Juni-Ausgabe: Was wir in China machen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Dass auch für die südbadische Wirtschaft China ein wichtiger Handelspartner ist, wissen wir alle. Aber, wissen wir auch alle, dass kein europäisches Land, sondern China nach den USA bereits das zweitwichtigste Zielland der deutschen Südwest-Exporte ist? Dabei nimmt den größten Teil die Autosparte ein. Und umgekehrt gilt auch, dass China in Deutschland die größte Summe in Baden Württemberg investiert.

Diese Größenordnungen im Handel mit China haben uns gerade in einer Zeit gewisser Unsicherheit in der Weltwirtschaft – denken Sie etwa an die Zollauseinandersetzung zwischen den beiden Giganten USA und China, in die wir irgendwie verstrickt sind – veranlasst, Firmen in der Regio, die enge Wirtschaftsbeziehungen unterhalten, danach zu befragen.

Alle daran beteiligten südbadischen Firmen rühmen die Dynamik, das Tempo in der chinesischen Entwicklung, und alle stellen heraus, dass gerade wir mit dem doch recht weit verbreiteten wohligen Ausruhen auf Erreichtem uns die Chinesen zum Vorbild nehmen sollten. Wir müssen entschiedener dem zweifellos auch bei uns vorhandenen Einfallsreichtum für Innovationen Raum geben, schneller und auch wagemutiger neue Wege gehen.

So wird etwa betont, dass die Chinesen sehr viel rascher Neuigkeiten auf den Markt bringen – dabei ist die Erstproduktion keineswegs ungeprüft in den Handel gelangt, aber mit dem Wissen, dass ein Gebrauch zu schnellen Verbesserungen zwingt. Natürlich gibt es viele Firmen in Südbaden, die das genau erkannt haben und gerade durch ihren Wagemut und Einfallsreichtum auf dem riesigen chinesischen Markt Erfolg haben, sehr große, wachsende Umsätze erzielen und dann, wie etwa m-tec, vom chinesischen Unternehmensgiganten Zoomlion übernommen werden.

Das hat in diesem Fall bei guten Verträgen ungemein positive Folgen. Dass wir neben dem Titelthema „China“ natürlich weitere interessante Berichte über Firmenentwicklungen, Kultur und das Bauwesen präsentieren, versteht sich von selbst. Eine aufschlussreiche und kurzweilige Lektüre wünscht Ihnen herzlichst Daniel Schnitzler Herausgeber – netzwerk südbaden