Im Sommer fällt auch in Teilen Südbadens mitunter mehr Strom an, als gebraucht wird. Während Speicher noch immer Mangelware sind, investieren die Energieunternehmen massiv in die Netze, um der wachsenden Strommengen Herr zu werden – das zehrt am Eigenkapital.
Text: Bernward Janzing
Früher war das Stromnetz eine Einbahnstraße, auf der von Großkraftwerken über verschiedene Netzebenen bis in jedes Haus Energie geliefert wurde. Aber diese einheitliche Richtung des Lastflusses ist heute Geschichte – immer öfter geht es inzwischen umgekehrt. Überall, wo die Photovoltaik boomt, wird an sonnigen Tagen in der Fläche so viel Energie eingesammelt, dass die Überschüsse umgekehrt an die vorgelagerten Netzebenen weitergereicht und abgeführt werden müssen. Das war beim Aufbau der Stromwirtschaft so nicht vorgesehen. …
Über die Situation berichten das Elektrizitätswerk Mittelbaden, Badenova, das Fraunhofer ISE mit seiner Plattform Energy-Charts, der Bundesverband Solarwirtschaft, die Elektrizitätswerke Schönau