2026 ist ein bedeutendes Jahr für die Hansgrohe Group: Im Januar ist der langjährige Firmenchef Klaus Grohe im Alter von 88 Jahren gestorben. Und im Juni feierte der Schiltacher Brausen- und Armaturenhersteller sein 125. Jubiläum. CEO Hans Jürgen Kalmbach spricht im Interview über den Standort Schiltach, den Tüftlergeist der Region, das Badezimmer der Zukunft und die Ressource Wasser.
Interview: Julia Donáth-Kneer
Herr Kalmbach, wie messen Sie den Erfolg von Innovationen?
Hans Jürgen Kalmbach: Ein wichtiger Indikator ist für uns die Vitalität. Das Ziel ist es, mehr als 20 Prozent unseres Umsatzes mit Produkten zu erzielen, die jünger als drei Jahre sind. Dadurch stellen wir sicher, dass wir unsere Innovationskraft aufrechterhalten. Wir managen kontinuierlich um die 100 Produkte. Manche davon sind große Umsatzträger und andere strategisch wichtige Produkte, die sollen zum Beispiel positive Resonanz in der Branche bringen. Wenn wir etwa einen Designpreis gewinnen, nutzen wir das für die Außenkommunikation.
Ist es schwierig, nach 125 Jahren immer wieder neue Ideen zu entwickeln?
Kalmbach: Natürlich wird es nicht einfacher. Armaturen zum Beispiel sind Produkte mit einfachen Funktionen: auf, zu, heiß, kalt. Der Rest ist Ästhetik. Innovation entsteht dann erst an den Schnittstellen verschiedener Produktfelder, Technologien und Materialien.
Wie wichtig ist der Standort Schiltach für Hansgrohe?
Kalmbach: Sehr wichtig. Ich sage immer… HIER WEITERLESEN