Benny Haas betreibt seit 19 Jahren mit seiner Frau Karo das Café Auszeit. Im Dezember 2025 hat es in der Freiburger Lorettostraße seine neue Heimat gefunden – in den Räumen, in denen früher die Eltern des 46-Jährigen das Café Haas betrieben. Bevor Benny Haas in die Gastronomie wechselte, machte er eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten.
Wie kommen Sie zur Arbeit?
Entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Wie sieht Ihr Arbeitstag aus?
Ich fange als Erster um 6 Uhr an und bringe den Laden in Schwung, backe Croissants und Franzbrötchen auf, da wir die nicht selbst machen, baue die Terrasse auf und bereite in der Küche die belegten Brötchen vor. Dann stehe ich bis mittags meist an der Kaffeemaschine oder auch mal hinter der Theke im Verkauf. Dazu kommen Tätigkeiten im Hintergrund wie Dienstplan erstellen, Buchhaltung und Korrespondenz mit dem Steuerbüro.
Haben Sie dafür einen eigenen Schreibtisch – und wenn ja, herrscht da eher Ordnung oder kreatives Chaos?
Wir haben ein großes Wohnzimmer, und dort machen wir an unseren freien Tagen die Buchhaltung. Da bin ich eher der Typ kreatives Chaos.
Wie machen Sie sich Notizen?
Wenn ich im Laden bin, schreibe ich mir immer alles ins Handy. Früher habe ich es mit Zetteln versucht, die habe ich aber häufig verloren. Wenn ich mitten im Tun bin und jemand anruft, bitte ich um eine E-Mail, das ist für mich am sichersten.
Welches sind Ihre wichtigsten Werkzeuge?
Scharfe Messer, die Gebäckzange und der Siebträger für die Kaffeemaschine.
Was macht Ihren am meisten Spaß und was am wenigsten?
Am allermeisten liebe ich den Austausch mit den Kundinnen und Kunden, vor allem wenn ich ihnen schöne Momente kreieren kann. Was ich gar nicht gerne mache, sind Sachen wie Salat waschen. Generell mag ich lieber die Früh- als die Abendschicht.
Mittags, wenn die meisten Menschen Pause machen, ist es bei Ihnen am meisten los. Wann und wie machen Sie Pause?
Meine Frau würde sagen, ich mache oft Pause, weil ich ganz viel mit den Leuten quatsche. Wenn ich ein paar Minuten durchatmen will, setze ich mich bei uns im Hinterhof auf ein Mäuerchen.
Womit lenken Sie sich am liebsten ab?
Mit Laufen gehen. Oder als Fußball-Jugendtrainer beim VfR Merzhausen. Das macht mir richtig Spaß, und ich finde es sehr sinnvoll, den Jungs die Teamidee beizubringen und sie für Sport zu begeistern.
Was wollten Sie als Kind werden?
Sehr lange Fußballprofi, bis mich die Realität eingeholt hat. Dann habe ich eine Ausbildung bei einer Krankenversicherung gemacht und nebenher bei meinen Eltern im Café mitgearbeitet. Da ist mir klar geworden: Genau das will ich auch machen.
Protokoll: Susanne Maerz