Die Produkte der deutsch-schweizerischen Unternehmensgruppe Neoperl sind weltweit zu finden – versteckt in denen anderer Hersteller. Müllheim ist der wichtigste Produktionsstandort und das Entwicklungszentrum von Neoperl. Ein Besuch.
Text: Susanne Maerz
Viele Menschen verwenden täglich Produkte von Neoperl: In Wasserhähnen weltweit sind Strahlregler des Familienunternehmens verbaut. Rund 200 Millionen Stück produziert die Firmengruppe im Jahr, etwa drei Viertel davon in Müllheim. Damit ist sie ein echter Hidden Champion. Die Bezeichnung, die heutzutage inflationär gebraucht wird, passt auf Neoperl, da es als in der Öffentlichkeit überregional wenig bekannter Mittelständler mit seinen Produkten in einem Nischenmarktsegment weltweit führend ist. In den Produktionshallen auf dem rund 6,3 Hektar großen Firmenareal reiht sich eine Maschine an die andere. Sie fertigen die etwa daumengroßen Siebe aus bis zu einem Dutzend hochpräziser Einzelteile. Es klickt und klackt, wenn die vollautomatisch montierten Produkte aus den verschiedenen Maschinen in Kisten fallen.
Die Strahlregler dienen dazu, den Wasserstrahl auf dem Weg von der Leitung ins Waschbecken so zu gestalten, dass er sich beim Hände- oder Gemüsewaschen oder beim Einlassen des Wassers in die Badewanne angenehm anfühlt. Außerdem sorgen integrierte Mengenregler dafür, dass der Durchfluss auch bei unterschiedlichen Druckverhältnissen nahezu konstant bleibt und beispielsweise beim Händewaschen nicht unnötig viel Wasser verbraucht wird. Diese sowie Rückflussverhinderer, die in Duschbrausen zum Einsatz kommen, zählen ebenso zu den Bestsellern der Firmengruppe. Jeweils 140 Millionen Stück werden im Jahr produziert. Dazu kommen rund 100 Millionen Schläuche, die an anderen Standorten der Firmengruppe hergestellt werden. WEITERLESEN…





