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  • Kulinarik 11/2020
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Winzer Johannes Landerer: Wein im Wandel

  • 25. November 2020
Winzer Johannes Landerer
Setzt auf Bauchentscheidungen und ungeschönte Weine: Johannes Landerer. Foto: ZVG
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Es ist nicht mehr zu übersehen, wie die nächste Generation von Winzern die Weine am Kaiserstuhl verändert. Vor allem voran bringt. Einer, der den Status „Geheimtipp“ gerade hinter sich lässt, ist Johannes Landerer aus Niederrotweil.

VON RUDI RASCHKE

Es ist gar kein so überraschendes Gespräch mehr, das Johannes Landerer mit einem beim Probieren im Wintergarten mit Weinberg-Blick führt. Man hat es schon beim einen oder anderen jungen Kollegen gehört: Es geht um Stilistik, um die Mühen mit Spätburgunder und Klima, aber auch um das Potenzial toller Lagen wie Henkenberg und Eichberg.

Landerer erklärt so klar wie mitreißend, was ihn am Weinbau begeistert. Seine Ruhe ist nicht selbstverständlich in diesen Tagen: Es ist alles andere als eindeutig, dass bei Schließung aller Restaurants im Land die Menschen einfach die gleiche Menge Wein oder mehr zuhause trinken. Landerer setzt ohnehin auf ganz unterschiedliche Märkte und steht auf mehreren Beinen.

In der örtlichen Gastronomie ist er nicht aufdringlich vertreten, auch im Weinhandel hier geht es peu à peu voran. Aber die Geschwindigkeit seiner Schritte und eine gewisse Intuition scheinen Johannes Landerer ganz gut zu tragen. Das Bauchgefühl sei sein „ausgeprägtester Sinn“, sagt er. Er kann aber auf eine umfangreiche Lehre verweisen, ehe er wieder im elterlichen Weingut einstieg. Für ihn waren es „beide Seiten der Medaille“ der Weinproduktion, gemeint sind Gefühl wie Handwerk.

Der Einstieg ins elterliche Gut fand 2014 statt, seit sein Vater 2016 jung starb, führt er es mit seiner Mutter Karin. Davor finden sich insgesamt rund fünf Jahre „on the road“ in seinem Lebenslauf, nach der Ausbildung bei Heger („ein Pflichtbetrieb“ sagt er anerkennend) Stationen beim Weingut Franz Keller und beim Südtiroler Manincor, aber auch eine weitere Ausbildung zum Techniker für Weinbau und Önologie im Schwäbischen.

Transformation eines Weinguts

War es so eindeutig, dass er im elterlichen Weingut einsteigt? „Es war früh klar, dass ich zwar keinen Zwang hatte, hier weiterzumachen, aber die Natur und die Vielseitigkeit dieses Berufs…“ Dann unterbricht er, lacht und sagt „…was man als älterer Mensch jetzt so sagt.“ Landerer ist 32. An den Produkten lässt sich die Transformation eines Weinguts recht gut erkennen: Die Liste an Sorten und Abfüllungen ist noch einigermaßen lang, es finden sich auch jene Produkte darauf, die im Freundeskreis und in der Nachbarschaft der Familie gut ankommen.

Aber vermutlich mit hohem Anspruch nicht mehr ganz einfach zu bewerkstelligen sind, die sehr günstige Literflasche Müller-Thurgau zum Beispiel. Ganz von ungefähr kommt das aber auch nicht, das Preis- Leistungs-Thema zieht sich allgemein durch die Arbeit von Johannes Landerer: Sein Anspruch ist es sehr wohl, Weine mit hoher Qualität zu einem vernünftigen Preis in den Kategorien „Gutswein“ (um 8 Euro), „Ortswein“ (12 bis 14 Euro) und „Lagenwein“ (bis 35 Euro) anbieten zu können.

Hinzu kommen Cuvées wie der Rotwein „Insider“, der einheimische Spätburgunder mit seinen Merlots und Cabernets verschneidet (11 Euro). Johannes Landerer macht das, was auch andere junge Kollegen in der Region machen, er füllt unfiltrierte Weine ab, die bis zu eineinhalb Jahre auf der Hefe lagern, er setzt auf Spontanvergärung und findet ein gutes Verhältnis zwischen Stahltank und Holzfass.

Wer das modernistisch finden mag: Landerer und viele Kollegen bekennen sich damit wieder vermehrt zu einem gewissen Risiko, dem Winzer in der Natur nunmal ausgesetzt sind, das darf man auch schmecken, „es ist nicht geschönt“, sagt er. Und: er hat gelernt, auf gesunde Böden zu setzen statt auf Herbizide. Die Weine kommen erkennbar in der Handschrift, aber in sich durchaus auch überraschend und nicht vorhersehbar daher.

Die Franzosen machen ja nicht seit Jahrhunderten alles falsch,

Johannes Landerer, Winzer

Enromes Wein-Wachstum

„Saftig“ nennt er beispielsweise metaphorisch seinen Chardonnay, „salzig“ seinen Grauburgunder. Beachtlich an seiner Ruhe ist nicht nur der Umgang mit Corona und den gesamten Umstellungsprozessen im Haus, sondern auch das Wachstum, dem Landerers Weingut unterliegt: Seit dem Jahr 2000 ist die Rebfläche von 7 auf 24 Hektar mehr als verdreifacht worden, das stellt ein Weingut vor gewisse Herausforderungen.

Wenn er attraktive Lagen angeboten bekam, hat er in der Vergangenheit nicht abgesagt. Dazu zählen nicht nur die Oberrotweiler Parzellen. Auch in Leiselheim bei Sasbach liest er seit kurzer Zeit Trauben. Die Nachfrage nach seinen Weinen gibt dies her, er will auch so am Markt positioniert sein, dass er lieber etwas zurück legen kann, als ständig „ausverkauft“ melden zu müssen, auf Dauer würden sich Stammkäufer dann anderweitig umschauen.

Aber das Wachstum bringt auch Herausforderungen: Mit jedem Hektar, den Landerer beispielsweise aus bisherigen Genossenschaftsflächen von Nebenerwerbs-Winzern übernimmt, wandelt er Wein, der im Supermarkt durchschnittlich 3 Euro pro Liter einbringt, in Wein um, der für deutlich mehr Geld über den Ladentisch geht. Die Kundschaft hierfür wächst nicht in dem Maß, wie die Qualität sich verbessert.

Landerer weiß das und wirkt mit einer klaren, edlen Gestaltung und mit gutem Marketing dagegen – seine Weine sind beispielsweise bis nach Norwegen erhältlich oder in Hamburg im Hotel „Louis C. Jacob“. Und er orientiert sich in manchen Geschmacksfragen durchaus wertkonservativ, beispielsweise mit einer gesunden Skepsis beim Schraubverschluss. Gerade für Weine, die auf der Hefe lagern. „Die Franzosen machen ja nicht seit Jahrhunderten alles falsch“, sagt er.

Wie es weiter geht? Er agiere jetzt in einer Größe, bei der er es belassen möchte, sagt er – andernfalls müsste er einen Kellermeister einstellen, das Vermarkten müsste er ebenfalls abgeben. Es bleibt beim ganzheitlichen Ansatz, den Johannes Landerer dank Ausbildung und Erfahrung verfolgen kann. Er zeigt auch, dass der Kaiserstuhl (und nicht nur der) sich insgesamt im Wein-Umbruch befindet. Die Top-Lagen werden schwerer zu bewirtschaften sein, gerade bei einer arbeitsintensiven Traube wie Spätburgunder und zunehmender Trockenheit. An der Aufwertung der Qualitäten wird kein Weg daran vorbei führen. Auch hier sind Landerers Weine wie die seiner Kollegen eine Entdeckung.

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