Beim Dreh- und Frästechnikunternehmen Öschger in Emmendingen läuft vieles rund: Werkstücke, Bohrer, Meißel, Schleifscheiben. Der Betrieb fertigt millimetergenaue Komponenten und Bauteile. Ein Werkstattbesuch.
Text: Christine Weis • Fotos: Santiago Fanego
Firmenchef Felix Öschger öffnet die Tür zur Werkhalle, die das Verwaltungsgebäude mit der Produktion verbindet. Vom Treppenabsatz aus überblickt man wie aus einem Adlerhorst sämtliche Fertigungsbereiche. Ein Geräuschteppich aus dem Surren der Klima- und Filteranlagen, deren Schläuche sich unter der Decke durch den rund 100 Meter langen Raum ziehen, legt sich über das mechanische Rattern der Fräs-, Dreh- und Schleifmaschinen. „Bei uns dreht sich fast alles“, sagt der 35-jährige Geschäftsführer und erklärt dazu: „In den Drehmaschinen rotiert das Werkstück, während die Werkzeuge es bearbeiten. Beim Fräsen ist es genau umgekehrt. Und auch die Schleifscheiben, mit denen die Produkte ihren letzten Schliff bekommen, drehen sich.“


Beim Blick in eine CNC-Drehmaschine präzisiert er die Technik. Eine Spindel hält die zu bearbeitende Stahlstange. Auf den sogenannten Revolverköpfen sind Bohrer, Meißel oder Messer montiert, die dann in computergesteuerten Drehbewegungen das Material bearbeiten. Während des Vorgangs ist die Maschine geschlossen und im Innern zirkuliert wie in einer Waschanlage eine Kühlschmierflüssigkeit. Durch das Sichtfenster lässt sich das Ganze überwachen. Nach wenigen Sekunden kommt ein Werkstück heraus, das in diesem Fall noch gehärtet, geschliffen und poliert wird. Die anfallenden Späne werden gesammelt und recycelt. Von ihnen leitet sich der Fachbegriff Zerspanungstechnik her, bei der Material weggenommen wird, um eine Form entstehen zu lassen. WEITERLESEN…