Auf Brettern und Bühnen, mit Instrumenten und Bällen, am Computer oder ganz ohne Utensilien: Menschen spielen seit jeher und überall. Es ist ein uraltes und universelles Thema – mit großer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz.
Text: Kathrin Ermert
Um die ökonomische Bedeutung des Spielens zu zeigen, reicht derzeit ein Blick nach Amerika, wo gerade die Fußballweltmeisterschaft der Männer stattfindet. Der Weltverband Fifa rechnet für das gut fünfwöchige Turnier in Kanada, Mexiko und den USA mit einem Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar beziehungsweise rund 9,3 Milliarden Euro. Dagegen sehen die knapp 6,6 Milliarden Euro, die Frankreich in Organisation und Infrastruktur der Olympische Spiele 2024 in Paris gesteckt hat, fast bescheiden aus. Männerfußball ist ein Milliardengeschäft, und zwar nicht nur in der realen, sondern auch …
Aber warum spielen Menschen überhaupt? Diese grundlegende Frage beantworten Beate Ochsner und Isabell Otto. Die beiden Professorinnen für Medienwissenschaften leiten das sogenannte Game Lab der Universität Konstanz. …