Titelstory: Unbeschränktes Nebenan

Eine kleine Rundreise zu den neuesten Befindlichkeiten der deutsch-französisch-schweizerischen Kulturregion. Warum unsere Nachbarschaft Zukunft hat.

Von Rudi Raschke

Das exakt geografische Dreiländereck ist ein unglaublich öder Ort, jedenfalls der real so ausgeschilderte Flecken: ist das jetzt verunsichernd oder vielmehr beruhigend? Sind solche Symbol-Markierungen möglicherweise überflüssig, wenn Nachbarschaft durch die Menschen gelebt wird? Das Ende einer Woche voller Grenzübertritte in alle Richtungen findet jedenfalls unter vier schlaffen Fahnen (die europäische hängt noch dabei) und einer Skulptur statt. In einem Basler Hafengebiet zwischen Gleisen, Speditionen und Kränen. Der Blick geht etwas ratlos auf Frankreich rüber und Richtung Deutschland.

Gibt es in dieser nicht nur durch Wassermassen geteilten, am Wochenende arg verlassenen Grenzecke so etwas wie ein europäisches Miteinander, das Mut macht? Der Gedanke beim Wegfahren: Wir wissen es doch eigentlich viel besser. (Nicht nur weil man auf eine Beschilderung reingefallen ist, die einen Riesenumweg durch eine Ecke erzwingt, wo das glanzvoll-gemütliche Basel eher wie Mannheim ausschaut). Auch wegen Rundgängen, Begegnungen und Gesprächen, die einen ganz anderen, neuen Blick auf die untereinander- Beziehungen hier werfen. Nämlich, dass es sich bei diesem „Hier“ um eine besondere Nachbarschaft im aktuell etwas runter gewohnten europäischen Haus handelt.

Basel, Spitalstraße, frühere Redaktion der „Tageswoche“

Renato Beck, selbst Journalist, ist der erste Gastgeber. Im Zuge wahnwitziger Besitzerwechsel, Strohmann-Deals und politischer Einverleibungen ging er von der Basler Zeitung zur TagesWoche, einem Mischwesen aus Digital- und Wochenzeitung. Vergangenes Jahr wurde es zum Leidwesen vieler Basler nach sieben Jahren eingestellt. In den Räumen entwickelt Beck aber mit einem Teil des alten Teams ein Produkt, das von der Stiftung für Medienvielfalt neue Unterstützung bekommen könnte. Der Grund für den Besuch bei ihm: Beck pflegt eine so wertschätzend- verbundene wie kritische Sicht auf seine Heimat Basel.

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Das Zollstübli im Quartir St. Johann. Fotos: Alexander Dietrich

Zu Becks journalistischen Gebieten gehören auch die Schattenseiten des reichen Basel, das Aufwachsen armer Kinder im Klybeck-Viertel und seine Sicht des Stillstands in der Basler Regierung. Oder die Welt extremistischer Internet-Pöbler in Riehener Vorort-Villen. Eine recht überschaubare Stadt sei Basel, sagt er, aber eben „mit sehr abgekoppelten Milieus“. Stadtgesellschaft mit Rissen, das klingt nicht neu, wenn man aus Freiburg angereist ist. Basel habe Fortschritte hinter sich, sagt Renato Beck, die Gastronomie, die Nachtkultur, die Lebensqualität am Rheinufer nennt er exemplarisch. Südbaden sei dagegen verkehrspolitisch „um Lichtjahre voraus“. Wo Basel ebenfalls aufs Velo setzen müsste, würden Konzepte aus den 60er Jahren für eine neue Ring-Autobahn diskutiert.

Seine Sicht auf Südbaden und Freiburg? Ihm kommt es mit Blick auf die Ökologie geradezu „utopisch“ im positiven Sinne vor, die gemeinsame Idee für einen neuen Stadtteil, der sozial wie umweltfreundlich gebaut werden kann, würde er mit Handkuss nehmen – in Basel sei Stadtentwicklung immer zuallererst Verdrängung. „Rheinhattan“ hatten sie bei der TagesWoche die Stadtplanung für ein aufgegebenes BASFAreal im Kleinbasler Teil getauft. Weitere Unterschiede, die man mitnimmt: Die Basler Kulturszene setze so sehr auf internationale Zugpferde, dass einheimische Künstler schon viel unternehmen müssen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Gegenüber dem Ruhekissen Freiburg stellt Basel als Standort eher ein Sprungbrett dar.

Zum Essen mit der Familie kehrt Beck dagegen immer in Dorfbeizen im Markgräflerland ein, sagt er, „persönlicher, sorgfältiger“ gehe es dort zu, „das Essen ist meistens besser, der Service immer“. Nur so ein Gedanke zwischendurch: Wenn Kultur, Essen, auch die Mobilität (auf der Schiene wie im Kopf) für beiderseits mehr Annäherung gesorgt haben, wie sieht ein Schweizer Beobachter die Nachbar-Beziehungen? Zunächst sei das Elsass für die meisten Basler ferner als Südbaden, sagt Beck, es ist vor allem ein Ort für günstigen Wohnraum (oder fürs Unterstellen der Pferde, wenn man sich um günstigen Wohnraum nicht so sehr sorgen muss).

Aber die Entwicklung in allen Dreiland-Beziehungen insgesamt bezeichnet er als „enger“ als je zuvor. Mag es in Zürich einen ausgeprägten „Deutschen-Hass“ geben, könne er das für die „Regio“ bei den meisten Baslern nicht feststellen. Umgekehrt beobachtet er selbst bei den „Expats“ genannten VIP-Arbeitnehmern, die an Orten wie dem Novartis-Campus regelrecht kaserniert sind, ein zunehmendes Interesse, etwas am Basler Gesellschaftsleben teilhaben zu wollen. Und damit an der Regionalität.

Basel, unterwegs zwischen Wettsteinbrücke und St. Johann

Auf der Gass und am Rhein erfasst jeden Basel-Besucher die Internationalität: Am Handy sorgen englischsprachige Expat-Frauen gemeinsam mit arabischen Migrantinnen oder einer Gruppe französischer Joggerinnen am Ufer für den ungewohnt globalen Klangteppich. Zu dem auch ein Schwarm Möwen beiträgt. Auch wenn er keine Ländergrenzen überwindet, bieten Noa Thurneysen und sein Vater Jacques mit ihrer Münster-Fähre „Leu“ ein besonderes Verkehrsmittel auf dem Rhein an, eines, das verbindet: Und zwar Groß- mit Kleinbasel, die Tradition einer alten Fortbewegungstechnik mit der modernen Stadt, einheimische Basler mit Touristen aus aller Welt, direkten Nachbarn aus zwei Ländern, im Sommer auch Berufspendler.

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Fährmann: Jacques Thurneysen überquert den Rhein in Basel.

Kaum fünf Minuten dauert die Überfahrt für 1,60 Franken, Noa Thurneysen sagt, dass auch ihm die Beziehungen zu Frankreich und Deutschland enger vorkommen als noch vor ein oder zwei Jahrzehnten: Der Grund sind für ihn Verkehrsmittel wie die länderüberschreitenden S-Bahnen, nicht nur für Einkaufsschweizer, auch in Richtung Basel. Und der teure Franken? „Das Nachtleben ist für die Leute trotzdem attraktiver als daheim in Mulhouse“, sagt er im Wissen um die kulturelle Dominanz rund um seinen Anleger. Seltsam abgelegen und doch mittendrin: Eines der Enden Basels findet, wer den abgeriegelten Novartis-Campus im Nordwesten umkurvt.

Jenseits dieser eigenen Welt aus Restaurants, Fitnessstudios und Weltstar-Architektur hinter Gittern steht man am Zoll zum französischen St. Louis in einem der skurrilsten Zonenrandgebiete Europas. So durchlässig die Grenze und manchmal auch die Sprache hier ist, so verschieden sind die beiden Länder hüben und drüben des Schlagbaums anzuschauen. Eine etwas trübere Ecke des mondänen Basel geht in das trashig-vielfältige Elsass über. Direkt nach dem Verlassen Basels bekommt man ein üppiges Cordon Bleu zum Preis eines Tellers Spaghetti 100 Meter davor.

Kleine Umfrage unter Freunden, via facebook:

Was liebt ihr am meisten an den Nachbarn und was nervt? Das Ergebnis zeigt die ganze Verschiedenheit im Miteinander. Großes Plus: die offenen Grenzen, hochwertige Kunst und Theater hinter der Schweizer Haustür, die Atmosphäre am Rheinufer und in den Vogesen, Details vom Migros-Nussstängli bis zum Baguette. Das wenige Minus wird dort genannt, wo das Miteinander nicht ganz so höflich stattfindet. Oder Verkehrsverbindungen eben nicht so „regio“ sind wie sonst alles (die von Freiburg zum EuroAirport zum Beispiel). Aber: „Am Schönsten ist es, dass wir all das Vertraut-Fremde vor der Haustüre haben“, schreibt eine Freundin.

Regierungspräsidium Freiburg im Basler Hof, Klaus Schüle

Dieses Vertraut-Fremde – wie lässt sich die ganz normale Zivilgesellschaft damit begeistern, wenn man ihr institutionell-politisch kommt? Welche Gremien sind wirklich wichtig? Neben der Oberrheinkonferenz existiert ein Oberrheinrat, grenzüberschreitend gibt es Eurodistrict, Interreg und Infobest. Und die sogenannte „SZGE“ kennt sie alle – die „Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und europäische Angelegenheiten“. Klaus Schüle ist stellvertretender Leiter dieser Abteilung beim Freiburger Regierungspräsidium, selbst große Behördenskeptiker nehmen sie aktuell sehr präsent wahr: Im Aachener Vertrag, der die deutsch-französische Befindlichkeit in der Neuauflage des Elysée-Vertrags fortschreibt, wurden Anfang des Jahres gleich zwei Großprojekte für die Regio ins Pflichtenheft des Anhangs genommen: Die Wiederaufnahme der Bahnlinie Colmar-Breisach und der Zukunftsprozess nach der Schließung des AKW Fessenheim.

Ende Januar wurde mit Freiburger Beteiligung dann ein weiterer der vielen Schlussakte der Anlage für 2020 unterzeichnet. Schüle skizziert dem Zweifler mit viel Geduld die Ausmaße der Oberrheinregion mit ihren sechs Millionen Einwohnern, die im Norden von Landau/ Pfalz über das Elsass bis im Süden nach Solothurn in der Schweiz reicht, erklärt die Bedeutung der Gremien („jede Struktur ist sinnvoll“) und zerstreut unerschütterlich Bedenken, ob inmitten von Föderalismus versus Regionalität, unterschiedlichen Behörden-Mentalitäten und einem Dschungel von Räten die Verschieberitis und Bürgerferne die Oberhand hätten. Was die Außenminister beider Länder beschließen, müsse nicht zwingend dem zuwiderlaufen, was zwei grenznahe Bürgermeister besprechen.

Was Jacques Chirac und Gerhard Schröder einst als wolkiges Vorzeige-Objekt erfanden, die vier Eurodistricte, sei heute mit Kompetenzen und Etats ausgestattet, sagt Schüle. Emotion kommt auf, wenn Schüle von jenem Freiburger Regierungspräsidenten erzählt, der sich einst in Nazihaft mit dem späteren Oberbürgermeister von Colmar angefreundet hatte; wenn er von den Konferenzen berichtet, auf denen zufällig ausgewählte Bürger sich fern von Vereins- und Behördenmeierei treffen; wenn er von deutsch-französischen Kinderkrippen spricht und der Landesgartenschau, die zwei „Hinterhöfe“ (Schüle) an den Rändern von Kehl und Strasbourg flott gekriegt habe. Von der Mobilität ganz zu schweigen – die Verkehrsverbindung zwischen diesen beiden Städten hat die Expertenerwartungen um das Dreifache überstiegen.

Das A und O dieses Miteinanders scheint jedoch auch deshalb besser denn je zu funktionieren, weil man inzwischen fern von historischer Abneigung und anschließender Annäherung die Stärken und Schwächen der Nachbarn kennt. Es ist wohl wie in einer funktionsfähigen Hausgemeinschaft, in der nicht alle der gleichen Lebenslage und Schicht angehören: Aber man schätzt sich, den einen fürs Verwalten, den anderen fürs Anpacken, den dritten für seinen Ideenreichtum. Und, logisch, man steht sich untereinander näher als dem Vermieter in Stuttgart, Paris oder Bern.

Kleine Erinnerung beim Verlassen von Klaus Schüles Büro: Der vielgeehrte elsässische Künster Tomi Ungerer hat einst auf einem Dreiländerkongress („Bürger sein am Oberrhein“) gefordert, die undurchsichtige Vielzahl an Gremien und Bezeichnungen auszudünnen: „Die Menschen finden sich dort nicht wieder, wissen nicht, wer was macht“, zitiert ihn das Archiv der Badischen Zeitung. Charmante Antwort von Adrien Zeller, damals Präsident des elsässischen Regionalrats und bis zu seinem Tod 2009 einer der großen Antreiber unserer Region: „Manche Leute kennen unsere grenzüberschreitenden Gremien nicht, und manche kennen Rastatt nicht. Deswegen muss man Rastatt nicht abschaffen.“

 Strasbourg, Cafe Brant

Mit Kai Littmann auf einen Café Crème in einer zeitgemäßen Brasserie, ehe Kellner in schwarz-weiß für den Mittagstisch eindecken. Littmann ist Deutscher, Schulzeit in Bonn, später in Südbaden, er lebt seit vier Jahren in Strasbourg. Er betreibt ein grenzüberschreitendes Medium, eurojournaliste.fr, auf dem er wechselnd in Deutsch und Französisch berichtet, er ist täglich bei Radio France Bleu mit deutsch-französischen Themen zu hören, er berichtet aus dem Elsass bei „mediapart“ einer Web-Zeitung, die frühere Le Monde-Redakteure gegründet und auf 140.000 Abonnenten gebracht haben.

Littmann kritisiert regelmäßig „Hochglanz und Selbstdarstellung“, wenn es um grenzüberschreitende Aktionen geht. Und ein paar verbliebene deutsch-französische Hürden: in Folge von vier Nationalitätswechseln in 150 Jahren habe sich bei der großen Regionenreform – das Elsass wurde 2016 mit der Champagne und Lothringen zum „Grand Est“, dem großen Osten, verschmolzen – auch ein alter Nationalismus Bahn gebrochen. Hinzu kommen spürbare Wunden des Zweiten Weltkriegs im Elsass, aber auch das in Frankreich sehr wohl thematisierte heutige Verhalten der Deutschen als „Bulldozer innerhalb der EU“. Er sieht aber auch eine „nicht aufzuhaltende Entwicklung“ im Miteinander, eine vorsichtige „neue Offenheit“ der Franzosen, die auf eine Oberrhein-Identität der Südbadener treffe, denen Landes- wie Bundeshauptstadt ohnehin eher fern stehen.

Er genieße in Strasbourg nicht nur eine ungleich höhere Lebensqualität, seit er dort wohnt, sagt er. Wenn Littmann Israels Premier Benjamin Netanjahu beim Joggen begegnet oder junge Mitarbeiter von EU-Abgeordneten die Kneipen mit ihren vielstimmigen Sprachenmix zum Surren bringen – dann fühle er sich tatsächlich am Puls Europas. Er fühle sich dabei nicht nur an die Schulzeit im politischen Bonn erinnert, wo er mit Kanzlersohn Matthias Brandt in die Klasse ging. Für ihn ist Strasbourg heute vielmehr „eine Stadt der Aussöhnung“, durchaus die „Hüterin der europäischen Demokratie“. Schöner Nebeneffekt dabei: Anders als in Brüssel erstrahle die Stadt weitgehend Lobbyisten-frei. Ein entsprechender Ausweis für Einflüsterer habe sich im Elsass nicht durchsetzen lassen.

Strasbourg, Zentrale von arte

Weil es neben allen Unterschieden und Gemeinsamkeiten auch darum gehen soll, welche Eigenschaften wir bei den Nachbarn gern mal unterschätzen, schließt sich ein Besuch in der Zentrale von arte, zehn Spazierminuten entfernt vom Café Brant am Fluss Ill, an. Zwischen Konsulaten und EU-Parlament liegt hier ein progressives deutsch-französisches Medien-Unternehmen, das einst von Helmut Kohl mit Francois Mitterand aus der Taufe gehoben wurde. Ein Sender, der heute beachtliche Schritte in der Digitalisierung unternimmt, der sein Programm nicht mehr als Angebot für nur zwei, sondern für 40 Länder versteht, der längst nicht mehr zwei Prime-Times, also unterschiedliche TV-Spitzenzeiten, koordiniert, sondern ganz viele Herausforderungen für Smartphone, Notebook und Virtual-Reality-Brille bewältigt.

Emmanuel Suard, Verwaltungsdirektor und Mitglied des Vorstands, sieht sein Haus „an einem guten Ort“ aufgestellt. Nicht nur, weil sich hier jene Europa-Symbolik verwirklichen lässt, von der auch der Strasbourger Journalist Littmann spricht. Sondern auch, weil sich regionale Projekte, beispielsweise mit dem Karlsruher ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) die Hand geben mit weltweiten Experimenten. Eine entsprechende Abteilung leitet Kay Meseberg, der aus Berlin an den Oberrhein wechselte, um als Projektleiter 360°/ Virtual Reality bei arte anzuheuern. Meseberg hilft mit neuen Sehgewohnheiten, wenn es darum geht, den Mont Blanc mit Rundumsicht filmisch zu besteigen. Oder besondere Konzert-Sichtweisen aufzuzeichnen.

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Skulptur von Stephan Balkenhol vor der arte-Zentrale

Bei arte habe sich aus früher inhaltslastigen Themenabenden eine Öffnung hin zu technischen Innovationen ergeben, sagt Meseberg, der Sender habe sein erfolgreichstes Jahr hinter sich, was die Zuschauerzahlen angeht. Die Region als idealer Ort für technologische Neuerungen? Warum nicht, sagt er. Der TGV werde westlich von Mulhouse und Basel gebaut, zwischen Illkirch und Colmar gebe es durchaus IT-Entwicklungen, die Uni Strasbourg habe erst vor drei Jahren ihren vierten naturwissenschaftlichen Nobelpreis geholt, der adidas-Konzern hat seit vergangenen April einen neuen Sitz nahe des Parlaments mit 200 Mitarbeitern.

Kay Meseberg vernetzt arte in der Mitte Europas mit Pionieren aus Kalifornien, mit Samsung aus Asien, mittendrin auch der Ruster Europa-Park, der rund um Virtual Reality Beachtliches auf die Beine bringt. Meseberg sagt, es sei wichtig, dass das alles hier in einer europäischen Erbfolge des Kinos stehe. Also kein reines Technologie-Denken, egal, was damit möglich ist – sondern die Wahrung einer kulturellen Tradition und ihrer Werte. Auch dieser Blick in die Zukunft spricht für eine Region, die zwei Sprachen in drei Ländern, zwei Mitglieder eines Staatenverbunds und ein neutrales Land, zig Gemeinsamkeiten und viele Eigenbrötlereien unter ein europäisches Dach bekommt. Und in der größten Krise der EU hier eine beachtliche Nachbarschaft beherbergt.