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  • Sytemwechsel 09/2020

Klemens Hartenbach und die Personalfindung beim SC Freiburg: Fragezeichen zu Ausrufezeichen machen

  • 23. September 2020
Puzzelt viele Mosaiksteinchen zusammen, bis eine Kaderzusammenstellung als „gelungen“ aufs Feld geschickt werden kann: SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach (Foto: ZVG)
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Wie der Sport-Club Freiburg seine Fachkräfte für den sportlichen Bereich sichert, ist nicht nur für andere Profiklubs ein Vorbild – für viele Unternehmen klingt das spannend. Ein Einblick von SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach – über Scouting, Überzeugungsarbeit und Softskills bei der Kaderzusammenstellung. 

VON RUDI RASCHKE   

 Das Geschäft läuft an diesem Tag Ende August hochtourig: Spieler des Sport-Clubs sind dabei den Verein zu verlassen, die sportliche Leitung ist an der Finalisierung von Transfers aus ganz Europa Richtung Dreisam, die Mannschaft bricht am Mittag ins Trainingslager nach Vorarlberg auf. Klemens Hartenbach empfängt früh um 8.30 Uhr für eine Stunde zum Gespräch, danach ist sein Tag bis in die Nachtstunden dicht.

Als Sportdirektor verantwortet er zuvorderst eine Abteilung aus fünf hauptamtlichen Scouts plus vier Honorarkräften, die Talente und gestandene Fußballer sichten. Dazu braucht es aber vor allem ein Konzept, nach welchen Kriterien gesichtet, verhandelt und verpflichtet wird, die enge Absprache mit der Fußballschule, wie dort ausgebildet wird. Und den Draht zur Profiabteilung, ab wann ein Spieler dort vorgestellt werden kann. Was Hartenbach über seine Arbeit erzählt, dürfte auch für Personaler und Human-Ressources-Verantwortliche außerhalb des Sport-Business’ nicht unerheblich sein.  

Der Radius für Talente hat sich verändert

Der SC Freiburg ist ein regional verwurzeltes, aber national tätiges Unternehmen mit internationalem Personal. Früher bedeutete das, dass junge Spieler, wenn man so will „Azubis“,   in einem regionalen Umfeld gesucht wurden, später waren es 200 bis 300 Kilometer Radius, heute reicht das nicht mehr. Inzwischen, sagt Hartenbach, hat sich die Überzeugung im Verein durchgesetzt, dass Jungs bis zu den E-Junioren (Altersklasse U10/U11) zwar in ihren Heimatvereinen bleiben und erst als D-Junioren zum Sport-Club wechseln, aber ab den B-Junioren auch deutschlandweit und aus der ganzen Welt nach Freiburg wechseln können: Unter anderem spielen Jungs aus Kanada und Finnland im Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg.

Pädagogisch heikel? „Die Frage ist, wie wir als Verein mit den Möglichkeiten umgehen“, sagt Hartenbach. Beim Sport-Club ist es zum Beispiel wichtig, dass die Pädagogen der Fußballschule sich bei allen Eltern vor Ort mindestens einmal vorgestellt haben, bevor ein Talent die Reise nach Freiburg antritt. Unter anderem, erzählt Hartenbach, waren Mitarbeiter in der Heimat zweier Juniorenspieler in Polen. „Die Netzwerke der Vereine, aber auch die der Berater, sind einfach internationaler geworden“, erklärt Hartenbach. 

Es wird individueller: Den Jungs mehr und länger vertrauen

Der Kampf um deutsche Top-Talente sei härter geworden, sagt Klemens Hartenbach. Um die besten deutschen Spieler in der U16-/U17-Altersklasse sei ein Kampf der besten deutschen Vereine entbrannt, der sich auch ums Prestige drehen dürfte. Hinzu komme, dass ein Verein wie Borussia Dortmund in diesen Altersklassen auch noch Spieler von Real Madrid oder aus Birmingham verpflichte. Das bedeute aber, dass viele Spieler aus der eigenen Ausbildung auf der Strecke bleiben können.

Umso wichtiger sei es daher, auch jenen Spielern Vertrauen zu schenken, die neben dem internationalen Top-Talent kicken. Jeder solle eine gute Entwicklung nehmen können, Träume haben und Visionen („aber möglichst keine Luftschlösser“) und da gebe es einfach „nicht mehr nur den geraden Weg zum Ziel“, sondern auch mal Gegenwind oder einen Abzweig, wie es Hartenbach beschreibt. „Ein Spieler muss Vertrauen spüren, dass man mit ihm in bester Absicht zusammenarbeitet und dass es in die richtige Richtung geht.“ Dies wiederum hat zufolge, dass sich der Sport-Club als Verein auch zunehmend individueller um die Spieler kümmere. Hartenbach nennt ein Beispiel: Was früher sanktioniert wurde, im Fußball gern durch kleinere Geldstrafen, wird heute vielfach anders gelöst. Wenn ein junger Spieler sich ein wenig abwesend verhält, braucht er vielleicht eher organisatorische und strukturelle Unterstützung, um gewisse Dinge zu lernen. Individualität kann für einen Verein wie den Sport- Club daher auch mal bedeuten, dass sich die bestehende Gruppe auf einen einzelnen Spieler zubewegt und sich nicht immer der Einzelspieler in die Gruppe integrieren muss.

Die Personalsuche ist mit Struktur und Datenerfassung abgesichert

Was in Gesprächen mit Hartenbach und auch dem Cheftrainer Christian Streich oft sehr nach Intuition, menschlichem Gespür und viel Empathie klingt, gründet alles in einer klaren Struktur, die Tausende von Spielern vergleichbar macht. Für jede offene Stelle, beispielsweise das rechte offensive Mittelfeld, kommen rund 40 Spieler in den Fokus für das Profil. Jeder bewertet nach einem Farbschema, sinngemäß von „weiter beobachten“ bis „am Liebsten sofort verpflichten“. Neben Videos werden rund 10 Fähigkeiten fußballerischer Art abgelegt, die wiederum zu fünf übergeordneten Ansprüchen beitragen (beispielsweise technisches Vermögen und taktisches Verständnis).

Top-Vereine brauchen in der Regel hinter all diesen fünf Kriterien ein Ausrufezeichen, dass ein Spieler für sie infrage kommt. Beim SC Freiburg muss man hingegen überzeugt sein, dass man aus den noch offenen Fragezeichen Ausrufezeichen machen kann. „Dies bedeutet für uns Entwicklung“, sagt Hartenbach.

Sämtliche Daten sind übrigens nicht nur auf Post-its, Magnettafeln und Festplatten manifestiert, sondern auch in einer App auf Hartenbachs Mobiltelefon. Tausende Sichtungserkenntnisse aus der Region und Europa, aus dem Junioren- und Erwachsenenbereich. Und auch die Ergebnisse aus jahrelanger immer-wieder-Beobachtung. Hartenbach wird an diesem Vormittag andeuten, dass ein Spieler im Fokus ist, den sie beim SC seit dem 17. Lebensjahr sichten. Auch als er aus seiner Heimat Holland nach Russland gegangen ist, hat sich die Spur nicht verloren. Zwei Wochen nach diesem Gespräch wird der SC Freiburg die Leihe von Guus Til aus Moskau bekannt geben. Fünf Jahre nach der ersten Sichtung.

Soziale Fähigkeiten spielen eine Rolle

Eines der fünf Ausrufezeichen-Kriterien bündelt tatsächlich auch das Menschliche abseits des fußballerischen Könnens: Intelligenz, Sozialverhalten, Mentalität und Psyche zählt Hartenbach auf. Er selbst macht sich bei Sichtungen durchaus auch Notizen vom Rand: Vor Jahren in Norwegen vom Spieler, der als einziger auch zu den Rollstuhlfans auf der anderen Seite der Fankurve ging. Oder allgemein, ob einer den Betreuern die Trinkflasche aufmerksam zurück wirft oder vor die Füße pfeffert. Wie einer mit den Mitspielern kommuniziert. Es gibt weit mehr zu beobachten als nur, ob der linke Fuß etwas taugt.

Es gibt kleine Mosaiksteinchen, die aber den Ausschlag für Freiburg geben können. Auf seine recht sensible Weise ist der Sport-Club Freiburg mit diesem Scouting zu einem begehrten Arbeitgeber für all jene geworden, die ihre persönliche Entwicklung statt nur ihr Konto im Blick haben. Und damit ist der SC auch konkurrenzfähig, wenn andere Vereine (beim Holländer Guus Til sollen Eindhoven, Rotterdam und Glasgow die Mitbewerber gewesen sein) als Mitbewerber ins Rennen gehen. Dafür sorgt auch die emotionale Basis. Für die steigt auf der Zielgeraden dann Christian Streich in die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen ein. Spätestens dabei ist allerdings auch klar: Nicht nur ein möglicher Angestellter wird vorstellig – es sind beide Seiten, die sich fürs miteinander Arbeiten bewerben.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe September 2020 unseres Printmagazins

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