Solvay: BASF will Polyamid-Geschäft übernehmen

Der belgische Chemiekonzern Solvay hat einen Käufer für seine Polyamid-Sparte gefunden. BASF will den Bereich für 1,6 Milliarden Euro übernehmen. Davon sind auch etwa 60 Arbeitsplätze in Freiburg betroffen.

Von Philipp Peters

Bereits im Dezember des vorigen Jahres hatte Solvay erklärt, dass es nicht nur seine Acetow-Sparte veräußern will, sondern auch das Polyamid-Geschäft. Acetow stellt den Großteil der Belegschaft am Standort Freiburg. Von den 860 Mitarbeitern vor Ort gehören 800 zu Acetow. Diesen Bereich hatte Rhodia dieses Jahr an den Finanzinvestor Blackstone verkauft, der ihn danach in ein Joint-Venture mit dem US-Konzern Celanese einbrachte.

Nun gibt es auch für die übrigens 60 Mitarbeiter in Freiburg Klarheit. Zumindest, was den neuen Eigentümer betrifft. Es wird die BASF „Was die BASF vorhat, wissen wir nicht“, sagt Hanspeter Rich. Er ist eigentlich bei der Acetow-Sparte angestellt, gehört also zur Rhodia. Bei der neuen Polyamid-Gesellschaft, die in Freiburg unter P&S GmbH firmiert, gibt es allerdings noch keinen neuen Betriebsrat. Der soll erst am 23. Oktober gewählt werden. An diesem Termin halte man auch fest, so Rich.

Bis alle Verträge unterschrieben sind, könne noch mal ein Jahr vergehen, heißt es aus der BASF-Zentrale in Ludwigshafen. Insgesamt erlöst das Polyamid-Geschäft von Solvay 1,3 Milliarden Euro. Von den 2400 Mitarbeitern des Bereichs sind allein 1300 in Frankreich.

Kolonne des BASF Verbundstandorts Ludwigshafen. Foto: BASF SE.

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