Acht Jahre Entwicklungszeit, eine Investition im zweistelligen Millionenbereich – und eine Weltneuheit: Auf seiner Bilanzpressekonferenz präsentierte der Messtechnikspezialist Testo in Titisee neben guten Zahlen ebenso eine besondere Innovation. Es ging aber auch ums klassische Geschäft.
Text: Susanne Maerz
Der Vorstandsvorsitzende Eckhard Kloth drückt einigen Medienschaffenden Wärmebildkameras in die Hand und lässt sie nach warmen Stellen in der Testo World, der jüngst umgebauten Ausstellung am Hauptsitz in Titisee-Neustadt, suchen. Dort sind auch eine Wärmepumpe und eine Gastherme aufgebaut, ebenso eine Supermarktkühltheke und eine Fritteuse, wie sie in einer Fast-Food-Kette steht. Erst wird ein Messgerät von Testo präsentiert, das die Qualität des Frittieröls bestimmen kann – auf Wunsch errechnet die KI den optimalen Zeitpunkt für einen Austausch im Betriebsablauf, jenseits der Stoßzeit, bevor die Qualität kippt. Dann geht es zu einem Sideboard, auf dem ein weißer Apparat steht, etwa so groß wie ein Umzugskarton. Daneben liegen mehrere, nicht mal handtellergroße Kartuschen.
Diese sogenannten „Lab on a Chip“-Geräte können bestimmte, für den Menschen schädliche Bakterien wie Salmonellen innerhalb weniger Stunden vor Ort im produzierenden Unternehmen finden, ohne dass Proben im Labor aufwendig untersucht werden müssen. Statt Kulturen zu züchten, werden die Bakterien mithilfe von Kameras sichtbar gemacht und gezählt. WEITERLESSEN…