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  • Daheim reisen 07/2020
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Qualitätstourismus: Der Gast ist dein Freund

  • 15. Juli 2020
Qualitätstourismus
Drei gute Beispiele in der Region: Kirnermarteshof (oben li.), Fusenhof (unten li.) und Logis 19|5. Fotos: A. Dietrich und ZVG
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Eine neue Qualität im Tourismus der Region – darüber weiß jene Handvoll Gastgeber, die es richtig machen, manchmal besser Bescheid als Tourismusverbände und Gewerbekammern. Stellvertretend sind drei von ihnen mit Ihren Lernerfahrungen vorgestellt.

VON RUDI RASCHKE

Aufrichtig freundlich: Kirnermarteshof, Oberried

Carolin Gänswein-Jautz und Ihr Mann Tobias Jautz wissen, was es bedeutet, in einer Krise zu investieren: Im Jahr 2008, als die Weltwirtschaft das letzte Mal richtig abrauschte, legten sie die Grundlage für den Kirnermarteshof, wie er sich heute präsentiert: Als Prachtbauernhof mit Camping, Tieren, Ferienwohnungen und Wellness. Und krisensicherer Nachfrage. Der ausgebildete Landwirtschaftsmeister Jautz hat eine Weisheit beherzigt, die auch Berliner Freischaffende kennen: Nie alle Eier in nur einen Korb legen.

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Der Kirnermarteshof in Kirchzarten.

„Uns war klar, dass wir allein mit Landwirtschaft nicht überleben können“, sagt er. Was er seinen Eltern aber auch beibringen musste, war ein Abriss und Teilneubau. Dass der Hof heute so proper dasteht, verdankt er der damaligen Entschlossenheit. Carolin und Tobias Jautz bieten 150 Campingstellplätze an und fünf Ferienwohnungen. Das Camping ist Schwarzwald- Idyll pur – die letzte Wohnmobilreihe steht quasi direkt an der Kuhweide mit den Kälbchen. Der Platz ist aber auch ungeahnt komfortabel erschlossen.

Jenes Klischee von einem Camper, jemand, der mit Flipflops in einer Pfütze steht, Handtuch über der Schulter und Klorolle in der Hand – an den sanitären Anlagen am Kirnermarteshof ist nichts davon zu sehen: Es ist nicht nur sauber, sondern auch ansprechend eingerichtet, eine kleine Lounge mit einer schönen Glasfront Richtung Dreisamtal versüßt das Warten, bis Waschmaschine oder Trockner fertig sind.

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Mobile Home auf dem Campingplatz des Kirnermarteshof. Foto. A. Dietrich

Fünf Spültische für den Abwasch stehen nebenan in Reihe sauber bereit, Duschen und Toiletten sind geräumig und in Teilen auch barrierefrei. Ein Geheimnis der Familie Jautz: sie zählen selbst eher nicht so zu den Campern, sondern orientieren sich bei ihrer Einrichtung an Hotels. Und noch ein Geheimnis: Wenn man bei ihnen in der Wohnküche steht, sieht man den gleichen Stil wie bei den Ferienwohnungen und Gemeinschaftsanlagen. „Wir haben alles so eingerichtet, wie wir es selbst gernhaben“, sagt Carolin Jautz. Das ist im Schwarzwald nicht selbstverständlich.

Wo manche ausrangierte Couchgarnitur für Touristen noch gut genug ist. Bei Familie Jautz ging es wie bei einem Start-up zu Beginn sehr schnell: Zwischen Abriss und Fertigstellung lagen vor 2008 keine sieben Monate, eins der beiden Kinder kam beinahe zeitgleich mit den ersten Gästen. Auf dem Hof wurde nach dem Eintreffen von beidem konsequent nachgearbeitet: Tobias Jautz erzählt, wie sie bemerkt haben, dass die beste Unterkunft ohne eine funktionale Website nicht funktioniert; wie sie ab 2009 ein Wellness-Angebot realisiert haben; wie sie 2010 eigene Mobile Homes („Holzhäusle“) installiert haben; dass sie seit 2010 drei Ponys halten, was vor allem den Urlauberanteil mit Mädchen unter den Kindern ansteigen ließ; und wie sie seit 2014 mit eigenen Bränden Furore machen – der „Waldrausch“, den die Väter von Carolin und Tobias aus Tannenzapfen brennen, habe sich regelrecht als „wichtiges Standbein“ heraus gestellt, sagen sie, nicht nur als schöne Schnapsidee.

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Gemütliches Stüble. Foto: A. Dietrich

Aus dem Businessplan, an 180 Tagen im Jahr für durchschnittliche 60 Euro die Wohnungen zu vermieten, sind heute Auslastungen um die 300 Tage im Jahr für bis zu 100 Euro pro Apartment geworden. Die Sauna, die stundenweise exklusiv gebucht werden kann, ist im Winter auch für Einheimische aus dem Dreisamtal ein Renner geworden: Zum Beispiel für Frauengruppen, die sich zum Tratsch dort ungestört auf einen Sekt treffen können.

Was lässt sich vom Kirnermarteshof lernen?

Investitionen in Qualitätstourismus zahlen sich unmittelbar aus. Es braucht ein passendes Marketing. Ebenso wichtig wie die schöne Möbilierung sind aber weiterhin die „soft skills“, Carolin Gänswein-Jautz nennt drei Eigenschaften: „Gute Nerven, ein strahlendes Lächeln – und ehrliche Freundlichkeit.“

Lebendiges Denkmal: Fusenhof, Kirchzarten-Dietenbach

Es war eine Art Liebe auf den ersten Blick: Als Prof. Rolf Hoffmann, von Beruf Facharzt der Dermatologie, den Fusenhof vor sechs Jahren kaufte. Fasziniert war er dennoch von der Anmutung dieses riesigen Wohn- und Wirtschaftsgebäudes aus dem Jahr 1754. So sehr, dass er am Ende sogar die Verlegung jener Straße am Grundstück ermöglichte, die zuvor mitten durch die Wiese vorm Haus schnitt.

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Mitten im Grünen: der Fusenhof in Kirchzarten-Dietenbach.

Die Sanierung eines denkmalgeschützten Hofs, der mehr als 250 Jahre alt ist, dazu eine Straße auf eigene Rechnung verlegen lassen – Rolf Hoffmann weist bereits in einer ersten Mail darauf hin, dass er sicher nicht als Vorbild für besonders renditeträchtige Projekte im Tourismus taugt.

Umso wertvoller ist der Beitrag von ihm und seiner Frau Renate Faller zu einem zeitgemäßen Schwarzwald-Bild. Denn Hoffmann hat mit seiner Location für neun, im Ausnahmefall bis zu 13 Übernachtungsgäste einem alten Hof wieder etwas Seele zurückgegeben, wie sie vielerorts verschütt gegangen ist. Der Vorbesitzer des „Fusenhof“ versuchte zwar den Betrieb instandzuhalten, aber die Bilder der jeweiligen Räume VOR den Renovierungsarbeiten im Jahr 2014 belegen, wie schwer das fiel. Hoffmann hat jeden Holzbalken angefasst und bearbeitet, das dunkle Holz im Gebälk zeigt die Originalmaterialien von früher, das etwas hellere das, was ersetzt wurde.

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Schwarzwald-Typizität: Am Fusenhof lässt sich die alte Diele des historischen Bauernhofs noch erahnen, zugleich ist die Herberge zeitgemäß.

Heraus kam eine stilsichere Mischung, die die Schwarzwald-Typizität in Form kleiner Schlafräume und traditioneller Fensterverstrebungen erhält, aber dabei auch auf hochwertige Materialien für ebensolche Erholung setzt – ganz ohne Plumpsfolklore in Form von Piercing-trifft-Tracht-Fotos oder Plastikhirsch-Applikationen an der Wand. Die braucht es hier schlicht nicht, man wohnt im Original.

Die Details, die nach zwei Jahren Vorbereitung und insgesamt drei Jahren Bauzeit geschaffen wurden, sind beeindruckend: Lichtschalter aus schwarzem Bakelit, Türklinken vom Schmied, teilweise alte Originaltüren, selbstgestaltete Betten mit historischem Holz. Nicht minder beeindruckend der Aufwand: Es sei „kein Schnäppchen“ gewesen, sagt Hoffmann nur über seine Ausgaben.

Letztlich ist der Hof aber ein Unikat und die Summe der Baukosten beschreibt nicht annähernd das Ambiente für einen Urlaub im Baudenkmal. Entsprechend wisse er, dass er trotz der Vermietung an Gruppen und größere Familien keine Jugendherbergs-Preise aufrufe, am Ende ist man trotzdem je nach Verweildauer mit 60 bis 70 Euro pro Nacht und Nase gut gebettet. Seit Frühjahr 2019 vermietet das Ehepaar den „Fusenhof“, die Verweildauer steigt gerade in diesem Jahr auf bis zu 16 Tage, im Herbst füllen „Offsides“ und Führungskräfte-Meetings von Stuttgarter Architekten, aber auch Autobauern den Auslastungskalender.

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Ein großer Hof im Dreisamtal mit gemütlichen kleinen Stuben.

Der Hof ist ein Gunstort, allein die Führung durchs Haus, durch die verwinkelten Schlaf- und großräumigen Gemeinschaftsräume, die edlen Bäder und Terrassen dauert mit den Gastgebern über eine Stunde. Die umgebende Wiese bietet die Fläche eines halben Fußballfelds und Landerholung pur: Eine Schaukel am Obstbaum über wilden Wiesen für Kinder, eine verwunschene Sitzecke am alten Kornspeicher gegenüber. Kein Lagerkoller möglich.

 

Was lässt sich vom „Fusenhof“ lernen?

Guter Tourismus braucht gute Empfehlungen: Aus ganz Deutschland kommen die Gäste inzwischen, aber nicht über Schwarzwald-Broschüren oder „airbnb“, sondern gezielt per Link der geschmackssicheren Website „urlaubsarchitektur. de“. Und: für diese Vision einer Herberge lohnt sich ein langer Atem.

Rolf Hoffmann sagt, „Denkmal ist wie ein Marathon. Am Anfang mühsam, aber am Ende war es belohnender als gedacht.“

Geteilte Freude: Logis 19|5, Efringen-Kirchen

Als Gastgeberin hat Petra Rosignol einen besonderen Wow-Effekt in das Dörflein Efringen-Kirchen kurz vor der Schweizer Grenze gebracht: ein alter Gutshof, den eine private Baugruppe mit ihr zeitlos-schön modernisiert hat, ein Pool, der kalifornische Gelassenheit ins Markgräfler Land schwappen lässt, ein „zuhause fern von zuhause“-Gefühl im Schatten des Kirchturms mit dem Storchenpaar.

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Das Logis 19|5 in Efringen-Kirchen

„Logis 19|5“ heißt ihr Ferienobjekt, in das vielfältige Reflexion als Gast wie als Gastgeberin eingeflossen ist. Es war eine in jeder Hinsicht längere Reise, die sie Petra Rosignol hinter sich hat: Beruflich war sie Juristin, später in der PR und Nachhaltigkeitsprojekten, beruflich kam wechselte sie von Bonn nach Basel und von dort ins benachbarte Südbaden.

Privat, sagt sie, war sie vor allem von den französischen Gästhäusern den „Chambres d’Hôtes“ begeistert. Ausgewählte Adressen auf dem Land, mit Liebe zum Detail saniert, individuell, ruhig, einmalig – auch, was die Präsenz der Gastgeber anging. Genau das ist auch ihr Anspruch in Efringen-Kirchen. Wobei bei ihrem 19|5 eben auch die Nähe zur Stadt beim Ländlichen eine Rolle spielt.

Im Kern erreicht sie urbane Reisende meist mit der Nachbarschaft zu Basel, aber auch wegen Colmar und Freiburg. Das Markgräflerland bietet den nötigen Ausgleich – durch Natur, Kulinarik und mediterranes Lebensgefühl. „Es ist diese besondere Mixtur, die unsere Gegend auszeichnet“, sagt sie. Bodenständigkeit und Kosmopolitisches, ein ländlicher Kontext mit hoher Wohnkultur, das funktioniere am besten, wenn zur Rückzugsmöglichkeit auch Begegnungen kommen.

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Moderne Interpretation eines Gutshofs: Im Logis 19|5 ist nicht nur das Design entscheidend, sondern auch die Begegnung.

Zwischen Gästen und Gastgeber aber auch mit Einheimischen. „Mein Haus ist auch Deines“, das wolle sie tatsächlich leben, nicht nur wegen des geteilten Pools. Die Idee der Teilhabe an echten Empfehlungen ist für Petra Rosignol Teil eines individuellen Reisens, das sich von der Masse an Ferienwohnung- Websites, allen voran „airbnb“ abheben sollen.

Ein Gespräch mit ihr bietet stets ein wenig Philosophie des Unterwegsseins, sie sagt, sie wolle auch Gestalterin der Reiseerfahrung ihrer Gäste sein. Das ginge immer noch am besten mit besonderen Erlebnissen, die die Menschen berühren und dadurch in Erinnerung bleiben.

Klaus Sendlinger, einst Gründer der „Designhotels“-Kooperation ist einer, den sie zitiert, wenn sie von den Unterschieden zwischen „Lodging“ und „Hospitality“, quasi zwischen bloßer Ausstattung und Herzlichkeit, spricht. Hierfür sieht sie eine Zielgruppe am Wachsen, die längst nicht mehr nur zwischen 50 und 60 Jahren pendelt, sondern hin zu Mittdreißigern führt.

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Keine Statusreisenden, die eine gewisse Gier zu immer neuen „Must-haves“ bei den Luxusadressen führt, sondern Bewusstreisende. In diesem Sinne entsteht gerade ihr neues Projekt, wieder ein Hof, wieder im Markgräflerland, diesmal im kleinen Ort Blansingen. Ein Kleinod mit Obstbaumwiese, gepflastertem Innenhof und demnächst 8 Aparthotel-Wohnungen, für die Rosignol gemeinsam mit Investoren 2,1 Millionen Euro in die Hand nimmt, sogar ein Hofladen wird dabei sein. Alleinstellungsmerkmal ist neben Architektur und Design eben auch das Eingebundensein des Gastes, ein Apèro am Abend und andere schöne Ideen.

Was lässt sich von Petra Rosignols „Logis 19|5“ lernen?

Als Gastgeberin spricht sie von der Gelassenheit der „zweiten oder dritten beruflichen Phase“. Aber es fällt eben auch auf, dass sie wie die Kollegen von „Kirnermarteshof“ und „Fusenhof“ eine Seiteneinsteigerin ist, die ursprünglich nicht aus dem Tourismus kommt. Alle drei Adressen sind belebend für die Branche im Schwarzwald, alle drei könnten dieses Wissen problemlos auf Podien wiedergeben. Petra Rosignol sagt über das Gefühl des Quereinsteigers, sie sehe sich „mit den Gästen auf Augenhöhe, nicht als Dienstleister“. Besser geht’s nicht.

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