Kommunales
  • Bauen
  • Kultur
  • Menschen
    • Am Arbeitsplatz
    • Gut beraten
    • Espresso mit
    • Let’s Talk
  • Podcast
  • E-Magazin
  • PR-Dossiers
0
  • Unternehmen

Jugend forscht: „Wir sind nicht die einzigen Verrückten hier“

  • 19. März 2026
Jugend forscht
Jung trifft Alt: An den öffentlichen Tagen lassen sich die Besuchenden die Technik erklären.
Total
0
Shares
0
0
0
0

KI für Gehörlose, genmanipulierte Hefe aus dem Supermarkt, Laserschwerter: Solche Projekte zeigen die Teilnehmenden beim Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Die Motivation der Kids ist auch für etablierte Technologie­unternehmen interessant. Ein Rundgang mit offenem Ausgang.

Text: Julia Donáth-Kneer

Große Augen, schwitzige Hände, überall das Geräusch von Trippelfüßen. Ende Februar findet in der Messe Freiburg das Finale des Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ statt. 189 Teilnehmende zwischen 10 und 19 Jahren mit insgesamt 91 Projekten sind am Start. Aufgeregt sind auch die Erwachsenen. Unter ihnen die ehrenamtliche Regionalwettbewerbsleiterin Benita Eberhardt-Lange, die seit über 20 Jahren dabei ist. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen der Sick AG, die im fünfundzwanzigsten Jahr in Südbaden als Patenunternehmen aufritt, der Hamburger Stiftung „Jugend forscht“ und den teilnehmenden Schulen. Eberhardt-Lange brennt für diesen Job. „In der Schule ist Forschung anders. Da kann sie Spaß machen, muss aber nicht“, sagt die Gymnasiallehrerin. „Bei Jugend forscht hingegen sind immer alle mit vollem Herzen dabei. Sie nehmen freiwillig teil, verbringen ihre Wochenenden, teilweise ihre ganze Freizeit, mit ihrem Projekt. Das ist das, was den Reiz ausmacht.“

Die Forschungsprojekte teilen sich in die Fachgebiete Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Physik und Technik auf. Die Sieger der Regionalwettbewerbe schaffen es in die nächste Runde zu den Landeswettbewerben, zuletzt winkt der Bundeswettbewerb. Wer dort gewinnt, dem öffnen sich so manche Türen. Das können Kontakte zu Fachleuten und Unternehmen sein, die den Grundstein für Praktika oder Studienplätze legen. „Aber der Sieg ist auch ein riesiger Pluspunkt im Lebenslauf“, sagt Eberhardt-Lange. „Er gilt als Nachweis für Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Forschungsgeist und Talent in den MINT-Fächern.“ Nicht zuletzt werden den Besten wichtige Numerus-Clausus-Punkte bei der Bewerbung um begrenzte Studienplätze gutgeschrieben.

Große Bandbreite

Der südbadische Entscheid ist einer von bundesweit mehr als 100 Regionalwettbewerben. Ihn veranstaltet der Sensorenspezialist Sick. Das Waldkircher Unternehmen organisiert die nach ihm benannte Messehalle, lädt Teilnehmende und Besuchende ein und zahlt für rund 1000 Schülerinnen und Schüler aus der Region An- und Abfahrt, damit sie an den Besuchstagen schauen kommen können. „Das in Freiburg ist Profiniveau“, schwärmt Benita Eberhardt-Lange. Andernorts fänden die Regionalwettbewerbe oft auf Betriebsgeländen oder in Turnhallen statt. Hier in der Messe jedoch schwinge immer der Businesskontext mit. Und das merken auch die Kinder und Jugendlichen.

„Wenn die anderen richtig gut sind, gibt mir das auch die Motivation, weiterzumachen.“
— Laura Schäfer, 1. Platz Biologie

Was jeder und jede von ihnen beweisen muss, ist die Fähigkeit zur Präsentation. Denn am Tag vor der Preisverleihung gehen die Jurorinnen und Juroren, insgesamt sind es 56 aus verschiedenen Bereichen, von Stand zu Stand und lassen sich die Projekte erklären. Beim Regionalwettbewerb dürfen alle teilnehmen, die ein Projekt zusammenbringen. Daher ist die Bandbreite auch so groß. Sie reicht von Fragestellungen wie „Warum quillt ein Gummibärchen auf, wenn man es ins Wasser legt?“ oder „Wie lange dauert eine Rotphase an der Ampel?“ bis zu komplexen biologischen, physikalischen, mathematischen oder chemischen Versuchen wie dem von Alexander Kurun (14) aus Gengenbach.

Alexander Kurun
Alexander Kurun Gewinnt in der Kategorie Chemie bei den Junioren.

„Die Stärkelösung, die im Chemieunterricht verwendet wird, um Iod nachzuweisen, wird selten eingesetzt. Daher schimmelt sie schnell und muss immer wieder neu angesetzt werden“, erklärt der Neuntklässler vom Marta-Schanzenbach-Gymnasium. Er hat deshalb neue Konservierungsmethoden gesucht, verschiedene Stoffe getestet und ihre Auswirkungen sowohl auf die Funktionsfähigkeit als auch auf ihre konservierende Wirkung untersucht. Lohn der Mühen: Am nächsten Tag wird er bei den Junioren (bis 14 Jahre) den Sieg nach Hause tragen. Mit einem anderen Thema hat Alexander bereits vor zwei Jahren überzeugt, fuhr damals als südbadischer Vertreter zum Landeswettbewerb und gewann auch dort. Ein Mehrfachauftritt bei „Jugend forscht“ ist nicht ungewöhnlich. „Jeder Fünfte war schon mal dabei“, sagt Eberhardt-Lange, die sich freut, dass in diesem Jahr die Anzahl der teilnehmenden Realschulen zugenommen hat.

Auch Katharina Schatz (18) und Emily Zhang (17) waren im vergangenen Jahr dabei, damals wurden sie Zweite. Nun haben die Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums aus Schopfheim denselben Wettbewerbsbeitrag weiterentwickelt. „Wir arbeiten seit mehreren Jahren daran“, sagt Katharina, die nach dem Abitur Mathe oder Informatik studieren will. Ihr Projekt, ein KI-Übersetzungstool für die deutsche Gebärdensprache, wird am Folgetag beim Hauptwettbewerb (15 bis 21 Jahre) ebenfalls siegen, das weiß sie aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. „Ziel ist eine frei zugängliche Technologie, die die Kommunikation zwischen gehörlosen und hörenden Menschen erleichtert“, erklärt die 18-Jährige. Sie und ihre Mitschülerin Emily arbeiten ehrenamtlich bei der Lebenshilfe Lörrach, woher sie auch ihre Ideen haben. Schon seit vergangenem Jahr stehen die Zwölftklässlerinnen im Kontakt mit Firmen, die an dem von ihnen entwickelten KI-basierten Erkennungssystem interessiert sind. Auch das Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte in Stegen, die größte Einrichtung ihrer Art in der Region, hat Interesse bekundet. Von der Forschung in die Anwendung, es ist das Idealbild der Nachwuchsforscherinnen und -forscher.

Katharina Schatz
Katharina Schatz mit ihrem KI-Tool zur Übersetzung von Gebärdensprache

Hunderte Stunden Vorbereitung

Dafür hat auch Laura Schäfer (17) ein Konzept entwickelt, das für einigen Wirbel sorgen könnte. Die Elftklässlerin, die das Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach besucht, wollte herausfinden, ob man Backhefe aus dem Supermarkt genetisch so verändern kann, dass sie wie Laborhefe funktioniert. Denn diese ist teuer, unterliegt Lizenzgebühren und Patenten. Mit ihr werden unter anderem Medikamente, Proteine, Impfstoffe oder Hormone wie Insulin produziert. Laura hat untersucht, ob die günstige, gut verfügbare Backhefe ebenfalls so manipulierbar ist, dass sie einen fremden Stoffwechselweg stabil aufnehmen kann. Man muss keine Naturwissenschaftlerin sein, um zu verstehen, warum Firmen an solch innovativer Forschung interessiert sind. Laura jedenfalls siegt damit im Bereich Biologie und wird wie Emily, Katharina, Alexander und die weiteren Erstplatzierten der jeweiligen Bereiche zum Landeswettbewerb fahren. Die 17-Jährige, die nach dem Abitur Biochemie oder Biomedizin studieren möchte, hat mehrere hundert Stunden mit ihrem Projekt verbracht. Der Entscheid ist das Highlight der mühsamen Forschung, die ihr aber auch Spaß macht. „Bei ,Jugend forscht‘ ist es besonders schön zu sehen, woran andere im selben Alter arbeiten“, sagt sie. „Welche Ideen haben sie und wie setzen sie sie um? Wenn die anderen richtig gut sind, gibt mir das auch die Motivation, weiterzumachen.“

Laura Schäfer
Laura Schäfer hat eine Möglichkeit gefunden, reguläre Backhefe aus dem Supermarkt als Laborhefe zu nutzen.

Ihre Mitschüler Max Stiefl (16) und Jan Lars Felix Zimmermann (16) aus Lörrach fallen durch ihre knallige Broschüre auf, auf der leuchtende Laserschwerter zu sehen sind. „Wir zeigen, dass Objekte nicht nur stabil über Magnetfelder schweben, sondern sich wie von Geisterhand steuern lassen können – ohne, dass wir sie berühren, allein durch die Kraft des Lichts“, erklärt Jan das Projekt im Bereich Physik. Die beiden Elftklässler haben mehr als 500 Stunden investiert. Von „Jugend forscht“ nehmen sie nicht nur den zweiten Platz mit, sondern auch eine gute Erkenntnis: „Wir sind nicht die einzigen Verrückten hier“, sagt Max und lacht.

Für manche jüngeren Teilnehmenden gibt es noch weitere Motivationen. Franziska Kury (10) vom Freiburger Theodor-Heuss-Gymnasium hat einen Wasserfilter entwickelt, der nicht nur Steinchen, sondern auch Bakterien herausfiltern kann. Sie freut sich über zwei schulfreie Tage. Und Tom Kleiser (12), Leopold Konold (12) und Julius Huber (13) vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten präsentieren einen selbstwässernden Blumentopf, der misst, wie trocken die Erde ist und bei Bedarf Wasser hochpumpt. Zwei der Siebtklässler sind schon zum zweiten Mal dabei. Einer kommt zum ersten Mal und weiß auch, warum: „Eigentlich habe ich nur mitgemacht, weil man hier so gut Sachen abstauben kann.“

Einblicke in die Unternehmen

Das Abstauben gelingt bei verschiedenen Ständen. Denn neben der Patenfirma Sick sind mehr als 50 Sponsoren (Level Gold und Silber) engagiert. Darunter die Hochschulen Freiburg und Offenburg, das Universitätsklinikum, die Handwerkskammer, Südwestmetall, Europa-Park, Vega, VDI, Pfizer, Litef, Stryker, Julabo, Tesa. Viele der Unternehmen und Institutionen sind in der Messehalle präsent. Endress und Hauser ist bei den Kids besonders beliebt, nicht nur, weil der Spezialist für Durchflusstechnik eine Lichtorgel aufgebaut hat, auf der man selbst löten kann, sondern auch, weil es am Stand Schokolade gibt. „Das kommt gut an“, sagt Nina Chabry nickend, die heute mit mehreren Kolleginnen und Kollegen vor Ort ist. „Wir sind hier, um den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, was sie mit ihrem Forscherwillen alles erreichen können und was ihnen das bei Firmen wie Endress und Hauser bringt. Wir bieten zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten im technischen und kaufmännischen Bereich, auch Studienplätze in unterschiedlichen Fachrichtungen.“ Sie selbst ist Auszubildende im ersten Jahr zur Fachinformatikerin Systemintegration. Besonders interessant ist für sie der Austausch mit den anderen Firmen in der Messehalle und die Gespräche darüber, wie die Ausbildung woanders läuft. Außerdem hat sie für alle Fragen der jungen Forscherinnen und Forscher ein offenes Ohr: „Ich bin ja selbst erst frisch gestartet und erzähle gerne, wie der Einstieg in ein Unternehmen gelingt.“

Total
0
Shares
Teilen 0
Teilen 0
Teilen 0
Tweet 0
Teilen 0
Teilen 0

Schreiben Sie einen Kommentar Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ANZEIGE
FREYLER
    • Freiburger Mittelstandskongress 2023
    • PR-Anzeige

Freyler: Architektur für die Zukunft

  • Kathrin Ermert
  • 26. Juli 2023
Unser Podcast

Julica Goldschmidt interviewt Menschen aus der regionalen Wirtschaftswelt.
Unser Newsletter
Facebook
Instagram
LinkedIn
Anzeige
Weitere Beiträge
  • Cover NWS 02/2026 Schwerpunkt Wissen
    Februar-Ausgabe: Schwerpunkt Wissen
    • 13. Februar 2026
  • ADA Cosmetics Abfuellanlage
    ADA Cosmetics: Sauber aufgestellt 
    • 3. März 2026
  • Marco Steffens
    Marco Steffens: Abschied aus dem Rathaus
    • 23. Februar 2026
  • Jugend forscht
    Visionäre von morgen
    • 4. Februar 2026
  • Cover NWS 03/2026 Schwerpunkt Bauen
    März-Ausgabe: Bauen
    • 13. März 2026
Anzeige
Abo: Jetzt bestellen
  • Cover NWS 03/2026 Schwerpunkt Bauen Netzwerk Südbaden Jahresabo print & digital 90,00 €

    inkl. 7% MwSt.

    Kostenloser Versand

    12 Ausgaben

Verlag

Netzwerk Südbaden GmbH

Bayernstraße 10

79100 Freiburg

Redaktion

Universitätsstraße 10

79098 Freiburg

T 0761 45002800

Services

Abo

Mediadaten

Jobs

Medienpartner
Bundesverband mittelständische Wirtschaft
Circolo Freiburg
Marketing Club Ortenau-Offenburg
Große Spiele Freiburg
Netzwerk Südbaden
  • AGB
  • Widerrufsbelehrung
  • Datenschutz
  • Impressum
© Netzwerk Südbaden 2026

Geben Sie ein Suchwort ein und bestätigen Sie mit Enter