Das Gremium hat getagt, wieder ist keine Entscheidung gefallen. Zu groß scheinen die Risiken und die Investitionen. Projekte hängen in der Warteschleife, warten auf Bestätigung durch Verwaltungs-, Aufsichts- oder Beirat. Ein Gastbeitrag über das neue Phänomen der Bauangst – und über Wege, wie man trotz Komplexität handlungsfähig bleibt.
Der Wandel ist markant. Noch vor fünf Jahren galten Unternehmen als fahrlässig, die nicht alles baulich Machbare unternahmen, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Ein attraktiver Arbeitsplatz gehörte neben dem Gehalt zu den entscheidenden Faktoren im Recruiting. Der Markt strafte Zögern: Wer zu spät dran war, fand Ende der Zehnerjahre weder Planende noch Ausführende. Heute sieht das anders aus: Laut der Ende 2024 erschienenen HSBC-Studie zu Entscheidungsfindung in unsicheren Zeiten berichten rund ein Drittel der Führungskräfte von einer „Entscheidungsparalyse“, die sie vom Entscheiden abhält. Aus der Baulust wurde erst -vorsicht, dann -zögern und schließlich Bauangst.
Darum geht es in dem Gastbeitrag von David Buggle und Michael Stoz vom Planungsbüro Partner AG