Maik Förster richtet mit seiner Firma Stage Concept jährlich Dutzende Events aus, für regionale Unternehmen ebenso wie für große, nationale und internationale Namen. Auf der Referenzliste stehen Burda und Weber-Haus, Herrenknecht und Porsche, Pokalfinale, Champions League, Formel 1. Seine Devise: Woran man glaubt, wird wahr.
„Ich habe selbst erlebt, dass alles, was man sich vorstellen kann, in Erfüllung geht, sobald man ins Handeln kommt. Ich wollte DJ sein und bin es geworden. Ich wollte eine Halle voller Veranstaltungstechnik und habe sie bekommen. Ich wollte Feste für Unternehmen in der Region ausrichten, an internationalen Events wie der Champions League und Formel 1 mitwirken – und alles ist so gekommen. Auch meine privaten Wünsche sind wahrgeworden: Ich wollte eine Familie und habe drei Kinder.
Allerdings bin ich mittlerweile geschieden und habe seit der Trennung das Unternehmen neu strukturiert, viel Verantwortung, vor allem den ganzen operativen Firlefanz, an die Mitarbeitenden abgegeben und alle Termine in die Vormittage verlegt, sodass ich nachmittags Zeit habe – für die Kinder und jede zweite Woche auch für mich. Mitunter bin ich dann ins Grübeln gekommen, tief in meine eigenen Katakomben abgestiegen und habe mich gefragt: Warum mache ich das eigentlich alles? Es hat etwas gebraucht, bis ich merkte: Ich tue es für mich. Mir geht es gut, wenn es anderen gut geht. Ich finde es großartig, wenn tausende Leute nach einer Veranstaltung glücklich nach Hause gehen. Wenn Gäste noch nach Jahren sagen: Das war ein schönes Fest. Dafür mach ich’s. Das ist mein Antrieb, den hatte ich vorübergehend leider verloren.
Dass man Wünsche, Träume, Ziele haben und an ihre Umsetzung glauben soll, ist mir vor ein paar Monaten bewusst geworden, als ich meinem Life Coach zuhörte. Er sprach über die Aufgabe, die jeder Mensch auf der Welt hat. Diese Erkenntnis war der absolute Game Changer für mich. Es muss sich gut anfühlen, und man muss sich wohlfühlen – das ist die Challenge. Früher habe ich über solche Gedanken gelächelt. Aber wenn man an einem Tief- oder Wendepunkt ist, kommt man ins Nachdenken. Geschäftlich war das die Coronazeit, die schlimm war, aber letztlich das Unternehmen weitergebracht hat. Die Einführung von Livestreams und die Digitalisierung haben uns zehn Jahre nach vorne katapultiert. Das hat gezeigt: Wo Schatten ist, ist auch Licht. Das Unternehmen ist nach wie vor auf einem guten Weg. Natürlich merken wir die aktuellen Schwierigkeiten. Auch in unserer Branche findet eine Transformation statt. Wir können nicht alles so weiter machen wie früher, müssen offen für Neues sein.“
Protokoll: Kathrin Ermert
Maik Förster wird Ende Juli 50, weiß aber noch nicht genau, wie er feiert. „Für andere habe ich immer Ideen, für mich selbst weniger“, sagt der Eventprofi, der schon als Teenager Schülerdiscos in seiner Heimatstadt Rheinau organisierte und 1995 mit 19 Jahren ein Gewerbe anmeldete. Seine Firma Stage Concept ist zur bekannten Ortenauer Adresse für Veranstaltungen geworden. Das 20-köpfige Team bietet Licht-, Ton-, Video- und Bühnentechnik oder ein Full-Service-Paket für Events an. Am Firmensitz in Rheinau lagern mehr als 140.000 Artikel für Veranstaltungstechnik.