In Eichstetten geht das Piwi Kollektiv neue Wege: Es hilft Hobbywinzerinnen und -winzern dabei, auf Bioqualität und resistente Rebsorten umzustellen. Sie kaufen ihnen die Trauben ab und machen daraus vor allem Crémant.
Text: Julia Donáth-Kneer
Die Flaschenwolke sieht man schon von außen. An der Decke des Weinguts in Eichstetten hängen rund 7800 leere Flaschen, Stück für Stück zusammengesetzt zu einer riesigen Leuchte. Acht Meter lang, mehr als sechs Tonnen schwer. Zwei Wochen Handarbeit stecken in der Konstruktion. Darunter steht Philipp Rottmann und lächelt. Rottmann, 40 Jahre alt und Betriebswirtschaftler, hat sich hier in Eichstetten einen Traum erfüllt. Den Traum vom eigenen Crémant. Rottmann hat das Piwi Kollektiv vor knapp vier Jahren gemeinsam mit Martin Schmidt gegründet. Piwis sind neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, so gezüchtet, dass sie bedeutend weniger Pflanzenschutz brauchen.
