Carolin Jenkner (40) ist seit April Finanzbürgermeisterin der Stadt Freiburg. Zuvor war die promovierte Mathematikerin stellvertretende Leiterin des Zentrums Klinische Studien am Universitätsklinikum. Zudem engagierte sich die gebürtige Freiburgerin in der Lokalpolitik: ab Mai 2014 als Mitglied der Gemeinderatsfaktion der CDU, ab 2018 als deren Vorsitzende.
Was wollten Sie als Kind werden?
Lehrerin. Deshalb habe ich Mathe und Englisch auf Lehramt studiert. Nach dem ersten Staatsexamen wurde mir aber eine Promotionsstelle in Mathe angeboten, für die ich dann das Referendariat abgesagt habe.
Wie kommen Sie zur Arbeit?
In der Regel entspannt und gut gelaunt mit dem ÖPNV, dem Auto und manchmal auch zu Fuß – je nachdem, wie lange der Tag ist und was ansteht.
Erklären Sie bitte kurz Ihre Aufgaben.
Ich verantworte die Bereiche Finanz- und Wirtschaftswesen, öffentliche Ordnung, Bürgerservice, Informationsmanagement, Wahlen, Feuerwehr, Sport sowie das Standesamt und die Friedhöfe. Meine Aufgabe an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung ist es, die einzelnen Fachbereiche weiterzuentwickeln und Themen in den Gemeinderat einzubringen. Dazu gehört auch, Entscheidungen in der Öffentlichkeit zu erläutern.
Was macht Ihnen am meisten Spaß, was am wenigsten?
Das Schöne ist die Themenvielfalt, dass man viel mit Menschen zu tun hat, immer wieder Neues kennenlernt und es die Möglichkeit gibt, mitzugestalten. Und ich finde den politischen Diskurs und das Ringen um den besten Weg spannend. Formulare ausfüllen und Dokumentationen erstellen finde ich manchmal etwas anstrengend.
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Wenn ich am Schreibtisch sitze, digital, da wir papierlos arbeiten. Ich brauche nur meinen Laptop, zwei Bildschirme und mein Handy. Wichtig ist für mich auch das Umfeld und ein schöner Blick aus dem Fenster – ich schaue Richtung Schlossberg. Ich bin aber auch relativ oft unterwegs, in Besprechungen mit den verschiedenen Ämtern oder vor Ort in den Eigenbetrieben.
Clean Desk oder kreatives Chaos – welcher Typ sind Sie?
Ich habe lieber einen aufgeräumten Schreibtisch, weil man dann einen besseren Fokus auf die Dinge hat.
Wie machen Sie sich Notizen?
Wenn ich etwas durchdenken muss und an komplexen Themen wie dem Haushalt arbeite, auf Papier. Dann zeichne ich auch gerne Schaubilder. Bei Gesprächen finde ich digitale Notizen hilfreicher.
Wie verbringen Sie Ihre Mittagspause?
Häufig hole ich mir nur was vom Bäcker und nutze die Mittagszeit zum Abarbeiten von E-Mails, Workflows oder der Unterschriftenmappe. Wenn ich Mittagessen gehe, ist das eine schöne Gelegenheit, um mit verschiedenen Stakeholdern in der Stadt ins Gespräch zu kommen.
Womit lenken Sie sich am liebsten ab?
Ehrlicherweise mit Nachrichten an Familie und Freunde.
Protokoll: Susanne Maerz