Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schauen Sie die WM-Spiele? Die XXL-Fußballweltmeisterschaft der Männer in Mexiko, Kanada und den USA steht sinnbildlich für die große wirtschaftliche Bedeutung unseres Schwerpunktes Spielen. Und sie ist ein Grund, warum wir das Thema jetzt im Juni platzieren. Dass der 11. Juni – an dem wir das Heft in die Druckerei schicken – der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltspieltag ist, haben wir ehrlicherweise erst bei der Recherche erfahren. Eigentlich braucht das Thema Spielen auch keinen Anlass, denn wir spielen ständig und überall. „Menschen, die wirklich nicht spielen, habe ich in knapp fünfzehn Jahren als Professor für Games, virtuelle Welten und Extended Reality nie getroffen“, schreibt Daniel Görlich von der Hochschule Offenburg in seinem Gastbeitrag über Gamification. Die universelle Relevanz des Themas zeigen auch die anderen Beiträge im Schwerpunkt. Sie reichen von Sammelkarten und Spielplätzen über Glücksspielrecht, Spielhallen und Musik bis zu trendigen Sportarten und Ballspielen jenseits von Fußball.
Mich erstaunt immer wieder, welche Fähigkeiten und Spezialisierungen in der regionalen Wirtschaft stecken. Das gilt auch für all die anderen Themen im Heft wie die Porträts der Firmen Mulag, die in Oppenau Spezialfahrzeuge fürs Rollfeld sowie die Grünpflege herstellt, und Buddy Star, die in Emmendingen Foodtrucks im Retrolook baut. Wir berichten außerdem über einige erfreuliche Investitionen, Initiativen solidarischer Landwirtschaft, die Entgelttransparenz-Richtlinie der EU, neue Ideen für die Nutzung regionaler Flugplätze, ein überbetriebliches Azubiwohnheim und eine sehenswerte Ausstellung italienischen Industriedesigns.
Nehmen Sie sich in spielfreien WM-Pausen die Zeit zum Lesen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen dabei.
Ihr Daniel Schnitzler – Herausgeber Netzwerk Südbaden