Regeln gibt es so lange wie die Menschheit. Für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft sind sie unerlässlich, denn sie sorgen für Ordnung und Sicherheit. Doch zu viele und kleinteilige Vorschriften bewirken das Gegenteil. Über Ideen zum Bürokratieabbau und Erkenntnisse aus der Psychologie.
Text: Kathrin Ermert
Adam und Eva mussten sich an genau eine Regel halten, nämlich die Früchte eines bestimmten Baumes nicht zu essen. Moses brachte vom Berg Sinai zehn Gebote mit, die als Grundlage jüdisch-christlichen Rechts gelten. Heute gibt es in Deutschland tausende Gesetze sowie Rechtsvorschriften, und seit einer Weile überwiegt die Meinung, dass sie für viele Probleme in Wirtschaft und Gesellschaft verantwortlich sind. Diese Diskussion um Bürokratie ist weder neu noch deutsch. Jesus stritt schon mit den Rechtsgelehrten über die richtige Auslegung der Gesetze. Doch in jüngster Zeit hat die Debatte eine neue Qualität bekommen, verstärkt …