Der Tee vom Tuniberg

Der Beweis, dass man Tee auch am Tuniberg anbauen kann, ist gelungen. Was mit den Pflanzen passieren soll, ist allerdings noch nicht klar.

Von Stephan Elsemann

Grüntee in Südbaden anzubauen – eine Schnapsidee, so fanden zu Beginn fast alle und doch, da stehen sie nun: Insgesamt rund 7000 Teepflanzen der Sorte Laoshan in 2000 Töpfen, 1500 bei Erwin Wagner auf dem Bauernhof und noch einmal 500 in der Gärtnerei Hanser.

Grüntee aus Freiburg, das könnte doch ein schöner Werbeträger sein, für den warmen Süden, für Freiburg, so hatte man sich das seinerzeit beim China-Forum in Freiburg gedacht und die Teesamen aus China im Austausch mit Weinreben gern als Geschenk angenommen. Am Anfang hatte niemand wirklich damit gerechnet, dass die Pflanzen überleben. Eine chinesische Delegation war extra aus Qingdao an den Tuniberg gekommen, bedächtig hatten die Herrschaften dreingeschaut, zu schwer der Boden, zu launisch die Temperaturen. Und doch, heute sind die Pflanzen pumperlgesund, dank liebevoller Betreuung durch Erwin Wagner und Werner Hanser.

Jetzt fehlt nur jemand, der sich ihrer annimmt, Tee daraus macht und vermarktet. Wäre doch schade darum.

Produktion:
2000 Töpfe mit rund 7000 Teepflanzen, davon 1500 bei Erwin Wagner und 500 bei Werner Hanser.

Produkte:
Laoshan Grüntee. Laoshan ist eine Grünteesorte, und ein Stadtviertel der chinesischen Stadt Qingdao, die zwischen 1898 und 1919 deutsche Kolonie war. Auch das Tsingtao-Bier stammt von dort.

Wo:
In Opfingen am Tuniberg, auf dem Bauernhof bei Erwin Wagner und der Gärtnerei Hanser.

Mitarbeiter:
Zwei

Distribution:
Bereit zur Vermarktung. Die Projektleiter suchen Menschen mit Ideen, die ihren Grüntee unter die Leute bringen.

Gründungsjahr:
2014

Projektleiter:
Erwin Wagner und Werner Hanser, initiiert durch das Chinaforum Freiburg und seinem Vorsitzenden Bernd Dallmann von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM).

Leitmotiv:
Wir reden nicht, wir machen.

Kontakt:
Erwin Wagner,
erwinwagner@gmx.de

Sie warten auf ihre Vermarktung: Zwei von den 7000 Teepflanzen am Tuniberg. Foto: Elsemann

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