Der Sport-Club Freiburg wartet in diesem Jahr mit zwei Superlativen auf: Auf den bislang größten sportlichen Erfolg im Mai folgte zwei Monate später der mit Abstand höchste Transfer in der Vereinsgeschichte. Andere Entwicklungen um den Saisonwechsel sind wiederum typisch für den Fußball-Bundesligisten. Ein sportlich-wirtschaftlicher Aus- und Rückblick.
Text: Susanne Maerz
Es war wie immer – und auch wieder nicht, als sich die Profis des SC Freiburg Mitte Juli beim Trainingsauftakt im Europa-Park-Stadion gemeinsam mit rund 3000 Fans auf die neue Saison einstimmten: Unter die üblichen Jubel- und „Vince“-Schreie, mit denen Mannschaft und speziell Rekordtorschütze Vincenzo Grifo begrüßt wurde, mischten sich einzelne „Da ist er“-, und „Backhaus“-Rufe, die dem neuen Torhüter Mio Backhaus galten. Der war laut Medienberichten für rund zwölf Millionen Euro von Werder Bremen geholt worden und ist somit laut dem Onlineportal Transfermarkt der bislang teuerste Einkauf der Freiburger. Er wurde besonders früh verpflichtet: nur wenige Tage, nachdem der SC die Saison 2025/26 mit Platz 7 in der Bundesliga, dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales und dem historischen Erreichen des Europa-League-Finales beendet hatte.
Schon vor einem Jahr, als sich abgezeichnet hatte, dass die Leistungsträger Ritsu Doan und Michael Gregoritsch den Sport-Club verlassen würden, hatte der Verein früh neue Spieler verpflichtet. Diese Strategie wiederholte sich nun und wurde bei der Torwartfrage naturgemäß umso dringlicher WEITERLESEN…