März-Ausgabe: Sicherheit

Es gibt gewiss einige Leitvorstellungen, zu denen jeder spontan ausrufen wird: „Na klar, muss sein!“. Dazu gehört zweifellos der seit Beginn der Menschheit wichtige Begriff „Sicherheit“. Nur – und das teilt Sicherheit mit anderen Grund-Notwendigkeiten unseres kommunikativen Zusammenleben wie etwa Freiheit – , fragt man genauer nach Sinn und Grenzen von Sicherheit, dann stößt man rasch auf Probleme, die man eben nicht leicht lösen kann.

Bis wohin muss Sicherheit und von wem geleistet werden? Wann beginnt Unsicherheit und auf welcher Basis kann sie ermittelt werden? Inwieweit wird durch umfangreichere Sicherheitsmaßnahmen sogar die Freiheit eingeschränkt und erst recht durch Videoeinsätze der Datenschutz verletzt? Das sind Fragen, die unabdingbar mit einer genaueren Betrachtung von „Sicherheit“ verbunden sind.

Dazu zählt zweifellos auch die in Freiburg beklagenswerte Kriminalität, die durch eine zusätzliche Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Bundesland nun offensichtlich energischer bekämpft wird. Aber auch hier stellen sogleich Kritiker die Notwendigkeit in Frage – aber das kennt man ja schon z.B. von den zuweilen wirklich nervenden Brandschutzmaßnahmen, über die etwa in der Uni manche Institute klagvolle Lieder anstimmen, die aber gleichwohl für die Sicherheit in diesem Bereich wohl notwendig sind.

Über die Sicherheit am Arbeitsplatz, zumal, wenn sich dieser in luftiger Höhe befindet, sprechen einige dort Tätige in unserem Heft. Und: Ist nicht gerade in den letzten beiden Jahrzehnten – oder noch länger – eine in vergangenen Jahrhunderten völlig unbekannte Art der Kriminalität, bevorzugt im Wirtschafts- und Institutionenbereich, hinzugekommen, die völlig neue Wege und Mittel herausfordert, um sie zu bekämpfen, einfach ausgedrückt: die besonders durch Verschlüsselungstrojaner gefährliche Internetkriminalität? Das ist natürlich bedrückend, um so mehr, wenn man bedenkt, dass diese Angriffe ja nicht nur der Industriespionage dienen, sondern bis in unser aller Lebenssicherheit dann eingreifen, wenn etwa Krankenhäuser durch Datenklau möglicherweise erpressbar werden. Daneben finden Sie natürlich in unserem März-Heft weitere wichtige Beiträge über unsere Regio.

Eine nachdenkliche Lektüre wünscht Ihnen herzlichst

Daniel Schnitzler

Herausgeber – netzwerk südbaden