Unser Titel im Februar 2018: Freiburg vor der Oberbürgermeisterwahl

Außer in totalitär geführten Ländern können die Ergebnisse von Wahlen, gleich welcher Art, niemals sicher vorhergesagt werden. Natürlich gibt es Favoriten und Favoritinnen, aber selbst diese können zuweilen das Nachsehen haben oder zumindest unerwartete Einbrüche erfahren, die sie indessen noch soeben an der Macht belassen. Gerade das erste Februar-Wochenende brachte in dem immerhin fast 50.000 Einwohner umfassenden schwäbischen Böblingen eine solche Überraschung, als dort der CDU-OB Lützner nach nur einer Wahlperiode vom Kandidaten der Grünen, Stefan Belz, bereits im 1.Wahlgang abgelöst wurde.

Nun – ein solcher Erdrutsch wäre im April in Freiburg bei der OB-Wahl eher undenkbar, und dennoch: Wer erinnert sich nicht an die 20,1%, die der damals kommunalpolitisch kaum hervorgetretene Fachhochschulprofessor Günter Rausch 2010 aus dem Stand erreicht hat?

In Rauschs Fußstapfen könnte nun Monika Stein treten, die als Stadträtin eher von einer besseren Basis startet als der linke Kandidat vor acht Jahren. Über Monika Stein berichten wir in unserer Februar-Ausgabe ebenso wie über den parteilosen Kandidaten der SPD, Martin Horn, der es natürlich in Freiburg sehr schwer hat, weil ihn noch kaum jemand kennt und die Tage bis zur Wahl sehr knapp bemessen sind. Dass die CDU keinen Kandidaten aufgestellt hat, hat gewiss damit zu tun, dass man keinen guten Kandidaten oder Kandidatin „verbrennen“ wollte angesichts der Freiburger Verhältnisse – vielleicht denken die CDU-ler aber auch schon acht Jahre weiter, wenn der jetzige OB nicht mehr kandidieren wird und der neue Bürgermeister Stefan Breiter sich bis dahin Ansehen und Achtung verschafft haben könnte.

Nun – trotz aller Unwägbarkeiten bei Wahlen: der OB Salomon, über den in unserem Heft natürlich auch berichtet wird, geht als haushoher Favorit ins Rennen. Weitere wichtige Themen werden behandelt: So die großen Fragen des Energiesparens und der Nachhaltigkeit, die in vielen Bereichen von Wirtschaftsunternehmen bis zum Bauen und modernen Wohnen und natürlich bei der Reduzierung des Sprits in allen möglichen Maschinen eine immer gewichtigere Rolle spielen. Ein Ortsporträt des durchaus attraktiven Teningen, wo, begründbar durch den Direktanschluss an die Autobahn und die Tradition, erstaunlich viele Arbeitsplätze bereitstehen, setzt unsere Reihe der Ortsvorstellungen südbadischer Gemeinden fort. Eine erwartungsvolle Vor-Wahl-Zeit-Lektüre.